Tag der Tage (D-Day)

Abflug nach Neuseeland 16Heute ist es nun so weit. Endlich. Die einjährige Vorbereitung und die Strapazen der letzten Monate wie ausräumen, umräumen, umziehen, einlagern, Pakete packen, verabschieden (was natürlich schön war, dennoch Zeit gekostet hat), Hochzeit planen & feiern (2x) hat nun ein Ende.

Jetzt sitzen wir am Amsterdamer Flughafen, trinken unsere heiße Schokolade im wohl temperierten airport und freuen uns, dass die Geschwister & Schwägerinnen doch noch zu einer Überraschungsverabschiedung gekommen sind (siehe Foto).

Eigentlich können wir es noch immer nicht so richtig glauben, dass bald ein wirklich großer Lebensabschnitt für uns  anfängt. Heißt es doch im Lied der Niedesachsen: „… sturmfest und erdverwachsen“. Aber da sind wir zumindest im Moment etwas anders gestrickt.

Abflug nach Neuseeland 214 Stunden zuvor, um 05:30 klingelte zum letzten Mal nach MEZ der Wecker. Es waren noch einige Pakete zu verpacken und kurzfristige Erledigungen zu machen. Seit gestern haben wir in unserem Perso „keine Hauptwohnung in Deutschland“ stehen. Schon ein komisches Gefühl, ein bisschen wie im Film „Terminal“ mit Tom Hanks.

Eine Stunde vor Abfahrt war dann alles fertig. Just in time. Das wiegen der Pakete war echt eine Herausforderung. Auf einer kleinen Personenwaage mussten Kartons mit den Abmaßen 120x60x60 cm mit 30 kg balanciert werden. Gar nicht so einfach. Und nach drei Versuchen hat man dann natürlich auf drei unterschiedliche Gewichte. Übergewicht und Übermaße können aber teuer werden, so dass wir penibel darauf geachtet haben und immer wieder neu verpacken mussten. Mal schauen, ob die Rechnung in ein paar Wochen aufgeht.

Wegen einer zwischenzeitlichen Namensänderung musste Kathis Ticket umgeschrieben werden. Das hat damals auch erstaunlich gut geklappt, sorgte aber vor Abflug für einige Komplikationen. Es sah nämlich zunächst danach aussah, dass wir nicht im Flieger zusammen sitzen konnten. Von Amsterdam nach Paris wäre es kein Problem gewesen, aber während des langen Fluges nach Hong Kong wäre es schon sehr blöd gewesen. Zumal wir für mehr Beinfreiheit etwas draufgezahlt haben (exit seats). Mit einem Upgrade wären wir natürlich auch einverstanden gewesen:)

Wir hatten in Paris eine gute Stunde bis zum Weiterflug nach Hong Kong. Zu klären war allerdings noch immer das Sitzplatzproblem. Ich bin also zu einem Customer-Service Schalter hin, um die Sache zu klären. Sie hatte daraufhin die Buchungsabteilung der Air France angerufen und sagte mir, dass nur für einen Exit-Platz die zusäztliche Gebühr bezahlt wurde und nicht für beide Plätze. Im Zuge der Namensänderung ging somit ein Teil unserer ersten Reservierung verloren. Ich sollte nachweisen, dass wir beiden Sonderplätze bezahlt haben. Da ich nur das Ticket und nicht die Rechnung dabei hatte, musste ich mir etwas einfallen lassen. Schnell an einen Internet terminal gehockt, ein Foto von der email-Rechnung gemacht und wieder zum Schalter hin. Ohne Probleme wurde dann der Sitzplatz geändert. Aber ich war schon enttäuscht, dass Air France die Rechnung nicht einmal selbst sehen konnten und der festen Meinung waren, dass wir nur für einen Platz bezahlt hätten. Dann begann auch schon das Boarding und weiter gings nach Hong Kong.

Air France ist nach meiner Meinung eine durchschnittliche Airline (gemessen am Service). Spitzenmäßig natürlich im Vergleich zu Ryanair. Es wurde aber während des Fluges wenig Getränke angeboten, man konnte sich selber etwas in den Zwischengängen holen. Blöd für die Passagiere, die in der Mitte oder am Fenster saßen. Die Sitzplätze fanden wir sogar für uns schon recht eng. Das Medienangebot war gut. 40 Filme standen insgesamt zur Auswahl, zu sehen an einem eher mittelmäßigen Bildschirm.

Abflug nach Neuseeland 48Nach 9600km sind wir in Hong Kong angekommen. Dort hatten wir etwas mehr Zeit. Da wir mit Air NewZealand (Star Alliance) weitergeflogen sind, mussten wir uns erst neue Boarding Pässe besorgen. Ging ohne Probleme, auch hier saßen wir wieder zusammen. Witzig war, dass die Chinesen am Flughafen mit Thermoscannern jeden Passagiert auf erhöhte Temperatur gescannt haben, der irgendwie auffällig war. Insbesondere ältere Passagiere waren im Fokus.  Jeder Flughafenmitarbeiter hatte einen Mundschutz auf. Für uns Europäer wirklich ein sehr befremdliches Bild. Der Flughafen selbst war sehr sauber. Auch die sanitäre Anlagen. Fast schon steril. Hong Kong ist eine riesige Stadt und ich habe kein Ende sehen können. Wirklich sehr beeindruckend von oben.

Abflug nach Neuseeland 41Mit Air NewZealand haben wir wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Sitze waren breiter und bequemer, ausreichend Beinfreiheit, alle 15 Minuten kam jemand vorbei, um uns Getränke anzubieten.  Die Filme waren fast die selben wie bei AF, aber auf einem deutlich besseren Bildschirm zu sehen. Von meinen Büchern bzw. von meinen aufs Tablet gezogenen Filme musste ich daher keinen gebrauch machen.

Und auch hier ging der Flug nach knapp 10600km gut zu Ende. Man hat schon im Flieger gemerkt, dass dort eine andere Stimmung herschte, die Flugbegleiter waren viel besser drauf, ebenso einige Passagiere, nicht hecktisch und ganz relext :) So kann es weitergehen.

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3 Kommentare zu “Tag der Tage (D-Day)

  1. Alle Gute für Eure gemeinsame Zukunft, egal wo Ihr Euch gemeinsam aufhaltet. Mögen sich Eure Träume erfüllen in Neuseeland oder wo auch immer. Bleibt gesund an Leib und Seele!
    Grüße aus Bangkok / Burghausen / Walsrode
    Robert

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