Doubtful Wilderness Cruise

Screen Shot 2014-03-26 at 12.40.23 pmFür das Fjordland (engl. Fiordland) haben wir uns Zeit gelassen. Der schönste Teil Neuseelands hat es aber auch verdient. Wir haben uns vier Tage in das zwischen Manapuri und Te Anau liegende Barnyard Backpackers einquartiert –  Panoramablick auf die Berge inklusive. Hatte etwas von Berghüttenidyll in Bayern.

Ein Fjord ist ein Meeresarm, der durch einen seewärts gerichteten Talgletscher entstanden ist. Der größte Doubful Sound, der bekannteste Milford Sound und der entlegene Dusky Sound liegen alle im Fiordland National Park und sind Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Ein „Sound“ ist eigentlich ein großer See oder eine Ozeanausbuchung (größer als eine Bay). Warum die Fjorde dann nicht Milford Fiord heißen, konnte ich leider nicht herausfinden.

Der größte ist der Doubtful Sound. James Cook hatte bei der Erkundung “viele Zweifel” ob die Winde ihn aus diesem Sound wieder herausbringen würden oder doch das Schiff möglicherweise an den Klippen zerschellen könnte. Daher ließ er von einer genaueren Erkundung ab.

Die Tour fängt zuerst auf dem Lake Manapouri (A) an und nach 1,5 Stunden erreicht man das andere Ende des Sees. Gefolgt von einer Besichtigung des größten Wasserkraftwerks in Neuseeland (B). Es produziert 850 MW Strom für die 160km entfernte Aluminuimschmelze in Bluff, südlich von Invercargill.

Zurück im Bus geht es über die teuerste Straße Neuseelands, weiter über den Wilmot Pass zum Anleger des Doubtful Sound. Anschließend mussten wir auf den Katamaran umsteigen und hinaus ging es in den Doubtful Sound (C), der von mächtigen Bergen umgeben ist. Leider blieben die hier oft anzutreffende Delfine aus, aber es ging bis in die Mündung der Tasman Sea hinaus, was wegen schlechten Wetters nicht immer möglich ist. Der Himmel war am Ende hin bedeckt, so auch die Berggipfel, es war kalt und enormst windig aber geregnet hat es nicht. Gutes Wetter ist eben immer ein Bonus in Neuseeland. An dem Tag hatten wir nicht ganz so viel Glück.

Das Highlight waren einige Seehunde, die sich gelangweilt auf einen Felsen rekelten. Da es keine Regenfälle oder herumspringende Delfine gab, war es alles in allem eine etwas enttäuschende Tour, die darüber hinaus auch noch recht kostspielig war. Wenigstens gab es kostenlos Tee und Kaffee an Bord.

Allerdings immer noch besser als der folgende Tag. Bis zum Nachmittag gab es nur Regen. Wir nutzen diese Zeit um unser Auto, unsere Nadia, eine neue WOF (Warrant of Fitness) und einen Ölwechsel zu verpassen und einen kurzen Imagefilm vom DOC (Department of Conservation) über die Gegend anzuschauen. Danach hellte der Himmel wieder auf und wir spazierten noch zwei Stunden einen kleinen Teil des normalerweise 4 Tage dauernden Keplers Track entlang. Wirklich eine kleine Märchenwelt und meine Mutter hätte ihre wahre Freude daran gehabt, sich für die nächsten 30 Jahre mit Moos für alle möglichen saisonalen Geschenkideen, Osterkörbe oder Krippenbeläge einzudecken und auszustechen.

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