Time to say Goodbye

Nicht das ihr jetzt etwas Falsches denkt, wir bleiben natürlich in NZ. Aber heute werden wir unsere Freunde in Picton abliefern müssen. Sie verbringen die restlichen 10 Tage ihres Urlaubs auf der Nordinsel. So schnell vergeht die Zeit. Gerade noch am Flughafen abgeholt und schon wieder tschüss sagen müssen.

Wir haben viel gesehen: Christchurch und die Banks Peninsula (A), der wunderschöne türkisfarbene See Lake Pukaki und die weiten Ebenen des Mackenzie Country, die Regenwälder an der Westküste mit den beiden  Fox und Franz-Josef (D) Gletschern, die Pancake Rocks, die Golden Bay (F) im Norden der Südinsel und natürlich den beeindruckenden Abel Tasman National Park (G).

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Unser schönster Trip von allen….

Zunächst von Nelson (H) nach Picton ging es dann wieder zurück nach Geraldine (I), vorbei an die Marlborough Sounds, die wir damals bei unser Überfahrt leider nicht genießen konnten, da wir nachts übergesetzt sind. Noch ein gemeinsames Abschiedsfoto und dann hieß es 600km gen Süden.

Anstatt über die SH 1, die wir bereits Mitte Januar gefahren sind, ging es nun über den SH 63 vorbei an endlosen Weinfeldern. In Murchison noch einmal volltanken, die nächsten 300 km gibt es vielleicht nichts mehr. Dann die SH 7 zwischen Gebirgskettenn, über den Lewis Pass an Hamner Springs vorbei Richtung Christchurch. Leider haben die zwei Urlauber die Sonne mitgenommen (es sei ihnen auch gegönnt), denn kurz nach Murchison fing es für eine ganze Zeit an zu nieseln. Aber auch dem Regen lassen sich schöne Bilder abgewinnen, wenn dann doch nochmal die Sonne rauskommt.

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Nelson

Screen Shot 2014-02-24 at 4.22.39 pmHeute war wieder ein Tag ohne große Planung. So muss Urlaub auch sein, abwechselnde Unternehmungen und dann wieder schauen, was kommt. Nachdem wir die letzten waren, die aus dem Hostel ausgecheckt haben, sind wir zum Strand von Kaiteriteri gefahren. Er soll der schönste Strand von vielen sein, ist aber nicht besser oder schlechter als die anderen in der Tasman Bay. Ich bevorzuge lieber weniger Menschen.

Rabbit Island (B) dagegen schon eher. Die Insel westlich von Nelson ist bewaldet mit Kiefern, ausgestattet mit einigen Picknickplätzen und gesäumt von einem sehr feinen Sandstrand. Schwupps die Badehose an und rein ins Wasser. Nach einer aussreichenden Vimin D Syntesephase ging es weiter über Richmond nach Nelson. Nelson wurde 1841 gegründet und hat als Namensgeber den englischen Admiral Horatio Nelson. Die Stadt ist einerseits durch das Kunst- und Handwerk bekannt, andererseits durch seine Bierbrauereien und Weingüter. Mit 2400 Sonnenstunden im Jahr hat sie den Spitznamen „Sunny Nelson“ redlich verdient.

Nachdem wir das Wahrzeichen Nelsons, die Kathedrale, beschaut haben, ging es zum Abendessen in die, laut Lonely Planet, beste Pizzeria des, Achtung: Landes!!! Im Stefano’s gab es die größte Pizza, die ich je gesehen habe. 50cm Durchmesser. Wenn ich dagegen die normale Pizza unseres Dorfitalieners lege (20cm), dann ist das schon echter ein Witz. Die Atmosphäre, in einem alten Kino gelegen, passt natürlich ganz vollzüglich. Ich habe in Christchurch (The Brewery) und in Havelock North bei Hastings (Pipi’s) aber eine bessere Pizza gegessen, gut war Stefano´s aber dennoch.

Im bis jetzt besten Hostel haben wir die letzte Nacht unserer gemeinsamen Tour genächtigt. Einige Jugendliche hatten sich unter unserem Fenster zum reden versammelt, zumindest hat der Marihuana Qualm die Moskitos abgehalten und mich in einen schönen Schlaf fallen lassen.

Slice of Paradise

So lautete der Name der Tagestour im Abel Tasman National Park. Hört sich ja schonmal richtig toll an. Der Park ist nach dem ersten Europäer benannt, der Neuseeland entdeckt hat. Er ist zu einigen Teilen Privatgelände und die Besitzer haben sich dafür ausgesprochen keine Straßen durch den Park bzw. ihren Anteil zu bauen. Die ganzen Strände und die Küstenwanderwege lassen sich daher nur per Boot erreichen, mit den sog. Water Taxis.

Eine Attraktion für sich, denn man wird an der Hauptstation in verschiedene Boote aufgeteilt, schnallt sich Schwimmwesten um den Hals und wird dann erstmal samt Boot mit einem Traktor durch die Ortschaft kutschiert. Man kommt sich schon etwas bescheuert vor, Gattung Tourist eben. Rückwärts wird das Taxi die Wasserrampe runtergefahren und los geht’s.

Gebucht hatten wir das Maxipaket. Wir sind also von Marahau bis hoch nach Totaranui hochgefahren. Unterwegs hielten wir an diversen Sehenswürdigkeiten an und bekamen von unserem Skipper Eric interessante Infos über den Park, Flora, Fauna und nennenswerte Personen.

Nachdem wir alle Bays mit dem Taxi abgeklappert haben, stiegen wir in der Bark Bay aus, um dann an dem Torrent Bay und den Cleopatra Pools vorbei nach Anchorage zu wandern. Dieser 3,5 Std. Hike ist Teil des Abel Tasman Great Walk, welcher normalerweise 3 Tage dauert. Leider blieb uns nur Zeit für die schnelle Version.

Das Wasser war so schön türkis, dass wir eigentlich gar nicht losgehen, sondern einfach am Strand bleiben wollten. Das Wetter war abermals traumhaft. Leider hatten wir nur wenig Zeit, um die Strecke zu schaffen, da wir um 4 Uhr wieder abgeholt wurden. Nach einem anstrengenden Aufstieg ging es danach gemächlich weiter. Wir haben einige Male inne gehalten, um die atemberaubende Aussicht zwischen den Manuka- und Kanukabäumen auf das schillernde Wasser zu fotografieren.

Trotz Ebbe und einer dadurch möglichen Abkürzung haben wir uns für den längeren Weg entschieden und  machten einen kurzen Abstecher zu den Cleopatra Pools. Hier hat sich im Laufe der Jahrtausende eine kleine natürliche Wasserrutsche gebildet, die für aufregende Rutschpartien sorgt. Auch dafür blieb uns leider keine Zeit.

Schnell zurück zum Track, schafften wir es noch die geschundenen Füße  für zehn Minuten ins kühle Nass der Tasman Bay zu halten, bevor wir dann abgeholt wurden und es nach Marahau zurück ging, wo bereits der Trecker im Wasser auf uns wartete, uns an Land zog und zurückbrachte. Auch eine gute Alternative ist die Buchten mit dem Kajak abzufahren. Dann kommt man an wirklich verlassene Abschnitte und Strände, ganz für sich alleine.

Den schönen Tag ließen wie mir einem BBQ und einigen Gläschen Wein an der Jugendherberge ausklingen. So hab ich mir das Stückchen vom Paradies vorgestellt.

Endloser Strand

Screen Shot 2014-02-21 at 10.31.01 pmGibt’s nicht? Gibt’s doch! Und zwar heißt es Farewell Spit (B) und ist ganz im Nordwesten der Südinsel. Da wollten wir unbedingt hin. Auf dem Weg dahin gibt es nicht viel, bis auf einige freie, saubere Unterkünfte, die wir gern gestern schon gefunden hätten.

Zu Beginn des Strandes gibt es ein schönes Café mit einem tollen Ausblick auf das Mees. Die  älteren Mitglieder der Gesellschaft genießen lieber den Blick bei einem Tässchen Tee oder Kaffee. Alle anderen wandern an der Küste entlang. Bei Ebbe sind es einige Meter bis das Wasser anfängt. Wir liefen circa eine halbe Stunde bis auf der linken Seite irgendwann die Dünen anfangen. In Erwartung einer kleiner Dünenlandschaft a lá Nordsee entpuppten sich die Dünen als eine reine Wüstenlandschaft.

Wir waren völlig überrascht und machten uns im heißen Sand auf zur anderen Seite des Spit.  Zeit für ein Outfit Wechsel. Schwimmen in der Abel Tasman See: „Check“. Alle anderen Vorhaben an diesem Tag wurden ersatzlos gestrichen. Baden, sonnen, relaxen stand nun auf dem Programm.

Nach einem Eiskaffee bzw. -schokoloade in dem bereits erwähnten Cafe machten wir uns auf dem Weg nach Marahau (C), unserem nächsten Stopp.

Der Abend ging entspannt mit Fish’N’Chips zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten Tag.

Auf zur Golden Bay

Screen Shot 2014-02-21 at 10.17.01 pmAbgesehen von zwei mit Kohle beladenen Güterzügen die mitten in der Nacht in nur 10m Entfernung an unserem Hotelzimmer vorbeidonnerten, haben wir entspannt geschlafen. In einer der letzten Regionen von Neuseelands wird hier nämlich noch Kohle abgebaut.

Wegen des Marathons in Westport haben wir nur noch außerhalb eine Übernachtung gefunden. Kurz nachdem wir uns schon gefreut hatten nicht irgendwo an einer Straßensperre stehen zu müssen, waren wir doch gezwungen, hinter der Ortsgrenze noch für gute 30 Minuten auf die Läufer zu warten. Der schottische Musikverein und einige Schaulustige feuerten die Läufer die letzten Kilometern kräftig an. Nachdem die Straße wieder freigeben wurde, konnten wir unsere Fahrt in den Norden der Südinsel fortsetzen.

Kurz vor Murchison haben wir die längste Swingbridge in NZ mit 110m überquert. Sogar ich mit meiner sub-optimalen Höhenfestigkeit. Aber es ging. Das Tal war 1929 Epizentrum eines Erdbebens und der Boden hatte sich in der „White-Creek-Faultline“ um 4,5m verschoben. Da staunt man sicherlich ganz schön, wenn plötzlich eine Wand aus dem Boden aufsteigt.

Auf der Strecke durchquerten wir viele Berge, Täler und Ebenen. Wie schon auf unser ersten Tour durch den Osten der Nordinsel, gab es hinter jedem Berg etwas Neues zu entdecken. Wir haben immer wieder kleine Hinweisschilder gesehen, auf denen verschiedene Obstsorten aufgeführt waren und diese natürlich auch verkauft wurden, wahrscheinlich aus dem eigenen Garten. Irgendwann konnten wir nicht anders und haben uns Pflaumen, Blaubeeren und mehrere selbstgemachte Marmeladen gekauft. Einfach yummy.

Wir wollten möglichst weit zum Farewell Spit und der Golden Bay hoch fahren und haben dann vom BBH das Ökö-Hostel Shambhala gefunden. Der erste Eindruck war gut und wir dachten schon „… Schade, dass wir nur eine Nacht hier sind.“ Bis wir unsere Wohnwagenkabinen gesehen haben. Es half alles nichts, es war spät abends, wir hatten Hunger und waren weit ab vom Schuss, um nach einer neuen Bleibe zu suchen. Nach einem ausgiebigen Borrito-Abendessen und einer kurzen Strandwanderung haben wir uns entschlossen neben dem noch akzebtablen Wohnwagen ein Zelt aufzubauen. Dieser stand auf einer Anhöhe im Freien und wir hatten einen direkten Blick aufs Mees. Der andere Wohnwagen stand mitten im Wald und war somit eine willkommene Bleibe für Spinnen und Käfer. Es sich darin gemütlich zu machen, fiel schwer. Da war das eigene Zelt dann doch die bessere Wahl. Somit hat das eine Paar in dem Wohnwagen geschlafen und das andere Paar im Vorgarten in einem Zelt. Bezahlen mussten wir dennoch für beide. Sehr ärgerlich. Der Besitzer kassiert das Geld auch direkt in Bar. Jetzt wissen wir auch warum.

Obwohl die anderen Wohnungseinheiten wohl besser sind, auf die Ökotoilette mit Holzstreu anstatt Wasser mussten theoretisch alle; wir haben uns möglichst zurückgehalten. Da geht man doch lieber fix ins Gebüsch.

Egal, da mussten wir durch und an anderen morgen sah die Welt auch schon wieder ganz anders aus…..

Pancake Rocks

Screen Shot 2014-02-19 at 10.05.09 pmHeute Nacht hatten wir das erste Mal den Wecker gestellt, um uns gemeinsam die Sterne anzugucken. Es war erneut atemberaubend schön! So viele Sterne sieht man in Deutschland leider nicht. Morgens gab es dann ein herrliches Frühstück mit Rührei, Müsli, frischem Obst und echtem deutschen(!) Vollkornbrot. Gestärkt ging die Reise los in Richtung Norden, immer der Küste entlang.

Das Wetter war morgens bereits recht gut und bei unserem ersten Kaffeestopp brannte die Sonne sogar richtig.  Es ging 300km gen Norden nach Westport.

In Ross (B) haben wir zuerst angehalten und wollten ein Replika des größten gefundenen Goldnugget mit 2,7 kg anschauen. Vor dem wohl einzigen Gasthaus des Ortes hielt ein chinesischer Reisebus und lud eine ganze Horde seiner Landsleute ab. Schnell weiter…

In Hokitika (C) habe ich mehrfach versucht, meine Mitstreiter zu einer Pizza in der vom  Lonely Planet gekrönten Pipis Pizzeria zu überreden. Leider ohne Erfolg. Dafür gibt es in der Stadt eine ganze Menge Greenstone (Jade) Geschäfte und ein paar Schnapper waren auch für uns dabei. :) Ein Stopp an dem Glow Worm Dell war leider auch unnötig, da die Würmchen bei Tageslicht nicht zu erkennen waren.

Die größte Stadt an der Westküste, Greymouth, haben wir eigentlich links iegen gelassen, da wir mehr damit beschäftigt waren, eine Übernachtungsmöglichkeit in Westport zu finden. Zuerst ging es aber zum heutigen Highlight, den Pancake Rocks (D) …

Die 30 Millionen Jahre alten übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien erodierten unterschiedlich schnell. Seit diese Ablagerungen durch eine Landhebung an die Oberfläche gehoben wurden und Wellen, Wind und Regen ausgesetzt sind, schreitet die Abtragung stetig voran. (wikipedia.de) Es war wirklich sehr schön anzusehen.

Wenn nicht so ein Marathon dazwischen kommt, dann bekommt man eigentlich immer noch kurzfristig ein Zimmerchen. Diesmal mussten wir etwas länger suchen und haben in Granity (E), 30 Minuten nördlich von Westportal eine optimale Übernachtung gefunden. Von außen würde man wahrscheinlich niemals hier anhalte, dafür hat man viel zu viele Filme gesehen, die genauso anfingen und böse endeten. Aber die „Miners on Sea“ ist alles andere als hinterwäldlerisch. Neue, saubere Doppelzimmercabins, eine Kneipe mit gutem Essen und geschmackvollem Bier war alles was wir wollten und brauchten um die nächsten 3 Tage im Abel Tasman Park zu planen.

Eiswanderung auf dem Fox Glacier

Bisher war der Franz-Josef Gletscher eigentlich der imposantere und bekanntere der beiden Westcoast Gletscher. Allerdings ist er seit 2008 soweit zurückgegangen, dass nun eine sichere Besteigung nur noch per Helicopter möglich ist. Entsprechend günstiger ist die Besteigung des Fox Glacier mit einer Führung. Ausgestattet mit guten Hikingboots und Steigeisen haben wir eine Tageswanderung mitgemacht.

Unser größter Dank gilt heute (mal wieder) dem Wettergott. Bei durchschnittlich 200 Regentagen im Jahr ist es nicht selbstverständlich, dass wir so ein Vorzeigewetter hatten. Das wurde uns von unserem argentinischem Guide Sofia mehrfach mitgeteilt.

Das diese beiden Gletscher so beliebt sind liegt wohl daran, dass sie weltweit einige der wenigen sind, die knapp bis an die Baumgrenze heranreichen, nur wenige hundert Höhenmeter über n.N. liegen und damit einfach zu erreichen sind.

Nach einer kurzen Wanderung vom Parkplatz haben wir unsere Steigeisen umgeschnallt und sind losgetigert. Die unbeschreiblichen Massen an Eis sind ein echtes Erlebnis. Anfangs war allerdings warten angesagt, bis die Guides ein paar Hilfsstufen in die Eiswände geschlagen haben. Der Normalo ist eben ein Touri und keine Berggams.

Trotz des warmen Tages viel die Temperatur doch ganz schön und der Wind fegte abwechselt in kühlen aber auch in warmen Briesen über das Eis, je nachdem wo man gerade stand. Nachdem wir zum Mittag unsere kleinen Snacks verdrückt hatten, gab es beim Abstieg doch noch den lang ersehnten „Tunneldurchgang durchs Eis“, sehr aufrengend :)

Der Fox Glacier wandert wie jeder Gletscher. Es gab zwischendurch immer wieder Infos und wo vor einigen Jahren der Parkplatz gestanden hatte, ist jetzt ein riesiger Geröllhaufen heruntergekommen. Da das Eis zurückgewichen ist, stürzen die Felswände nun nach und nach ein.

Eigentlich hatten wir vor nach einem Tag auf dem Eis in die Hot Pools zu gehen, bei den wüstentemperaturen war daran aber keineswegs zu denken. Stattdessen sind wir noch kurz zum Franz Josef Glacier gefahren und haben ihn uns von unten angeschaut. Ich war erschrocken, wie schnell sich dieser Gletscher seit 2008 zurückgezogen hat. Aber das er schmilzt und wächst ist normal und wiederholt sich alle paar Jahrzehnte.

Die Gletscherwanderung war ein Highlight unserer Reise und sehr empfehlenswert. Guter Service auch von dem Anbieter, alles was man selber mitbringen muss ist warme Kleidung und Essen, der Rest wird gestellt.

Auf zur West Coast

Screen Shot 2014-02-16 at 9.22.21 pmMan sitzt viel und lange im Auto, wenn man Neuseeland erleben möchte. Und noch mehr auf der Südinsel. Nachdem wir zu touristischen Preisen (+ $0.20/l) vollgetankt haben, (angeblich sind Preisabsprache auch hier verboten, die Durchsetzung klappt aber anscheinend auch nicht), sind wir auf der SH 6 an den beiden Lakes Hawea und Lake Wanaka vorbei über die Passstraße in Richtigun Haast gefahren. Die Strecke ist nur tagsüber befahrbar und wird ab 6:30pm anscheinend aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch hier gab es ein paar Lookouts, an denen wir gerne angehalten sind und uns die Beine vertreten haben.

Haast (B) ist Weltnaturerbe und im Touristenzentrum gibt es anschauliche Informationen über die Region und das Land. Am Lake Moeraki haben wir eine 1,5 Stunden Wanderung zur Tasman Sea gemacht, in der Hoffnung hier eine Pinguinkolonie zu sehen. Leider brüten die Vögel bereits zum Jahresende und verlassen im Januar, nachdem der Nachwuchs flügge geworden ist, den Strandabschnitt. Bis auf viele störend stechende Sandfliegen haben wir aber zumindest einen sehr schönen Kiesstrand vorgefunden.

Bereits kurz nach Beginn der Passstraße änderte sich das Landschaftsbild von offenen Wiesen mit einer eher braunen Färbung hin zu dichtem Regenwald in einem satten Grün. Die vollgesaugten Wolken schaffen es nicht, die Südalpen zu überwinden und entladen sich an der Westküste. Entsprechend bewaldet und grün ist es hier.

An der Bruce Bay haben wir wieder angehalten. Erst dann bemerkten wir, dass überall am Straßenrand weiße Steine mit „nach-Hause-Grüßen“ und „wir-waren-hier“ Kommentare lagen. Selbstverständlich haben wir mitgemacht ;)

Vorbei am Fox Glacier (C), den wir morgen „bewandern“ wollten, bezogen wir unser Quartier in Franz-Josef (D), dem etwas größeren Ort der beiden bekannten Gletscher Orte.

Lakes Tekapo, Pukaki & Wanaka

Heute, 04.02.2013 wurden die Sachen gepackt für die große Tour zur West Coast und die Region um Nelson. Auf der SH 79 und SH 8 ging es zu einem oder vielleicht auch dem spektakulärstem Trip unserer bisherigen Neuseeland-Tour. Die Schaf- und Kuhweiden sind auch hier an sich trocken, wenn man nicht mit großem technischen Gerät tagelang bewässert. Dann aber! Kurzer Exkurs vorab: Wir haben auf Mallorca ein Foto von einem Boot im Hafen gemacht, dieses dann am Computer bearbeitet, sodass das Bild nur noch grau war und haben das Wasser manuell türkis eingefärbt. Das wir einmal genau so eine Wasserfarbe in natura sehen würen, hätten wir nicht gedacht. Natürlich sind wir sehr dankbar für das wunderschöne Wetter, bei 32C war es aber auch für neuseeländische Verhältnisse sehr warm.

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Am ersten Lake Tekapo (B) gibt es noch die berühmte Kirche mit dem Schäferhunddenkmal „Church of the Good Shepard“. Ein Dankeschön an die tierischen Helfer, ohne die die Schafhaltung nicht möglich wäre. Der Abstecher hinauf zum Observatorium ist ein Muss!

Der Lake Pukaki (C) ist noch etwas besser, vor allem weil der Mt. Cook im Hintergrund, Neuseelands größter Berg mit 3754m, ein perfektes Bild abgibt. Die knapp 2 Std., die man benötigt, um die Tour links am See entlang zum Mt. Cook Village (D) und zurück zu fahre,  ist sehr lohnenswert. Wer nicht gerade einen straffen Zeitplan hat, sollte hier die Nacht verbringen. Der Sternenhimmel und die Berge im Sonnenaufgang, müssen wirklich sehr schön sein.

Unseren Sternenhimmel haben wir in Wanaka (E) erlebt, nachdem wir am gleichnamigen See leckeren Fisch und etwas zu gesalzene Pommes gegessen haben.

Christchurch und Akaroa

Screen Shot 2014-02-13 at 2.50.14 pm(02. & 03. Februar 2014) – Herzlich Willkommen Deutschland. Unsere Freunde sind nach einem schlaflosen, 30-stündigen Flug über Syndey in Christchurch angekommen. Bevor wir sie um 17:00 Uhr vom Flughafen abgeholt haben, sind wir noch durch den Hagley Park gegangen und haben das kostenfreie Museum (Spende erbeten) besucht. Die Koffer kurz ins neu eröffnete und renovierte Hotel ‚Thomas‘ gebracht und dann zum mehrfach empfohlenen „Cassels & Sons Brewing Co.“ a.k.a. „The Tannery“ weiter gefahren. 13 verschiedene hausgebraute Biersorten gibt es zu probieren. Wir schwankten kurz zwischen Burger und Pizza, entschieden uns dann aber alle für Pizza. Eine sehr gute Wahl! Noch kurz am Strand und dem Pier vorbei geschaut und dann zurück im Hotel.

Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück und anschließender Fahrt mit der Tram durch die Stadt. Es gibt auch nach 3 Jahren noch einiges zu tun. Ungefähr 50.000 Menschen haben die Stadt nach dem Beben verlassen. Baustellen und Umleitungen säumen immer noch die Staßen. Die notwendige  Neugestaltung gibt die Möglichkeit für eine großzügigere und offenere Stadtentwicklung als es vor dem Beben der Fall war.  Die Kathedrale, das Wahrzeichen Christchurchs, bringt es trotzdem nie wieder so zurück. Trotz vieler Proteste gab das Gericht Anfang Dezember 2013 grünes Licht für den Abbris. Wie der Neubau aussehen wird, ist bislang noch nicht genau bekannt.

Die Banks Peninsula, von James Cook damals fälschlicherweise als Insel dokumentiert und erst 40 Jahre später als Halbinsel entdeckt, war bei unserem Besuch sehr trocken und gelb-grüne Farben überzogen die Hügel. Dennoch eine schöne Strecke mit vielen Aussichten. Es gibt ein paar kleine Orte auf der Halbinsel, die bekannteste ist wohl die französische Siedlung „Akaroa“ (B). Kurz vor der Ankunft französischer Siedler hat die britische Regierung 1840 ebenfalls ein Schiff losgeschickt, um die Souveranität für die gesamte Südinsel zu beanspruchen, ansonsten hätte sich die Südinsel wohl französisch entwickelt. Der Einfluss Frankreichs lässt sich aber überall in dem kleinen Örtchen bis heute erkennen. In der Hochsaison schwillt das 600 Seelen Dörfchen gerne mal auf 7000 Besucher an.

Am späten Nachmittag ging es dann hin- bzw. für uns zurück nach Geraldine, wo wir den Tag mit einem super Burger haben ausklingen lassen.