Slice of Paradise

So lautete der Name der Tagestour im Abel Tasman National Park. Hört sich ja schonmal richtig toll an. Der Park ist nach dem ersten Europäer benannt, der Neuseeland entdeckt hat. Er ist zu einigen Teilen Privatgelände und die Besitzer haben sich dafür ausgesprochen keine Straßen durch den Park bzw. ihren Anteil zu bauen. Die ganzen Strände und die Küstenwanderwege lassen sich daher nur per Boot erreichen, mit den sog. Water Taxis.

Eine Attraktion für sich, denn man wird an der Hauptstation in verschiedene Boote aufgeteilt, schnallt sich Schwimmwesten um den Hals und wird dann erstmal samt Boot mit einem Traktor durch die Ortschaft kutschiert. Man kommt sich schon etwas bescheuert vor, Gattung Tourist eben. Rückwärts wird das Taxi die Wasserrampe runtergefahren und los geht’s.

Gebucht hatten wir das Maxipaket. Wir sind also von Marahau bis hoch nach Totaranui hochgefahren. Unterwegs hielten wir an diversen Sehenswürdigkeiten an und bekamen von unserem Skipper Eric interessante Infos über den Park, Flora, Fauna und nennenswerte Personen.

Nachdem wir alle Bays mit dem Taxi abgeklappert haben, stiegen wir in der Bark Bay aus, um dann an dem Torrent Bay und den Cleopatra Pools vorbei nach Anchorage zu wandern. Dieser 3,5 Std. Hike ist Teil des Abel Tasman Great Walk, welcher normalerweise 3 Tage dauert. Leider blieb uns nur Zeit für die schnelle Version.

Das Wasser war so schön türkis, dass wir eigentlich gar nicht losgehen, sondern einfach am Strand bleiben wollten. Das Wetter war abermals traumhaft. Leider hatten wir nur wenig Zeit, um die Strecke zu schaffen, da wir um 4 Uhr wieder abgeholt wurden. Nach einem anstrengenden Aufstieg ging es danach gemächlich weiter. Wir haben einige Male inne gehalten, um die atemberaubende Aussicht zwischen den Manuka- und Kanukabäumen auf das schillernde Wasser zu fotografieren.

Trotz Ebbe und einer dadurch möglichen Abkürzung haben wir uns für den längeren Weg entschieden und  machten einen kurzen Abstecher zu den Cleopatra Pools. Hier hat sich im Laufe der Jahrtausende eine kleine natürliche Wasserrutsche gebildet, die für aufregende Rutschpartien sorgt. Auch dafür blieb uns leider keine Zeit.

Schnell zurück zum Track, schafften wir es noch die geschundenen Füße  für zehn Minuten ins kühle Nass der Tasman Bay zu halten, bevor wir dann abgeholt wurden und es nach Marahau zurück ging, wo bereits der Trecker im Wasser auf uns wartete, uns an Land zog und zurückbrachte. Auch eine gute Alternative ist die Buchten mit dem Kajak abzufahren. Dann kommt man an wirklich verlassene Abschnitte und Strände, ganz für sich alleine.

Den schönen Tag ließen wie mir einem BBQ und einigen Gläschen Wein an der Jugendherberge ausklingen. So hab ich mir das Stückchen vom Paradies vorgestellt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s