Auckland ist einer der lebenswertesten Städte der Welt

Jährlich gibt es Firmen, die Berichte über die lebenswertesten Städte der Welt herausbringen. Drei Beispiele von Unternehmen sind die Economist Intelligence Unit (Liveability Ranking and Overview), Mercer (Quality of Living Survey) und Monocle (Most Livable Cities Index). Der EIU wird allerdings kritisiert, weil a) die Lebenshaltungskosten nicht hereingerechnet werden und b) die englische Sprache mit „lebenswert“ gleichgesetzt wird und somit zu anglozentrisch orientiert ist.

Untersucht werden z. B. Sicherheit, Bildung, Hygiene, Gesundheit, Kultur, Umwelt, Erholung, Klima, Toleranz, Öffentlicher Nahverkehr, Lebenshaltungskosten und noch andere Dinge.

Da ich leider nicht die Zeit habe, eigene Umfragen zu machen, habe ich einfach die Platzierungen von den Firmen Mercer (Liste von 2012) und Moncole (Liste von 2013) genommen und Durchschnittswerte gebildet. Herausgekommen ist Andreas´ Liste der lebenswertesten Städte weltweit :)

Platz 1: Wien (Österreich)
Platz 2: Zürich (Schweiz)
Platz 3: Kopenhagen (Dänemark)
Platz 4: München (Deutschland)
Platz 5: Auckland (Neuseeland)
Platz 6: Sydney (Australien)
Platz 7: Melbourne (Australien)
Platz 8: Vancouver (Kanada)
Platz 9: Düsseldorf (Deutschland)
Platz 10: Stockholm (Schweden)

Wenn ihr also nach einer neuen Stadt zum Leben sucht, dann schaut euch vorher die Listen der lebenswertesten Städte an.

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Kiwis arbeiten länger, produzieren aber weniger

Warum Produktivtät wichtig ist: „… nichts trägt mehr dazu bei die Armut zu bekämpfen, die Freizeit zu erhöhen und die Fähigkeit des Staates Ausbildung, Gesundheit, Umwelt und Kunst zu finanzieren.“ – Alan Blinder and William Baumol (1993).

Am Montag (23.09.2013) stand im NZ Herald ein Bericht über die Produktivität der Neuseeländer. Leider sieht der gar nicht gut aus. In einem Kommissionsbericht arbeiten sie im Durchschnitt 15% mehr, produzieren aber gleichzeitig 20% weniger als ihre OECD Kollegen pro gearbeitete Stunde. Im Vergleich zum direkten Nachbarn Australien (100%) liegt NZ nur bei ca. 68% Produktivität.

In Theorie sollten weniger produktive Volkswirtschaften aufholen evtl. sogar die Liste anführen, sobald neue Technologien, Kapital und Ideen ins Land kommen. Aber das ist in Neuseeland seit Jahrzehnten nicht der Fall gewesen. Seit 1980 ist das Niveau auf niedrigem Level und das Land macht keine anstalten aufzuholen. Die Gesamtsteigerung seit 30 Jahren beträgt nur knapp unter 2%.

Matakana Farmer´s Market und Puhoi

Matakana und PuhoiSchlechtes Wetter soll uns nicht daran hindern, etwas zu unternehmen. Und derzeit regnet es sehr viel. Doch da wir nun „mobil“ sind, haben wir uns am Wochenende nach Matakana (A) aufgemacht, 73km nördlich von Auckland. In dem verschlafenen Dörfchen gibt es einen netten kleinen Bauernmarkt. (geöffnet Samstags 8:00 – 13:00 Uhr)

Wir waren etwas überrascht als uns auf dem Motorway 1 eine Tollstation angezeigt wurde. Es wird allerdings auch eine kostenfreie Route über Orewa angeboten, welche zwar 4 km länger, aber dafür viel schöner ist, da sie an der Ostküste entlang führt und man dadurch tolle Aussichten hat.

Hier ein paar Eindrücke:

Der Bauernmarkt ist natürlich eine touristische Attraktion, welche sich gut herumgesprochen hat. Trotz vieler Touristen eine sehr schöne Sehenswürdigkeit. In der Gegend soll es auch herrliche Strände geben, die wir wegen dem doch etwas trüben Wetter (noch) nicht besucht haben.

Auf der Rückfahrt haben wir in einer alten böhmischen Siedlung (B) angehalten. Die Siedlung Puhoi wurde 1863 von Einwanderern aus dem damaligen Böhmen, der heutigen Tschechischen Republik, gegründet. Die Siedlung zählt heute zu den wenigen historischen Orten in Neuseeland, in denen Geschichte, Tradtion und Brauchtum der Siedler jener Tage noch aktiv gepflegt werden. Damals dauerte eine Überfahrt mit dem Schiff noch 3 – 5 Monate. Auf dem örtlichen Friedhof finden sich die Auswanderer und die Nachkommen mit ihren altdeutschen Namen wieder.

Nachtrag am 28.09.2013: Ein guter Hinweis kam von dem Egerlandmuseum. Der Egerländer Dialekt hat sich z. T. in Puhoi erhalten und wird dort offenbar bis heute noch gepflegt. (Link)

Wir haben ein Auto gefunden – endlich!

Nicht, dass wir die ersten 2 Wochen völlig aufgeschmissen waren, aber nun endlich ein eigenes Auto zu haben, ist schon etwas Feines. Unser „neuer Gebrauchter“ ist ein Mitsubishi Diamante von 2002, 156.000km auf der Uhr, 3497cc und hat mit 211 PS also einges an Power unter der Haube. Stark genug, um ein Caravan die neuseeländischen Hügel hinauf zu ziehen.

Nun stand der Wagen nicht direkt vor unser Haustür. In der Gegend gab es unter anderem das Auktionshaus Turners, von dem ich bereits berichtet habe. Dort waren wir drei mal, um uns potentiellen Wagen anzuschauen, um eine Auktion erstmal informativ mitzumachen und um dann ggf. mitzubieten. Hat leider nicht so ganz geklappt. Wir haben uns nicht so richtig getraut :/

IMG_0544Gestern haben wir uns dann ein Auto gemietet, um diverse Autohändler abzuklappern. Oh ja, Linksverkehr. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich mich relativ  schnell daran gewöhnt. Auch wenn ich beim Abbiegen den  Scheibenwischer trotz Sonnenschein ab und zu angemacht habe. Jeder weiß dann aber sofort bescheid und hält Abstand :)

Wir hatten ein Budget von circa 4000,- $ und nach vielem Hin und Her verließ uns so langsam der Mut. Ein Autohändler hatte uns den Mund süß gemacht mit einem Wagen, der unseren Vorstellungen entsprochen hätte, der aber noch geliefert werden sollte. Er würde sich bei uns melden. Nach dreimaligem Nachfragen, haben wir uns doch ziemlich verarscht gefühlt und einen Haken dran gemacht.

IMG_0551Aus lauter Frust sind wir dann zu dem tollen deutschen Bäcker gefahren, der in der Nähe seine Backstube hat und von dem alle deutschen Kiwis schwären. Unser Besuch wurde mit leckeren Brezeln und festem, saftigem und eben nicht fluffigem Brot belohnt. Gerade mal zwei Wochen in NZ und schon Sehnsucht nach den deutschen Backwaren. Einfach herrlich und sicherlich nicht unser letzter Besuch. Diehl´s Bäckerei liegt in einem unscheinbaren Hinterhof. Ingo Diehl ist schon 69 und wollte vor Jahren bereits aufhören zu backen. Die deutschen Kiwis in Auckland haben ihn aber nicht gelassen und so macht er munter weiter Schwarzbrot und vernünftige Brötchen. Dazu hat er sich Verstärkung aus Deutschland geholt.

….Jeder der da rauskommt hat auch erstmal direkt ein Brezel im Mund….wirklich amüsant….

IMG_0563Dann sind wir doch noch an einen vielversprechenden Autohof (U-Sell) vorbeigekommen, wo private Verkäufer ihr Auto abstellen und über einen Zwischenhändler anbieten können. Auch mit diesem Händler haben wir uns sehr gut verstanden, weil er mal für 2 Jahre in den Niederlanden und Deutschland unterwegs gewesen ist. Recht schnell viel unser Auge auf den Mitsubishi und wir haben den Deal klar gemacht. Noch schnell einen neuen TÜV machen lassen und wir hatten endlich ein gescheites Auto gekauft. Dies hoffen wir zumindest. Ganz sicher kann man sich beim Autokauf ja nie sein. Auf jeden Fall freuen wir uns über unseren tollen Flitzer!

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Nachtrag 05.10.2013: Wir hatten eine Umfrage gemacht, wie unser Wagen heißen soll. Es gab viele witzige Vorschläge. Entschieden haben wir uns dann aber doch für „Silberfarn“, die Nationalpflanze von Neuseeland.

America´s Cup – Go New Zealand!

In Deutschland eher unbekannt, in Neuseeland der Hit. Der America´s Cup.

Kurze Difinition á la Wikipedia: Der internationale America’s Cup – abgekürzt AC – ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta. Er ist ein Wanderpokal und hat seinen Ursprung in einer Regatta rund um die britische Insel Isle of Wight im Jahre 1851.

Vorgestern hätte Emirates Team New Zealand fast schon den Sieg einheimsen können, wegen zu starkem Wind wurde das Rennen allerdings abgeblasen. 9 Siege müssen erungen werden, NZ hat bis jetzt acht. Morgen stehen 2 weitere Läufe an, vielleicht wird es ja dann etwas und Neuseeland holt den Cup in 3 Jahren nach Hause. Da im halben Team Oracle (USA) sowieso nur Neuseeländer sind, gewinnt eh das Kiwi-Land.

Bei den Rennen geht es heiß her, wie man hier auf dem Video-Clip sieht:

Autokauf in Neuseeland

Der Autokauf hier ist so eine Sache für sich. Er unterscheidet sich etwas von unserem deutschen „System“.

Licence Plate: Das Autokennzeichen bleibt quasi ein Leben lang am gleichen Auto. Es sei denn, man lässt es neu registrieren. Wenn man das Autokennzeichen übernimmt, dann kann es sein, dass ausstehende Tickets oder Schulden auf den neuen Besitzer übertragen werden. Daher muss man überprüfen lassen, ob es offene Bußgelder gibt, oder ob das Auto beliehen ist. Das kann man online für $25 machen lassen. Beim Kauf von einem Händler sollte man darauf achten, dass der diese Überprüfung gemacht hat und es im Kaufvertrag festgehalten wurde, dass der Wagen frei von Tickets ist.

Car-History Report: Dieser Report prüft die ausstehende Finanzen (offene Tickets, etc), gemeldete Unfälle, ob es als gestohlen gemeldet ist, oder ob der km Stand stimmig ist bzw. zurückgedreht wurde.

Registration: Ein Auto, welches erstmalig in Neuseeland importiert wird, muss registriert werden. Es werden alle Fahrzeug- und Motorendaten erfasst. Die Erstregistrierung enthält das Ausstellen von neuen Nummernschildern und die Gebühr zur Nutzung der Straßen (Licencing). Man muss sein Auto alle 12 Monate neu registrieren lassen ($430 – $590 je nach Autotyp). Es ist auch möglich das Auto nur für 6 Monate registrieren zu lassen ($290 – $390). Das Ummelden eines Autos ist innerhalb von 5 Minuten gemacht und kostet $9. Da soll sich die deutsche KFZ Meldestelle mal eine Scheibe von abschneiden!

Licencing: Anstatt einer KFZ-Steuer gibt es hier die Vehicle Licencing fees. Diese kann für 3, 6 oder 12 Monate im voraus bezahlt werden und kostet $70, $140 oder $280. Das ist hilfreich für jemanden, der nur einige Monate in Neuseeland verbringen möchte.

Warranty of Fitness (WOF): Die TÜV-Untersuchung ist bei Autos < 6 Jahre alle 12 Monate fällig, bei älteren Autos alle 6 Monate. Kostet ungefährt $80. Man bekommt eine Plakette, die man vorn hinter die Scheibe klebt und auf der drauf steht, wann die nächste Untersuchung fällig ist. Dann gibt es noch die Certificate of Fitness (COF). Das ist eine spezielle Sicherheitsuntersuchung. Diese ist für große Fahrzeuge wie LKW, Wohnwagen, Busse aber auch für Taxen und Mietwagen nötig.

Road User Charge (RUC): Diese Gebühr ist für alle Diesel-Fahrzeuge Pflicht. Bei Benzin-Fahrzeugen ist eine gewisse Gebühr im Benzinpreis enthalten, wie bei uns die Steuer. Die RUC kostet für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen $53/1000 km.

Bei allen Käufen, vorallem bei Privatkäufen, sollte man eine sog. pre-purchase inspection machen lassen. Diese Vorinspektion, welche bei einer Probefahrt gemacht werden kann, prüft den Wagen (allerdings eher oberflächlich). Hier werden keine Teile auseinandergebaut. Hier wird lediglich geschaut, ob der Wagen durch die nächste TÜV-inspektion kommen würde. Für ca. $150 nicht ganz billig, beruhigt allerdings etwas.

Um ein Auto zu erwerben gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten:
Privatkauf: Die nationale Internet-Plattform für alles heißt hier TradeMe, ebay hat es nach NZ nicht geschafft :). Man sieht auch oft Autos an der Straße oder vor Einfahrten stehen, die zum Verkauf angeboten werden. Oder eben die herkömmliche Zeitungsannonce. Wichtig ist die oben erwähnte Überprüfung der ausstehenden Tickets. Sonst kann es teuer werden. Von Autos sollte man natürlich etwas verstehen und handeln können ist sowieso nie verkehrt.

Händler: Überall gibt es dutzende von Autohäusern, kleine und große. An der Great-South-Road in Auckland tummeln sich besonders viele. Natürlich kann man dort auch an schwarze Schafe geraten, evtl. kann man über das Internet eine Bewertung herausfinden. TradeMe bietet sowas an, falls der Händler dort registriert ist. Einige Händler bieten „Mechanical Breakdown Insurance“ an. Diese Garantie kann zwischen 1 und 3 Jahren liegen und diverse Sachen abdecken. Diese Leistungen sollte man sich anschauen, bevor man eine Garantie kauft. (Reparaturleistungen, Ersatzwagen, Übernachtung, Rücktransport, etc.) Die AA (Automobile Association) bietet auch eine Garantie an.

Auktion: In Auckland – Ellerslie gibt es eine Carfair (jeden Sonntag von 9 – 12), wo sich private An- und Verkäufer treffen. Direkt auf dem Platz ist auch eine Pre-Purchase Inspektion und ein „no-money owing check“. Hier wird man sich auch schneller einig als bei einer „richtigen“ Auktion. Richtig habe ich in “ gesetzt, denn:

CIMG5507 5Das größte gewerbliche Auktionshaus, soweit ich erkennen konnte, ist Turners. Hier ist es sehr interessant :) Erstens versteht man nur die Hälfte (wenn überhaupt), da der Auktionator für nicht nativ speaker einfach unglaublich schnell und undeutlich spricht. Das aktuelle Gebot wird zum Glück immer auch noch an einem Monitor angezeigt. Zweitens steigt man erst nach einiger Zeit durch das System durch. Der Auktionator fängt bei einem etwas höher geschätzten Preis an, geht aber schnell unter die „Reserve“ heran. Das ist quasi der Preis, den der Verkäufer mindestens erzielen möchte. Wenn jmd. einsteigt, geht es in 50 bis 200er Schritten wieder nach oben. Sollte der Preis weit über dem Mindestwert liegen, geht das Auto direkt in den Verkauf und der Höchstbietende „gewinnt“. Liegt der Preis in etwa auf der Höhe des Mindestwertes, bekommt zwar der Meistbietende den Zuschlag, muss aber noch auf das OK von dem Verkäufer warten. Hier wird oft noch nachgehandelt, der Preis steigt demnach nochmal um einige hundert $ oder der Verkauf kommt nicht zustande. Dann war die ganze Arbeit für Bieter und Auktionator umsonst und der Wagen geht nächste Woche wieder in den Verkauf. Ich hatte von einer Auktion erwartet, dass der Höchstbietende das Auto direkt bekommt und nicht erst noch das OK vom Verkäufer einholen muss. Dafür ist ja eigentlich der Mindestpreis da.

Insurance: Versichung ist keine Pflicht, sollte man aber abschließen.

Noch ein paar Zahlen & Fakten:

Die meisten Importwagen kommen aus Japan.

Die Instandhaltungskosten der Straßen und Projekte belaufen sich jährlich auf $5,67 Millionen NZ$. (Info NZTA).

Santa Claus kommt doch vom Südpol

Warum ich das weiß? Weil er hier auf der Südhalbkugel jetzt mitte September schon anfängt die Schokonikoläuse zu verteilen. Aber wie soll er auch sonst bis Weihnachten alle Läden beliefern? Und jetzt weiß ich auch, wer eigentlich die Zeitverschiebung wirklich erfunden hat! Selbst Santa kann nicht zur gleichen Zeit an allen Orten der Welt sein. Beeilen muss er sich dennoch :)

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Deep Creek Brewing Co.

Unser erstes neuseeländisches Bier (Monteith´s Golden) hatten wir bereits bei der Abschiedsparty in Salzbergen genießen dürfen. Nun ging es daran, die Brau- und Kneipenkultur genauer unter die Lupe zu nehmen. Es ging in die Deep Creek Bar nach Browns Bay. Brechend voll, aber gleich sehr symphatisch.

IMG_0526 (1)Zur Auswahl standen nur hausgebraute Biere:

  • 309: New Zealand Pale Ale, 5,0%. Mit Kiefer- und Zitronennote, untermalt mit tropischen Fruchtgeschmack.
  • pontoon in a monsoon: India Pale Ale, 6,9%. Toffee/Karamellaroma mit Unterton von Madarinen.
  • basilica: Vanille Schokolade Schwarzbier, 6,1%. Schokoladen und Kaffeearoma, vervollständigt mit einem Hauch Vanille
  • the dusty gringo: Brown Ale, 6,8%. Schokoladen und milde Kaffeenote, gemischt mit Zitronengrasaromen
  • the leprechaun´s belle: Irish Celtic Red Ale, 4,6%. Geschmeidiges rauchiges Aroma gemischt mit Malz, verflochten mit einem fein herben Aroma.
  • little armoured one: American Amber Ale, 5,7%. Rauchiges Karamellmalz, vervollständigt mit feinem Zitrus-Hopfen.

Ich fange generell von oben an, wenn ich etwas nicht kenne bzw. früher oder später alle einmal probieren will. Heute wurden also das ‚309‘ und das ‚pontoon in a monsoon‘ probiert. Die Preise sind so wie alles andere hier um einiges teuerer. $8,50 für ein 0,33 Bierchen (ca. €5,10).

Gegessen haben wir auch noch etwas. Das mir mein Black Angus Steak (medium) mit Pommen und Beilage geschmeckt hat, kann man sehen:

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Wie in einer „englischen Kolonie“ üblich, gibt es die Biere ohne Schaum, mit Oberflächenspannung randvoll gemacht. Die sechs Braukessel stehen direkt in der Bar, was auch nochmal einen besonderen Duft hervorruft. Eine sehr schöne Bar, rauchfrei (wie überall), angenehme Atmosphäre mit guter Livemusik. Perfekt, um das Wochenende einzuleiten.

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Wohnungssuche in Auckland

… sehr interessant. Andere Länder, andere Sitten eben. :)

DSC03506 25Da wir bei unseren Bekannten leider nicht ewig bleiben können, waren wir die letzten drei Tage unterwegs und haben uns Zimmer angeschaut. Aufgrund der hohen Mieten in Auckland, ist es übrlich einzelne Zimmer zu vermieten. Hier gibt es wenige Hochhäuser und somit Wohnungen, so wie bei uns in D., sondern jeder hat sein eigenes kleines Häuschen. Dies gehört zur Kiwi-Mentalität. Jeder möchte sein eigenes Reich haben, sei es auch noch so klein.

Wir wussten bereits, dass der Hausbau der Kiwis nicht so „solide“ ist wie vergleichweise in Deutschland, sondern dieser sehr stark dem Häuserbau in den USA ähnelt. Es gibt, soweit ich das sehen konnte, zwei Typen von Häusern: a) aus Holz und b) aus Stein mit Holz. Aber beide haben etwas gemeinsam: Keine Isolierung.  Unter dem Haus, in dem wir zur Zeit wohnen, ist angeblich eine Isolierung angebracht. Was zu sehen ist, ist eine dünne Plane, ähnlich wie die Rettungsdecken im Erstehilfekoffer. Diese ist wellenförmig angebracht, so dass die Kälte ohne Probleme durchdringen kann, denn danach kommt bereits der Boden. Es scheint, dass die Neuseeländer darauf einfach keinen Wert legen. Ist für uns Sparfüchse und Superisolierer schwierig nachzuvollziehen, aber hier ist eben einiges anders.

Die Steinhäuser sind zwar deutlich solider, aber das Dach besteht ebenfalls nur aus  Spanplatten und Ziegel. Fenster sind bei beiden Häusertypen nur einfach verglast. Zweifachverglasung ist inwzischen jedoch bei Neubauten vorgeschrieben. Es zeichnet sich ein Umdenken ab, dass Energie kostbar ist.

In Neuseeland wird vieles pro Woche gezahlt, auch die Miete. Wenn man also auf Wohnungssuche geht und man bekommt gesagt, dass das Zimmer $ 300 kostet, dann sind das 1200$ pro Monat. Für ein Zimmer wohl gemerkt!! Das ist, wie bereits erwähnt auch der Grund, warum hier viele Home- bzw. Flatsharing machen. Ebenfalls ist das der Grund dafür, warum sich Auckland immer weiter ausbreitet, da es am Standrand günstiger ist. Auckland gehört flächenmäßig zu einer der größten Städte der Welt. Die Stadt wächst jede Stunde um vier Einwohner. Es gibt nur im Zentrum einige wenige Hochhäuser. Direkt außerhalb des CBD (Central Business District) fangen die Einfamilienhäuser bereits an. Hier gibt es eine Übersicht der Mieten in den Gebieten.

Wie man am Beitragsbild sehen kann sind einige Kiwis sehr kreativ, wenn es um ihre Briefkästen geht.

DSC03513 4Da wir aktuell noch kein Auto haben, fahren wir, wie viele andere auch, mit dem Bus. Obwohl in vielen Foren über den ÖPNV geschimpft wird, finde ich ihn eigentlich sehr gut. Man muss sich mal die Fläche anschauen, die hier bedient werden muss. Mithilfe von  Google Maps oder der AT App finden wir sehr schnell unsere Busverbindungen.

Wenn man mit Bussen unterwegs ist, muss man wissen, dass man dem Busfahrer ein Signal (per Handzeichen) geben muss, damit er anhält. Sonst fährt der stumpf an einen vorbei. Lernt man aber auch sehr schnell ;).

Und noch eine Anmerkung. Wenn man den Bus verlässt, bedankt man sich beim Busfahrer, auch wenn man hinten aussteigt. Einfach durch den Bus rufen. Da hört man dann hin und wieder ein „Thank you brother“. Das hat doch was….

Unser erstes Kiwi-Weekend am Strand

Beach in Orewa-Auckland 18Und schon ist das erste Wochenende auch schon wieder vorbei. Obwohl es natürlich schön ist, dass wir wegen der Zeitverschiebung 10 Stunden jünger geworden sind, so blöd ist es, dass man 2 Tage durch den Transit verliert. Also immer schön nach Osten fliegen, das hält jung ;)

Wir haben uns wie Zombies durch den ersten Samstag geschlagen, um den Jet-leg möglichst schnell zu überwinden. Wir waren unter anderem auch am Strand, weil wir das Meer gern sehen wollten und die frische Luft uns aufgemuntern sollte, was auch funktioniert hat. Am Sonntag ging es schon etwas besser und wir haben einen langen Spaziergang am Strand gemacht.  Das Wetter (hier ist ja derzeit Frühling) ist noch recht kalt, was einige Kiwis natürlich nicht davon abhält, sich mit T-Shirt und kurzer Hose nach draußen zu wagen. Wir waren im Lagenlook unterwegs und haben uns geärgert, dass wir unsere Winterjacken nicht dabei hatten.  Bei den Kiwis gilt, sobald die ersten Sonnenstrahlen kommen: Sommerkleidung. Am Strand konnten wir „Rusty“, das ist der  Hund unserer Gastfamilie, frei laufen lassen. Im Sand wälzend, freute er sich des Lebens.

Es tut mir leid, dass ich direkt am Anfang etwas lustiges über die Kiwis loswerden muss: Um uns etwas aufzuwärmen gingen wir in ein Cafe am Strand und bestellten uns einen Kaffee und zwei mal heiße Schokolade. Jedes Getränk $4,50. Während die Kassiererin die Formel (3 x $ 4,5) in den Taschenrechner tippte, legte ich ihr schonmal $15 hin. Jetzt wurde es aber schwierig. Ich konnte sie richtig denken „hören“:  „… was muss ich denn nun rausgeben? Ich tippe es lieber in den Taschenrechner ein…“ Gedacht, getan: $ 15 – $ 13,5. Ja genau, $1,50!

Mir wurde dann berichtet, dass das kein Einzelfall ist, und dass das Zahlenverständnis einiger Neuseeänder nicht so gut ist. Womit wir bei dem neuseeländischen Schulsystem wären, welches viele Vorteile hat, jedoch auch Nachteile mit sich bringt, über die wir sicherlich im weiteren Verlauf werden berichten können. Im Allgemeinen muss man jedoch sagen, dass es in Neusseland viele Ungelernte gibt, die sich mit Aushilfsjobs über Wasser halten müssen bzw. die direkt soziale Unterstützung vom Staat anfordern müssen. Daher ist der Bedarf nach Fachkräften so enorm groß. Wir wollen hier kein schlechtes Bild von den Neuseeländern abgeben, aber es wird deutlich, dass es auch hier, genau wie in vielen anderen Ländern auch, Probleme gibt.

Das ist unser derzeitiger Blick aus dem Fenster. Ohne Worte……

Haus von Michaela und Rafael