Wir sind umgezogen!

Ab sofort findet ihr unseren Blog unter einer neuen Adresse:

www.OnTopOfTheWorld.de

Wir hoffen, die neuen Features (wie Slideshow und Übersichtskarte) gefallen euch. Alle E-Mail Follower sind bereits auf den neuen Blog transferiert worden.

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The Catlins

Screen Shot 2014-03-30 at 3.13.44 pmDie Catlins (D) liegen ganz im Süden der Südinsel im dichten gemäßigten Regenwald mit einer malerischen Küstenlandschaft. Wegen der exponierten Lage geht es hier sehr windig zu. Aber Flora (Baum) und Fauna (Merinoschaf) haben gelernt, sich anzupassen.

Bevor man durch die Catlins fährt, besorgt man sich am besten einen Scenic Route Flyer. Dort steht alles drin, was es sich anzuschauen lohnt und was man wissen muss. Sie führt von Queenstown über Te Anau, runter über Invercargill, mit einem kleinen Abstecher zum Bluff (von dort kommen die weltbekannten Bluff-Austern her) mitten durch die Catlins und an der Ostküste wieder hoch nach Dunedin. Insgesamt 610km purer Fahrspaß mit atemberaubender Landschaft.

Da wir von Manapouri (A) kamen, war unser erster Stop die Clifden Suspension Bridge (B), erbaut 1899, nun als historic place nur noch Fußgängern zugänglich. In der verschlafenen Stadt Tuatapere gibt es einen wirklich witziges „Yesteryears“ Cafe/Museum. Hier lässt sich leckerer Honig kaufen. Die Besitzerin hat einiges von ihrer Großmutter ausgestellt, altes Porzellan, Küchenutensilien, etc. Auf dem Weg weiter nach Süden gibt es einen Lookout, McCracken´s Rest. Da kamen gleich wieder alte Erinnerungen hoch. Habt ihr früher auch Zak Makracken gespielt? Und noch mehr Nostalgie gab es bei „Monkey Island“ :)

Invercargill ist mit 53.000 Einwohnern die dritt-größte Stadt auf der Südinsel und einer der südlichsten Städte weltweit. Im Schachbrettmuster hochgezogen, aber nicht besonders einladend. Bis auf einen Stopp beim Devil-Burger war am Samstag (15.03.2014) auch nicht viel zu machen, alles was ein bisschen interessant hätte sein können, war bereits geschlossen. Vorher ging es noch zum Bluff (C), dem vermeintlich südlichsten Punkt auf der Südinsel. Genau wie auf dem Gegenstück in Cape Reinga (Entfernung 1.401 km) auf der Nordinsel steht hier ein Entfernungsschild. London ist mit 18.958 km quasi am A-d-W. Es gibt aber noch den 7km südlicher gelegenen Slope Point. Das ist der eigentliche südlichste Punkt der „Main Island“. Mit einem 10-minütigen Fußmarsch schnell zu erreichen. Und zur Abenddämmerung noch viel besser!

Wir hatten leider noch keine Bleibe für den Abend und sind zur Porpoise Bay (D) gefahren. Und wieder eine kurze Annekdote, warum wir von diesem Land so fasziniert sind: Wir hatten im Lonley Planet von einem Hostel gelesen, dort sind wir hin. An der Tür hing ein Zettel: „Willkommen, wenn Sie hier übernachten möchten, tragen Sie sich bitte in die Gästeliste ein und hinterlassen mir eine kurze Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Ich komme dann morgen früh zwecks Abrechnung kurz vorbei.“ Das wars. Die Betten waren frisch gemacht mit Handtücher und Duschzeugs, Haus völlig offen, was für ein Gottesvertrauen. Warum auch nicht?! Wir haben uns also selbst eingecheckt und sind zu einer Kolonie Gelbaugenpinguinen gefahren, die sich an der Curio Bay befindet. Hier „liegt“ auch ein 180 Millionen Jahre alter versteinerter Wald. Unser Haus hatte direkte Strandlage, so dass ein kurzer Spaziergang den Tag beenden sollte. Wie bestellt versank um 8:24 die Landschaft in einem Tiefrot.

Am nächsten, leider etwas bewölkten, Tag sind wir die Scenic Route nach Dunedin weiter entlang gefahren und haben an einigen Sehenswürdigkeiten angehalten. Die Cathedral Cave (nicht zu verwechseln mit der Cathedral Cove im Norden) wurde über Jahrtausende von starken Wellen ausgehölt. Die Höhle ist fast 100m lang und kann nur für wenige Stunden bei Ebbe besichtigt werden. Da die Caves sich auf einem Privatgelände befinden, muss man Eintritt zahlen. $5 für Erwachsene und 1$ für Kinder. In dem Nationalpark gibt es mehrere Wanderwege und Wasserfälle. Zwei kurze Abstecher haben wir zu den McLean Falls und den Purakaunui Falls gemacht. Die letzteren sind zwar mit 20m nicht hoch, zieren jedoch aufgrund der Schönheit zahlreiche Postkarten und Naturbücher. Wir finden zurecht.

Bei Balclutha geht es zu einen längeren Abstecher zum Nugget Point (E). Leider war das ganze Wochende das Wetter weniger gut und hier haben wir es besonders abbekommen. Aber wie immer hätte es auch noch schlimmer kommen können. Nugget Point wurde wegen den Felsbrocken im Meer so getauft, ein Leuchtturm von 1869 weist den Weg. Hier tümmeln sich gerne die Robben in den Felsenpools und es gibt auch eine kleine Kolonie Gelbaugenpinguine. Endstation war Dunedin.

 

 

Milford Sound

Die Anreise:
Allein der Weg dorthin ist schon einzigartig. Ausgangspunkt ist erstaunlicherweise das 2,5 Stunden entfernte Te Anau. Der Milford Sound ist zu weit “vom Schuss”. Ein eigenes kleines Wasserkraftwerk liefert Strom für das Café, eine kleine Lodge und dem Schiffsterminal. Telefon gibt es nur mittels Mikrowellen. Handyempfang: Fehlanzeige. Das war es dann auch schon.

Wir sind morgens um 7:20 losgefahren. Ich bin aber auch einer, der überall anhalten und gucken möchte. Die Landschaft war bei Sonnenaufgang noch mit Tau bedeckt und hatte dadurch eine ganz besondere Wirkung, welche nur schwer zu beschreiben und wiederzugeben ist. Der Mirror Lake und Lake Gunn sind ein beliebter Stopp, um sich die Beine zu vertreten. Während noch alle Tiere schliefen, spiegelten sich die Berge in den Wasseroberflächen. Die Sandflies brachten uns allerdings dazu, schnell weiterzufahren.

Der Weg zum Sound sollte als komplette Tagestour geplant werden, denn die Vielfalt ist groß. Ein ständiger Wechsel der Landschaft präsentiert sich hinter fast jeder Kurve. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Pass, der wegen dem 1240m langen Homer Tunnel eigentlich keiner ist, gab beeindruckende Ausblicke wieder. Und auch die von mir schon sehnlichst erwartenden Kea’s waren zu sehen und knabberten genüsslich an der Antenne des Mietwagens neben uns herum.

Milford Sound:
Eines der besten Naturattraktionen, die Neuseeland zu bieten hat. Der Milford Sound öffnete seine ganze Pracht bei einem herrlichen Bilderbuchwetter. Der Mitre Peak (1692m), das noch ruhige Wasser, einfach toll. Wer mehrere Lagen Mückenschutz aufgetragen hat, sollte den kurzen Milford Beachtrack entlang und zum Aussichtspunkt hoch gehen.

Dann ging es um 11:45 los. Wir haben die ultimative Touricruise gebucht inclusive BBQ Lunch Buffet. Das Mittagessen wurde durch Bottleneck Dolphins kurz unterbrochen. Da hieß es, alle man raus und Fotos machen. Danach ging es weiter zu interessanten Punkten wie der Spalte im Berg, wo die Kontinentalplatten aufeinandertreffen,  junge Seehunde, die genüßlich im Wasser spielten, während sich die Eltern auf dem warmen Felsen sonnten. Hier scheint die Zeit stehen zu bleiben und man empfindet die Szenerie als perfekten Augenblick – mitten im Paradies.

Der Milford Sound gehört wie das ganze Fjordland zum Weltnaturerbe der UNESCO und liegt mit 8000 mm Niederschlag in einen der regenreichsten Regionen der Welt. Nach einem starken Regen enstehen immer wieder vorübergehende Wasserfälle, die von den Klippen stürzen. Das Wasser des Fjordes bildet zwei Schichten. Das schwere salzhaltige Meerwasser wird von einer Schicht Süßwasser überdeckt. Diese enthält viele durch den Regen aus dem Boden gelösten Gerbstoffe. Dadurch herrschen im darunter liegenden Salzwasser Lichtverhältnisse die es sonst nur in weit größeren Tiefen gibt. So lassen sich im Milford Sound Flora und Fauna der Tiefsee beobachten. (Quelle: Wikipedia). Im Unterwasserobservatorium (Milford Deep) lassen sich auch die geschützen schwarzen Korallen sehen.

Die obligatorische Wasserfalldusche an den Stirling Falls durfte natürlich nicht fehlen!

Key Summit Track:
Nachdem wir das Schiff am Besucherzentrum verlassen hatten, ging es zum Key Summit Track. Eine 3-stündige Wanderung, Teil des Routeburn Track und einer der 9 Great Walks in Neuseeland. Von hier aus hat man, gutes Wetter vorausgesetzt, super Ausblicke auf die Berge, Täler und einige Seen. Zurück in der Herberge gab es eine selbstgemachte Pizza mit specktakulärem Sonnenuntergang inklusive! Ach ja, das Leben hat es doch wirklich gut mit uns gemeint…..

Doubtful Wilderness Cruise

Screen Shot 2014-03-26 at 12.40.23 pmFür das Fjordland (engl. Fiordland) haben wir uns Zeit gelassen. Der schönste Teil Neuseelands hat es aber auch verdient. Wir haben uns vier Tage in das zwischen Manapuri und Te Anau liegende Barnyard Backpackers einquartiert –  Panoramablick auf die Berge inklusive. Hatte etwas von Berghüttenidyll in Bayern.

Ein Fjord ist ein Meeresarm, der durch einen seewärts gerichteten Talgletscher entstanden ist. Der größte Doubful Sound, der bekannteste Milford Sound und der entlegene Dusky Sound liegen alle im Fiordland National Park und sind Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Ein „Sound“ ist eigentlich ein großer See oder eine Ozeanausbuchung (größer als eine Bay). Warum die Fjorde dann nicht Milford Fiord heißen, konnte ich leider nicht herausfinden.

Der größte ist der Doubtful Sound. James Cook hatte bei der Erkundung “viele Zweifel” ob die Winde ihn aus diesem Sound wieder herausbringen würden oder doch das Schiff möglicherweise an den Klippen zerschellen könnte. Daher ließ er von einer genaueren Erkundung ab.

Die Tour fängt zuerst auf dem Lake Manapouri (A) an und nach 1,5 Stunden erreicht man das andere Ende des Sees. Gefolgt von einer Besichtigung des größten Wasserkraftwerks in Neuseeland (B). Es produziert 850 MW Strom für die 160km entfernte Aluminuimschmelze in Bluff, südlich von Invercargill.

Zurück im Bus geht es über die teuerste Straße Neuseelands, weiter über den Wilmot Pass zum Anleger des Doubtful Sound. Anschließend mussten wir auf den Katamaran umsteigen und hinaus ging es in den Doubtful Sound (C), der von mächtigen Bergen umgeben ist. Leider blieben die hier oft anzutreffende Delfine aus, aber es ging bis in die Mündung der Tasman Sea hinaus, was wegen schlechten Wetters nicht immer möglich ist. Der Himmel war am Ende hin bedeckt, so auch die Berggipfel, es war kalt und enormst windig aber geregnet hat es nicht. Gutes Wetter ist eben immer ein Bonus in Neuseeland. An dem Tag hatten wir nicht ganz so viel Glück.

Das Highlight waren einige Seehunde, die sich gelangweilt auf einen Felsen rekelten. Da es keine Regenfälle oder herumspringende Delfine gab, war es alles in allem eine etwas enttäuschende Tour, die darüber hinaus auch noch recht kostspielig war. Wenigstens gab es kostenlos Tee und Kaffee an Bord.

Allerdings immer noch besser als der folgende Tag. Bis zum Nachmittag gab es nur Regen. Wir nutzen diese Zeit um unser Auto, unsere Nadia, eine neue WOF (Warrant of Fitness) und einen Ölwechsel zu verpassen und einen kurzen Imagefilm vom DOC (Department of Conservation) über die Gegend anzuschauen. Danach hellte der Himmel wieder auf und wir spazierten noch zwei Stunden einen kleinen Teil des normalerweise 4 Tage dauernden Keplers Track entlang. Wirklich eine kleine Märchenwelt und meine Mutter hätte ihre wahre Freude daran gehabt, sich für die nächsten 30 Jahre mit Moos für alle möglichen saisonalen Geschenkideen, Osterkörbe oder Krippenbeläge einzudecken und auszustechen.

Paradise – No Exit

Bevor die Arbeit beginnt und wir nach Christchurch ziehen, wollten wir die restlichen Tage nutzen, um uns den Rest der Südinsel anzuschauen. Was noch fehlte, war die Gegend um Queenstown, das Fjördland um Te Anau und Milford Sound, Invercargill und die Catlins. Für Stewart Island ist die Zeit leider zur kurz, das kommt dann irgendwann mal. Denn nun können wir ja hier bleiben! *ganzdollfreu*

Unser erster Stop war Arrowtown. Wir hatten von der Goldgräberstadt (B) gelesen und waren positiv überrascht. Obwohl ausschließlich der Tourismus herrscht, besitzt das Dorf mit seinem Wild-Western-Outfit richtig viel Scharm. Im New Orleans Hotel konnten wir lecker essen und günstig die Nacht verbringen. Das so hoch gelobte Kino ist zwar ganz witzig, aber mit $18 auch nicht billig. Der Film “Wolf of Wall Street” hat uns dennoch überrascht :). Seeehr viel nackte Haut.

Screen Shot 2014-03-19 at 1.56.00 pm

Nach einem Frühstück im Park des Chinese Settlement ging es weiter nach Kinloch (C). Ein durchgehend wolkenverhangener Himmel nahm uns etwas die Lust an der sonst so außergewöhnlich schönen Landschaft. Die Aussicht sollte sich aber kurz nach Queenstown in Richtung Glenorchy und Kinloch komplett ändern. So wollen wir das haben! Kaum Wolken. Bei dem kurzen Abstecher über die “Paradise Road” hatten wir etwas weniger Schotter und Staub erwartet, unser “Neuer” hat aber gut durchgehalten. Zur Übernachtung ging es in die YHA Kinloch, eine wirklich tolle Jugendherberge. Während der Happy Hour zwischen 5-6 pm haben wir nach einer kurzen Wanderung zwei Bierchen geschlürft und sind nach dem Abendessen in den Hot Pool mit Überblick auf dem Lake Wakatipu gehüpft. Einfach nur cool. Da sitzt man in 40 Grad warmen Wasser und blickt auf den wunderschönen See und den Bergen im Hintergrund. Scheiße, haben wir es gut….

Am Dienstag den 11.03. ging es dann weiter nach Te Anau. Wem Queenstown (E) etwas zu quirlig ist und mehr die Stille liebt, der ist in Glenorchy (D) oder eben Kinloch bestens aufgehoben. Nicht ohne vorher den berühmt berüchtigten Fergburger zu probieren. Ohne Zweifel der beste Burger, den wir jemals gegessen haben. Genauso und nicht anders muss er sein :) Nach kurzer erfolgloser Shoppingtour für den SSV ging es bei hellblauem Himmel weiter an dem Lake Wakatipu vorbei zu unserer Herberge zwischen Te Anau und Manapouri (F). Die geräumigen Hütten liegen auf einem Hügel und bieten einen 1A Panoramablick auf die Fiordland Berge und Seen. Für die nächsten vier Tage sollte das unser zu Hause sein.

Gute Neuigkeiten

Es gibt sehr gute Neuigkeiten. Wir haben einen Job gefunden!

Nachdem wir uns 3 Monate erfolglos auf der Nordinsel beworben haben, versuchten wir Mitte Januar unser Glück auf der Südinsel. Unsere Chancen sahen wir primär in der Region um Christchurch. Wegen den Erdbeben 2010 und 2011 sind dort 70,000 Menschen abgewandert. Entsprechend groß war unsere Hoffnung, dass dort Fachkräfte gesucht werden. Damit lagen wir anscheinend genau richtig.  Christchurch ist immer noch gezeichnet von vielen Baustellen und der Wohnungsmarkt ist angespannt. Aber die Aussicht auf eine Neugestaltung der Stadt mit der neusten Infrastruktur, Parks und Neubauten lässt viele Menschen positiv in die Zukunft blicken. Es kann jeden Tag nur besser werden.

Der Grund warum es in Auckland nicht geklappt hat, liegt darin, dass wir kein Arbeitsvisum vorweisen konnten. Uns wurde mehrmals gesagt, dass jemand zu sofort gesucht wird. Viele Arbeitgeber wollten nicht erst 4 Wochen warten bevor der Prozess mit Immigration abgeschlossen ist, obwohl die Qualifikationen sehr gut oder vielleicht sogar besser gepasst hätten. Nach über 100 Bewerbungen haben wir zwischenzeitlich oft an uns selbst gezweifelt. Die Mentalität ist eben anders als bei uns. In Christchurch bekam ich innerhalb von 4 Wochen nach zwei Gesprächen zwei Jobangebote. Eine Luxusentscheidung nach all dieser Zeit.

Wir sind nun seit 2 Monaten auf der Südinsel und finden diese sowieso viel schöner – die großen Weiten, die aufgeschlossenen Menschen, die Wandermöglichkeiten. Im Winter liegen die Skiresorts direkt vor der Haustür und im Sommer das Meer nur einen Steinwurf entfernt.

Ab April geht es los, das Arbeitsvisum ist in Bearbeitung und dann gibt es auch mal ein paar Infos über die Arbeitsmoral der Kiwis ;-)

Stolze Maori zeigen kalte Schulter

Die Maori sind die Ureinwohner Neuseelands und verloren, wie die US-Indianer, viele ihren territorialen Rechte nach der Machtübernahme durch die Engländer. Eigentlich autonom, gründeten die kleinen einzelnen Stämme 1850 die königliche Bewegung, um eine einzelne Vertretung gegenüber den Engländern zu besitzen. Das Amt verfügt über keine Rechte innerhalb der Neuseeländischen Verfassung, hat aber eine großer symbolische Bedeutung für die Maori.

Neuseeland erwartet im nächsten Monat hohen Besuch. Prinz William, Kate und Prinz George besuchen vom 7. – 16.04.2014 das entfernteste britische Commonwealth. Zu ihrem Besuch gehört natürlich auch ein „kurzer Abstecher“ zum Maori Königshaus. Zu kurz findet der amtierende König Tuheitia Paki und hat die „Audienz“ abgesagt. 90 Minuten seien nicht genug, um die Willkommenszeremonie und Bräuche der Maori durchzuführen. Geändert werden diese aber nicht aufgrund des königlichen Besuches.

Was macht die Prinzenfamilie nun mit der ganzen zusätzlichen Zeit? :)

Otago

Mit den beiden Weltenbummlern  (a.k.a. Marie, Herbert oder Schlund) haben wir ein paar schöne Tage in Geraldine verbracht. Nach 7 Wochen mit Zelt und Jeep durch Australien erkunden sie nun Neuseeland. Wir freuen uns immer über Gäste, insbesondere wenn wir sie nach so vielen Jahren wieder sehen.

Da sie noch ein paar Tage auf ihren Campervan warten mussten – jeder bereist um diese Zeit anscheinend Neuseeland – freuten wir uns einige Tage mit ihnen verbringen zu können. Zuerst ging es nochmal zum Lake Tekapo und in die Hot Pools. Damit hatten wir schon bei unserem ersten Besuch geliebäugelt. Drei Pools zwischen 36°C und 40°C lassen einen so richtig gut entspannen.

Diesmal war auch die Kirche zum guten Hirten geöffnet, sodass wir einen kleinen Blick hinein schauen konnten (auch ein guter Name für ein Gasthof). Natürlich ging es wieder auf den Berg mit der Sternwarte, um einen fantastischen Rundblick zu bekommen.

Für den nächsten Tag stand Dunedin auf dem Programm. Auf dem State Highway 1 ging es zunächst knappe 2 Stunden in südlicher Richtung zu den Moeraki Boulders. Eine Spielwiese am Strand, wo die Riesen von damals ihre Murmeln vergessen haben. Die kugelrunden Steine haben einen Durchmesser von bis zu 2,2m, wiegen mehrere Tonnen und sind bis zu 60 Millionen Jahre alt. Nach einem Strandspaziergang ging es weiter.

Warum mich dieses Land immer wieder positiv überrascht, erlebe ich an den ungewöhnlichsten Orten. Heute war es an einer Straßenbaustelle. Eine Straßenseite wurde neu asphaltiert und anstatt von einer unpersönlichen Ampelanlage angehalten zu werden, wird in Neuseeland der Verkehr fast ausschließlich noch „von Hand“ geregelt. Die von oben bis unten vollgestaubte gute Frau mit ihrem Stoppschild in der Hand kam freudig auf uns zu, fragte wie es uns ginge, entschuldigte sich wegen der Verzögerung und drückte jedem von uns einen Lolli in die Hand. Wir kamen aus dem Stauen überhaupt nicht mehr raus. Wo gibt es denn bitte so etwas!?! Einfach nur geil.

Dunedin wurde 1848 gegründet, bedeutet „Festung am Hügelhang“ und stellt die anglisierte Form des schottisch-gälischen Namens „Dùn Èideann“ für Edinburgh dar. Highlight bei der definitiv zu kurzen Stadtbesichtigung war die Schokoladenfabrik Cadbury. Wenn man sich nicht ganz dumm anstellt bei der Tour, geht man mit vielen kleinen Leckereien nach Hause :) Irgendwie muss man das Geld wieder reinbekommen. Uns hat Dunedin auf den ersten Blick sehr gefallen, vorallem die alten Gebäude wie der Bahnhof. Angeblich ist es nach der Sydney Oper in Australien, das meist fotografierte Gebäude in Australasien. Es wundert mich auch etwas, denn so viele Touristen kommen nunmal nicht ganz in den Süden von Neuseelands. Irgenwie bleibt man wohl eher an den größeren Städten kleben. Dennoch ein sehr schönes altes Backsteingebäude.

Time to say Goodbye

Nicht das ihr jetzt etwas Falsches denkt, wir bleiben natürlich in NZ. Aber heute werden wir unsere Freunde in Picton abliefern müssen. Sie verbringen die restlichen 10 Tage ihres Urlaubs auf der Nordinsel. So schnell vergeht die Zeit. Gerade noch am Flughafen abgeholt und schon wieder tschüss sagen müssen.

Wir haben viel gesehen: Christchurch und die Banks Peninsula (A), der wunderschöne türkisfarbene See Lake Pukaki und die weiten Ebenen des Mackenzie Country, die Regenwälder an der Westküste mit den beiden  Fox und Franz-Josef (D) Gletschern, die Pancake Rocks, die Golden Bay (F) im Norden der Südinsel und natürlich den beeindruckenden Abel Tasman National Park (G).

Screen Shot 2014-02-26 at 11.51.18 am

Unser schönster Trip von allen….

Zunächst von Nelson (H) nach Picton ging es dann wieder zurück nach Geraldine (I), vorbei an die Marlborough Sounds, die wir damals bei unser Überfahrt leider nicht genießen konnten, da wir nachts übergesetzt sind. Noch ein gemeinsames Abschiedsfoto und dann hieß es 600km gen Süden.

Anstatt über die SH 1, die wir bereits Mitte Januar gefahren sind, ging es nun über den SH 63 vorbei an endlosen Weinfeldern. In Murchison noch einmal volltanken, die nächsten 300 km gibt es vielleicht nichts mehr. Dann die SH 7 zwischen Gebirgskettenn, über den Lewis Pass an Hamner Springs vorbei Richtung Christchurch. Leider haben die zwei Urlauber die Sonne mitgenommen (es sei ihnen auch gegönnt), denn kurz nach Murchison fing es für eine ganze Zeit an zu nieseln. Aber auch dem Regen lassen sich schöne Bilder abgewinnen, wenn dann doch nochmal die Sonne rauskommt.

Nelson

Screen Shot 2014-02-24 at 4.22.39 pmHeute war wieder ein Tag ohne große Planung. So muss Urlaub auch sein, abwechselnde Unternehmungen und dann wieder schauen, was kommt. Nachdem wir die letzten waren, die aus dem Hostel ausgecheckt haben, sind wir zum Strand von Kaiteriteri gefahren. Er soll der schönste Strand von vielen sein, ist aber nicht besser oder schlechter als die anderen in der Tasman Bay. Ich bevorzuge lieber weniger Menschen.

Rabbit Island (B) dagegen schon eher. Die Insel westlich von Nelson ist bewaldet mit Kiefern, ausgestattet mit einigen Picknickplätzen und gesäumt von einem sehr feinen Sandstrand. Schwupps die Badehose an und rein ins Wasser. Nach einer aussreichenden Vimin D Syntesephase ging es weiter über Richmond nach Nelson. Nelson wurde 1841 gegründet und hat als Namensgeber den englischen Admiral Horatio Nelson. Die Stadt ist einerseits durch das Kunst- und Handwerk bekannt, andererseits durch seine Bierbrauereien und Weingüter. Mit 2400 Sonnenstunden im Jahr hat sie den Spitznamen „Sunny Nelson“ redlich verdient.

Nachdem wir das Wahrzeichen Nelsons, die Kathedrale, beschaut haben, ging es zum Abendessen in die, laut Lonely Planet, beste Pizzeria des, Achtung: Landes!!! Im Stefano’s gab es die größte Pizza, die ich je gesehen habe. 50cm Durchmesser. Wenn ich dagegen die normale Pizza unseres Dorfitalieners lege (20cm), dann ist das schon echter ein Witz. Die Atmosphäre, in einem alten Kino gelegen, passt natürlich ganz vollzüglich. Ich habe in Christchurch (The Brewery) und in Havelock North bei Hastings (Pipi’s) aber eine bessere Pizza gegessen, gut war Stefano´s aber dennoch.

Im bis jetzt besten Hostel haben wir die letzte Nacht unserer gemeinsamen Tour genächtigt. Einige Jugendliche hatten sich unter unserem Fenster zum reden versammelt, zumindest hat der Marihuana Qualm die Moskitos abgehalten und mich in einen schönen Schlaf fallen lassen.