The Catlins

Screen Shot 2014-03-30 at 3.13.44 pmDie Catlins (D) liegen ganz im Süden der Südinsel im dichten gemäßigten Regenwald mit einer malerischen Küstenlandschaft. Wegen der exponierten Lage geht es hier sehr windig zu. Aber Flora (Baum) und Fauna (Merinoschaf) haben gelernt, sich anzupassen.

Bevor man durch die Catlins fährt, besorgt man sich am besten einen Scenic Route Flyer. Dort steht alles drin, was es sich anzuschauen lohnt und was man wissen muss. Sie führt von Queenstown über Te Anau, runter über Invercargill, mit einem kleinen Abstecher zum Bluff (von dort kommen die weltbekannten Bluff-Austern her) mitten durch die Catlins und an der Ostküste wieder hoch nach Dunedin. Insgesamt 610km purer Fahrspaß mit atemberaubender Landschaft.

Da wir von Manapouri (A) kamen, war unser erster Stop die Clifden Suspension Bridge (B), erbaut 1899, nun als historic place nur noch Fußgängern zugänglich. In der verschlafenen Stadt Tuatapere gibt es einen wirklich witziges „Yesteryears“ Cafe/Museum. Hier lässt sich leckerer Honig kaufen. Die Besitzerin hat einiges von ihrer Großmutter ausgestellt, altes Porzellan, Küchenutensilien, etc. Auf dem Weg weiter nach Süden gibt es einen Lookout, McCracken´s Rest. Da kamen gleich wieder alte Erinnerungen hoch. Habt ihr früher auch Zak Makracken gespielt? Und noch mehr Nostalgie gab es bei „Monkey Island“ :)

Invercargill ist mit 53.000 Einwohnern die dritt-größte Stadt auf der Südinsel und einer der südlichsten Städte weltweit. Im Schachbrettmuster hochgezogen, aber nicht besonders einladend. Bis auf einen Stopp beim Devil-Burger war am Samstag (15.03.2014) auch nicht viel zu machen, alles was ein bisschen interessant hätte sein können, war bereits geschlossen. Vorher ging es noch zum Bluff (C), dem vermeintlich südlichsten Punkt auf der Südinsel. Genau wie auf dem Gegenstück in Cape Reinga (Entfernung 1.401 km) auf der Nordinsel steht hier ein Entfernungsschild. London ist mit 18.958 km quasi am A-d-W. Es gibt aber noch den 7km südlicher gelegenen Slope Point. Das ist der eigentliche südlichste Punkt der „Main Island“. Mit einem 10-minütigen Fußmarsch schnell zu erreichen. Und zur Abenddämmerung noch viel besser!

Wir hatten leider noch keine Bleibe für den Abend und sind zur Porpoise Bay (D) gefahren. Und wieder eine kurze Annekdote, warum wir von diesem Land so fasziniert sind: Wir hatten im Lonley Planet von einem Hostel gelesen, dort sind wir hin. An der Tür hing ein Zettel: „Willkommen, wenn Sie hier übernachten möchten, tragen Sie sich bitte in die Gästeliste ein und hinterlassen mir eine kurze Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Ich komme dann morgen früh zwecks Abrechnung kurz vorbei.“ Das wars. Die Betten waren frisch gemacht mit Handtücher und Duschzeugs, Haus völlig offen, was für ein Gottesvertrauen. Warum auch nicht?! Wir haben uns also selbst eingecheckt und sind zu einer Kolonie Gelbaugenpinguinen gefahren, die sich an der Curio Bay befindet. Hier „liegt“ auch ein 180 Millionen Jahre alter versteinerter Wald. Unser Haus hatte direkte Strandlage, so dass ein kurzer Spaziergang den Tag beenden sollte. Wie bestellt versank um 8:24 die Landschaft in einem Tiefrot.

Am nächsten, leider etwas bewölkten, Tag sind wir die Scenic Route nach Dunedin weiter entlang gefahren und haben an einigen Sehenswürdigkeiten angehalten. Die Cathedral Cave (nicht zu verwechseln mit der Cathedral Cove im Norden) wurde über Jahrtausende von starken Wellen ausgehölt. Die Höhle ist fast 100m lang und kann nur für wenige Stunden bei Ebbe besichtigt werden. Da die Caves sich auf einem Privatgelände befinden, muss man Eintritt zahlen. $5 für Erwachsene und 1$ für Kinder. In dem Nationalpark gibt es mehrere Wanderwege und Wasserfälle. Zwei kurze Abstecher haben wir zu den McLean Falls und den Purakaunui Falls gemacht. Die letzteren sind zwar mit 20m nicht hoch, zieren jedoch aufgrund der Schönheit zahlreiche Postkarten und Naturbücher. Wir finden zurecht.

Bei Balclutha geht es zu einen längeren Abstecher zum Nugget Point (E). Leider war das ganze Wochende das Wetter weniger gut und hier haben wir es besonders abbekommen. Aber wie immer hätte es auch noch schlimmer kommen können. Nugget Point wurde wegen den Felsbrocken im Meer so getauft, ein Leuchtturm von 1869 weist den Weg. Hier tümmeln sich gerne die Robben in den Felsenpools und es gibt auch eine kleine Kolonie Gelbaugenpinguine. Endstation war Dunedin.

 

 

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