Stolze Maori zeigen kalte Schulter

Die Maori sind die Ureinwohner Neuseelands und verloren, wie die US-Indianer, viele ihren territorialen Rechte nach der Machtübernahme durch die Engländer. Eigentlich autonom, gründeten die kleinen einzelnen Stämme 1850 die königliche Bewegung, um eine einzelne Vertretung gegenüber den Engländern zu besitzen. Das Amt verfügt über keine Rechte innerhalb der Neuseeländischen Verfassung, hat aber eine großer symbolische Bedeutung für die Maori.

Neuseeland erwartet im nächsten Monat hohen Besuch. Prinz William, Kate und Prinz George besuchen vom 7. – 16.04.2014 das entfernteste britische Commonwealth. Zu ihrem Besuch gehört natürlich auch ein „kurzer Abstecher“ zum Maori Königshaus. Zu kurz findet der amtierende König Tuheitia Paki und hat die „Audienz“ abgesagt. 90 Minuten seien nicht genug, um die Willkommenszeremonie und Bräuche der Maori durchzuführen. Geändert werden diese aber nicht aufgrund des königlichen Besuches.

Was macht die Prinzenfamilie nun mit der ganzen zusätzlichen Zeit? :)

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Erdbeben auf der Nordinsel

Gestern, am Montag den 20.01.2014 gab es im südlichen Teil der Nordinsel ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Zu diesen Zeitpunkt waren wir bereits auf der Südinsel und haben nichts davon mitbekommen. Aber erst vor einer Woche sind wir durch das Gebiet gefahren.

Es ist zwar nichts Alltägliches für Neuseeländer, aber trotzdem geht man anscheinend schnell wieder zu dem normalen Geschehen über, wie der Reporter bei einem Hunderennen. Gerade noch gewackelt, gilt seine ganze Aufmerksamkeit und Berichterstattung schon wieder dem Rennen. Und die Hunde interessiert soweiso nur eins.

Was ein Erdbeben ist und was man in solch´ einem Fall machen muss, wird euch von Kindern erklärt:

Von der Nord- zur Südinsel

Screen Shot 2014-01-16 at 1.13.25 pmEndlich! Wir sind auf der Südinsel angekommen. Augrund einer 2-wöchigen, sehr willkommen Verzögerung in Raglan sind wir nun Mitte Januar auf die  Südinsel „umgezogen“. Mit vollgepacktem Auto ging es vom National Park (A), nachts mit der Fähre von Wellington (B) nach Picton (C) und dann weitere 7 Stunden runter nach Geraldine (D).

Bis auf die östlich vom Tongariro Park verlaufende SH1 fanden wir die Strecke nach Wellington nicht so interessant. Von der Desert Road (die im Winter auch schonmal Glatteis haben kann) hatten wir nämlich noch eine schöne Aussicht auf den zuvor erklommenen Berg. Aber achtet auf eure Geschwindigkeit!! 22km/h zu schnell kosten $170 ;) – Ich weiß leider wovon ich rede.

Pünktlich zum Sonnenuntergang um 20:40 kamen wir in der Hauptstadt an. Schnell hoch zum Mount Victoria Lookout, um die Stadt im Abendlicht besichtigen zu können. Wellington hat wegen der Hügel, geschwungene Straßenzüge und der alten victorianischen Häuser ein bisschen was von San Francisco. Gleichsetzen kann man Wellington mit der schönsten Stadt der Welt allerdings nicht. Es gibt 2 Firmen, die Fährverbindungen über die Cook-Strait anbieten. Unsere Fähre ging um 2 Uhr morgens, wir hatten also noch ein bisschen Zeit den Beehive, das Parliament und den Bahnhof anzuschauen und sind über die hochgeklappten Bordsteine geschlendert.

Die Fähre hatten wir schon lange im voraus buchen müssen. Da bei einem Schiff mitten in der Hochsaison die Schraube abgefallen war. Dementsprechend knapp waren die Plätze geworden. Wir checkten ein, typisch deutsch waren wir die Ersten und standen mit unserem Silverfarn am Dock und warteten. Dann ging eigentlich alles sehr schnell und alles war sehr gut organisiert. Rauf aufs Schiff, parken und Platz nehmen in den überraschend großzügigen und gemütlichen Sitzen. Innerhalb einer dreiviertel Stunde legten wir auch schon ab. Viele machten diesen Trip wahrscheinlich öfter, denn jeder zweite hatte ein Schlafsack mit dabei um sich über alle Sitzplätze hinzulegen. Der Platz war da, denn es fehlten die „einfachen Touristen“ ohne Auto. Man kann sich auch ein Bett mieten und für $40 p.P. finde ich es preislich auch noch akzeptabel für ein Schiff.

Nachteil an der nächtlichen Überfahrt war ganz klar, dass wir von den schönen Marlborough Sounds bis zum morgengrauen nichts mitbekommen haben. Angelegt in Picton fuhren wir vom Schiff und den State Highway 1 weiter südlich an der Ostküste entlang. In Kaikoura wollten wir wegen der schönen Schneckenhäuser  (Paua genannt) etwas länger bleiben, fanden den Ort aber äußerst unatraktiv, zu touristisch und auch die Benzinpreise waren völlig übertäuert. Also schnell weiter. An der Küste kann man überall anhalten und Seehunde (seals) beobachten, wenn man sie denn findet. Oft regungslos sehen sie nämlich aus wie Steine.

Christchurch haben wir erstmal ausgelassen. Das wollen wir in Ruhe und vor allem ausgeschlafen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Aber warum überhaupt Geraldine. Der Hauptgund liegt darin, dass wir auch hier auf ein Haus eines NZ-Ehepaares aufpassen. Das Rentnerpaar ist nach Nelson gezogen, um auf ihren kranken Vater aufzupassen. Da sie das Haus nicht gerne über Monate alleine lassen, aber weiterhin flexibel sein wollen, haben sie eine Anzeige über kiwihousesitters geschaltet. Zum Glück haben wir den Zuschlag erhalten und können hier kostenlos wnen und müssen nur die Post nachschicken und den Rasen mähen. Geraldine liegt 140km südlich von Christchurch und hat 2200 Einwohner. Ein recht überschaulicher Ort also. Geographisch liegt es aber auch optimal, um die Südinsel intensiv bereisen zu können. Da wir hier auf keine Tiere aufpassen müssen, können wir gerne mehrere Tage unterwegs sein und das Haus als Basis nutzen. Genau, was wir gesucht haben! Da wir aber auch nicht ausschließlich zum Spaß hier sind, werden wir die nächsten Wochen dazu nutzen müssen, uns hier in der Gegend zu bewerben. Tourberichte gibt es dann nach und nach.

Eure Kiwis

Schwimmen mit Flipper & Co

Voller Vorfreude auf den anstehenden Tag, konnten wir nicht lange schlafen. OK, der Wecker hat uns um 5:45 aufgeweckt, da wir uns auf der nach Osten zugewandten Seite befanden, so dass als erstes ein Sonnenaufgang auf dem Programm stand. Leider waren doch ein paar Hügel im Weg, aber dennoch war der Sonnenaufgang sehr schön. Das Meeresrauschen müsst ihr euch bei den Bildern jetzt hinzudenken. Auch hier waren wir nicht die Einzigen, wie in Napier kamen uns Jogger und Spaziergänger entgegen.

Wir sind noch kurz zu den Waitangi Treaty Grounds gefahren. Dort wurde 1840 der Friendensvertrag zwischen den Maori und der britischen Krone geschlossen. Allerdings fanden wir den Eintrittspreis für $80 etwas übertrieben, vorallem weil er für Neuseeländer kostenfrei ist. Die Führung hätte auch etwas länger gedauert und wir mussten um 12:30 am Kai sein.

Bei einer Buchung über der Jugendherberge bekommt man übrigens 10% Rabatt für den 4-stündigen Ausflug. Ansonsten kostet die Tour $109. Nicht gerade ein Schnapper, aber sowas macht man ja auch nicht alle Tage.  Auf der Tour von Fullers GreatSights bekommt man eine dolphin-view-guarantee. Sollte man keine Delphine zu sehen bekommen, gibt es ein Gutschein für einen anderen Tag. Mit 12 anderen Wasserratten sind wir in der Bucht herumgefahren, um Flipper & Friends zu finden. Es kann mal so und mal so laufen. Bei der Vormittagstour konnten die Teilnehmer nur 2 Minuten schwimmen und dann waren die Delfine weg :( Wir hatten mehr Glück und nach kurzer Zeit haben wir die ersten Tiere gesichtet.

Bisher hatten wir Delfine nur im Zoo gesehen, das hier ist aber schon etwas ganz anderes und viel, viel besser! 2x haben sie einen großen Sprung aus dem Wasser gemacht und nach einem Fotoshooting ging es dann auch für uns ins Wasser. Man sollte mit ihnen reden, damit sie Interesse zeigen. Auch abtauchen soll helfen, was wir natürlich alles probiert haben. Insgesamt war es eine Gruppe von 6 Delfinen und sie waren nur wenige Meter von uns entfernt. Abgetaucht kamen sie auf mich zu, zwinkerten kurz und drehten dann in einem Meter Entfernung ab. Einfach genial. Wir sind zu verschiedenen Spots hinterher gefahren und durften drei mal ins Wasser springen. Die Gesänge in Natura sind auch viel intensiver und es machte Spaß einfach nur zuzuhören. Arme angelegt, langsam paddeln und alles auf sich wirken lassen. Danach ging es zurück an Board. Dort haben wir uns umgezogen und es uns auf dem Vorderdeck gemütlich gemacht. Dann haben wir noch eine andere Gruppe gesehen, die ebenfalls mit athletischen Einlagen auf sich aufmerksam machte.

Zurück in Paihia waren wir von dem Tag sehr erschöpft und froh über eine gescheite Mahlzeit und eine Dusche.

Dänen und Kiwis – am wenigsten korrupt

Der neue Korruptionswahrnehmungsreport 2013 von Transparancy International ist verfügbar. Dänemark und Neuseeland belegen mit 91 Punkten beide den ersten Platz und sind demnach am wenigsten von Korruption betroffen. Überhaupt haben die skandinavischen Staaten sehr gut abgeschnitten. Alle 4 Länder sind unter den Top 5. Vielleicht erklärt sich das gute Abschneiden von Neuseeland damit, dass hier nicht einmal Trinkgelder angenommen werden ;-)

Ich habe in meiner Tabelle nur ein paar Länder aufgenommen. Deutschland landet mit 78 Punkten auf Platz 12. Das Schlusslicht, in Bezug auf die EU,  bildet Griechenland mit 40 Punkten und landet somit auf dem 80. Platz. Italien kann sich mit seinem 69. Platz (43 Punkten) auch nicht mit Federn schmücken. Global gesehen, schneiden Afghanistan, Nordkorea und Somalia mit ganzen 8 Punkten (Platz 175) am schlechtesten ab. Es ist schade zu sehen, dass von 177 berücksichtigten Länder 122 weniger als 50 Punkte bekommen haben. Das heißt, dass 69% der Welt Korruption vor Ehrlichkeit bevorzugen. Betrüger kommen eben doch weiter.

korruptionswahrnehumungsindex2013

Das pdf mit allen Ländern kann hier heruntergeladen werden.

Anzumerken sei noch, dass die beiden großen Exportnationen Deutschland und Japan die einzigen G20 Staaten sind, welche die UN Convention against Corruption (UNCAC) nicht unterzeichnet haben. 168 von 193 Mitgliedsstaaten haben das Abkommen bereits ratifiziert.

In der Hoffnung, dass die Welt bald „gelblicher“ erscheinen mag, hier noch eine Übersicht:Korruptionswahrnehmungsindex2013-weltkarte

Crazy Italian Guy

Seit Mitte September wohnen wir mit einer Familie von den Phillippinen zusammen. Dort haben wir ein Zimmer angemietet und teilen uns Küche und Bad. Das ganze nennt sich House Sharing. Es klappt auch sehr gut mit den 5 Kindern zwischen 12 Jahren und 10 Monaten.

Im Oktober kam dann Andrea, ein promovierter Forstwissenschaftler aus Italien, dazu, der den ganzen Tag mit einer Kettensäge bewaffnet auf Bäumen herum turnt. Eigentlich würde er die Bäume lieber retten, anstatt zu sie zu fällen. Er ist nämlich so etwas wie ein Baumdoktor.

Wenn er sich mal nicht wie Tarzan durch die Bäume hangelt, macht er zwischendurch seine Yoga-Übungen. Zur Freude der weiblichen Mitbewohnerinnen. Er macht dann ohne T-Shirt einen freien Kopfstand. Andrea Er sieht fast genauso aus wie unser virtueller Bauchmuskeltrainer:

Wir verstehen uns sehr gut mit ihm und teilen die Leidenschaft des Wanderns. Vor 2 Wochen bin ich mit ihm auf eine 4-5 stündige hiking-tour in den nahegelgenen Waitakere Regional Park gegangen. 20131124_103303Eine Woche später sagte er zu mir: „Kannst du dich noch an den großen Kauri Baum erinnern, an dem wir vorbei gekommen sind?“ (siehe Bild). „Da bin ich gestern hochgeklettert und habe dort übernachtet.“

?!?

!?!

Ja, genau. So haben wir auch geschaut.

Da hockte er dann, 30m über dem Boden, gesichert mit einem Seil, bestückt mit einer Decke und etwas zu essen. Allerdings hatte er wegen des starken Windes nicht schlafen können. Dementsprechend froh war er, als endlich um 05:30 die Sonne aufging und er wieder nach Hause fahren konnte. Die Ranger haben abends zuvor  noch nach ihm gesucht. Sein Auto stand nach der Schließung des Parks natürlich noch auf dem Parkplatz,  aber er hat sich nichts anmerken lassen. Crazy Italian Guy.

Gunpowder Plot

Am 5. November wird an das Gunpowder Plot (Pulververschwörung) von 1605 gedacht. Es war ein Versuch einiger britischer Katholiken, den König von England (Jakob I), seine Familie, die Regierung und alle Parlamentarier zu töten. Das Motiv war Rache am König, da dieser die katholische Bevölkerung unterdrückte und befahl, dass alle kath. Prister das Land verlassen mussten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAufgrund des ausführenden Soldaten und Sprengstoffexperten Guy (Guido) Fawkes wird es auch häufig „Guy Fawkes´ Night“ genannt. Bis heute ist das versuchte Attentat in Großbritannien (und natürlich auch in seinen „Kolonien“) nicht vergessen. Man feiert jedes Jahr am 5. November das Scheitern des Komplotts mit einem Straßenumzug, in dem eine Guy Fawkes Puppe verbrannt und Feuerwerk angezündet wird.

Die jährliche Parlamentseröffnung beginnt mit einer Inspektion der Kellergewölbe unterhalb des House of Lords durch den Regenten. Ein Kinderreim ruft dieses Ereignis in Erinnerung:

“Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.”

Guy Fawkes und die Verantwortlichen wurden am 30/31. Januar 1606 erhängt. Die nach ihm benannte Maske wurde Symbol des Internetkollektivs Anonymous und der Occupy-Bewegung.

Und wäre heute (5.11.2013) nicht der ganze Tag so verregnet gewesen, hätten wir bestimmt ein schönes Feuerwerk miterleben können :)

Tag 7: Kathi war in KatiKati

Am letztenScreen Shot 2013-10-26 at 6.26.16 pm Tag unserer einwöchigen Tour standen noch ein paar Wanderungen an. Zuerst ging es auf einer kurzen, einstündigen Wanderung zu den Kaiate Falls (A). Ein drei-stöckiger Wasserfall, der nach einem kurzen Bachlauf in einen kleinen See mündet. Schade, dass wir keine Badesachen dabei hatten :).

Danach ging es zurück zum Mount Maunganui (B), einer eigentständigen Stadt mit dem gleichnamigen Berg an der Nordspitze. Dass das Wetter innerhalb von kürzester Zeit umschlagen kann, haben wir hier erneut erfahren. Von  einer Minute auf die andere fing es wie aus Eimern an zu gießen. Schnell ins Auto verkrochen, haben wir noch zwei „gestrandete“ Niederländer Unterschlupf in unsem Wagen gewährt, die sich gerade mehr oder weniger unter einer Palme unterstellen wollten. Die beiden kamen aus Denekamp, 30km von unserem Heimatörtchen entfernt. Wieder mal ein Beispiel dafür, wie klein die Welt doch ist. Als Dank bekamen wir den meetup.com Tipp, eine online Plattform über die man sich zu gemeinschaftlichen Aktivitäten wie z. B. wandern, kochen, Filme schauen, etc. verabreden kann.

So schnell wie das Gewitter gekommen war, war es dann auch schon wieder vorbei und wir sind auf den Berg/Hügel gekrackselt. Man braucht ca. 45 Minuten für den Aufstieg. Der Abstieg geht logischerweise etwas schneller. Der Weg führt fast einmal um den ganzen Berg herum, sodass man nach und nach eine sehr schöne Aussicht über die ganze Bay of Plenty bekommt. Auch hier sind wieder einige Kiwis hochgejoggt. Man haben wir uns schlecht gefühlt. Hier muss man sich echt fit halten, will man dazu gehören. Und die Fotos zeigen, was für eine schöne Gegend es ist und warum die Bay ihren Namen zu recht trägt….Ach ja, dort eines Tages wohnen, das wäre doch was….

Nach dem Abstieg sind wir erneut zu unserem Dönermann gefahren. Nach dem leckeren Kebap ging es dann weiter zum Elms Mission Station House (C). Es ist das älteste Gebäude in der Bay of Plenty, erbaut vom englischen Missionar Archdeacon Brown (1803-1884). Er verbreitete das Christentum unter den Maori und lehrte ihnen das Lesen und Schreiben. Eine schön gepflegte Anlage, aber für den europäischen Touristen nichts Besonderes, da es für unseren Geschmack doch noch recht jung ist. Können wir doch auf eine weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurück blicken. Da die englischen Neuseeländer keine eigene alte Kultur und Gebäude haben, ist alles älter 150 Jahre anscheinend besonders erwähnenswert. Wir haben uns aber mit den Damen, die die Führung mit äußester Leidenschaft gemacht haben, sehr nett unterhalten. Um ehrlich zu sein, haben sie uns kaum wieder gehen lassen und immer wieder neue Geschichten über die Familie erzählt. War aber dennoch wirklich interessant.

Auf dem Weg nach Auckland sind wir an zwei interessanten Orten vorbei gekommen. Erstmal Bethlehem. Da haben Josef und Maria doch eine größere Strecke aus dem alten Palestina zurück gelegt, als bisher angenommen. Und dann waren wir noch in Katikati, was Katharina natürlich sehr schön fand. In der Nähe von Katikati gingen wir erneut auf eine ca. 40 minütige Wanderung zu einem großen alten Kauri Baum (D). Die Kauris sind in einigen Teilen von Northland von einem Virus befallen, dem sog. „Kauri dieback„. Daher immer schön die Schuhe säubern, wenn man Wandergebiete betritt oder verlässt, um den Virus nicht weiter zu verbreiten. Bisher gibt es noch keine Heilung für den Baum.

Der Waihi Beach (E) ist ein beliebtes Ausflugsziel nördlich von Tauranga, wo wir auch nochmal angehalten haben. Nach dem Sonnenuntergang ging es ohne Stopp zurück nach Auckland. Auf dem Mount Eden und unterhalb der Harbour Bridge konnten wir dann ein paar schöne Fotos von Auckland in der Nacht machen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaubstrip.

Eure Kiwis

Rugby: Harbour vs. Otega

ITM_CupBereits am 05.10.2013 haben wir unser erstes Rugby Spiel im hiesigen Sportstadium gesehen. Ein Spiel im ITM Cup Championship. Das lokale North Harbour gegen Otago, die Südinsulaner aus Dunedin.

Als wir zum Stadium gingen, bekamen wir netterweise ein Freiticket geschenkt, sodass wir nur noch ein Ticket kaufen mussten. Die Zuschauerbeteiligung war eher die eines Regionalligaspiels beim DFB, Harbour war als Letztplatzierter sowieso nicht der Favorit. Die Fans waren trotzdem sehr gut drauf und feuerten ihr Team so gut es nur ging an.

Zur Halbzeit nach 40 Minuten stand es 13:23 für Otago. Die gesparten $15 für ein Ticket wurden sogleich in zwei Bier der Marke Speight´s investiert. Die genauen Regeln beim Rugby blieben uns trotz Google weiterhin etwas verwehrt. Erstmal gibt es zwei verschiedene Rugby-Vereine (Rugby-Union und Rugby-League). Die „general rules“ sind gleich, Unterschiede gibt es in den „specific rules“ und im Punktesystem.

Beide Teams erzielten noch einige Punkte. Den Rückstand konnte Harbour aber nicht mehr aufholen, sodass das Spiel beim Abpfiff 23:37 für Otago ausging. Abschließend muss ich sagen, dass mir American Football besser gefällt. Neuseeland ist eben ein britisch geprägtes Land und so auch die Sportarten.

Nach dem Spiel ging es noch zum „The Merchant“, dort war Oktoberfest angesagt und wir konnten ein frisch gezapftes Erdinger genießen.

Auckland ist einer der lebenswertesten Städte der Welt

Jährlich gibt es Firmen, die Berichte über die lebenswertesten Städte der Welt herausbringen. Drei Beispiele von Unternehmen sind die Economist Intelligence Unit (Liveability Ranking and Overview), Mercer (Quality of Living Survey) und Monocle (Most Livable Cities Index). Der EIU wird allerdings kritisiert, weil a) die Lebenshaltungskosten nicht hereingerechnet werden und b) die englische Sprache mit „lebenswert“ gleichgesetzt wird und somit zu anglozentrisch orientiert ist.

Untersucht werden z. B. Sicherheit, Bildung, Hygiene, Gesundheit, Kultur, Umwelt, Erholung, Klima, Toleranz, Öffentlicher Nahverkehr, Lebenshaltungskosten und noch andere Dinge.

Da ich leider nicht die Zeit habe, eigene Umfragen zu machen, habe ich einfach die Platzierungen von den Firmen Mercer (Liste von 2012) und Moncole (Liste von 2013) genommen und Durchschnittswerte gebildet. Herausgekommen ist Andreas´ Liste der lebenswertesten Städte weltweit :)

Platz 1: Wien (Österreich)
Platz 2: Zürich (Schweiz)
Platz 3: Kopenhagen (Dänemark)
Platz 4: München (Deutschland)
Platz 5: Auckland (Neuseeland)
Platz 6: Sydney (Australien)
Platz 7: Melbourne (Australien)
Platz 8: Vancouver (Kanada)
Platz 9: Düsseldorf (Deutschland)
Platz 10: Stockholm (Schweden)

Wenn ihr also nach einer neuen Stadt zum Leben sucht, dann schaut euch vorher die Listen der lebenswertesten Städte an.