Erdbeben auf der Nordinsel

Gestern, am Montag den 20.01.2014 gab es im südlichen Teil der Nordinsel ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Zu diesen Zeitpunkt waren wir bereits auf der Südinsel und haben nichts davon mitbekommen. Aber erst vor einer Woche sind wir durch das Gebiet gefahren.

Es ist zwar nichts Alltägliches für Neuseeländer, aber trotzdem geht man anscheinend schnell wieder zu dem normalen Geschehen über, wie der Reporter bei einem Hunderennen. Gerade noch gewackelt, gilt seine ganze Aufmerksamkeit und Berichterstattung schon wieder dem Rennen. Und die Hunde interessiert soweiso nur eins.

Was ein Erdbeben ist und was man in solch´ einem Fall machen muss, wird euch von Kindern erklärt:

Advertisements

Tongariro Alpine Crossing

Die Wetteraussichten sahen einige Tage zuvor wirklich gut aus, um die beste Tageswanderung in Neuseeland durchzuführen. Am Morgen des 12.01.2014 sah es mal wieder ganz anders aus. Wolkig und Nieselregen. Mit ca. 30 Kraxelwilligen ging es um 07:30 vom National Park Backpacker Hostel los. Wie bei einem Klassenausflug in der Grundschule mussten wir uns in eine Liste eintragen, damit wir unterwegs nicht verloren gingen. Die „Aufseherin“ sagte einem Ausflügler, dass er ohne Regenjacke nicht mit durfte, sodass er umdrehte und sich eine Jacke holte. “ Got your lunch?“

Unzählige weitere Hikers hatten sich am Mangatepopo Carpark eingefunden und wie Ameisen gingen alle hintereinander her. Die Strecke ist 19,4km lang und dauert 6-7 Stunden (ohne Fotopausen). Bekannt ist der Tongariro Nationalpark auch durch den Berg Ngauruhoe aus dem Film „Herr der Ringe“ als Mt. Doom (Schicksalsberg). Der Weg dorthin ist anfangs sehr gut ausgebaut und man kommt schnell voran. Danach ändert sich die leicht bewachsene Landschaft und wird karg, steinig und erfordert immer mehr Ausdauer, um weiterhin gut mithalten zu können. Der Track steigt sehr schnell an. Nach 3 Stunden hat man es zum höchsten Punkt geschafft. Leider gestatteten die vielen Wolken nur kurze Blicke auf die Berge und die Landschaft umzu. Zudem war es da oben wirklich richtig kalt. Wir waren zum Glück gut ausgestattet, aber Handschuhe wären nicht schlecht gewesen.

Nach einer längeren Pause und einigen Fotos steht man oberhalb der Emerald Lakes, dem zweiten Ziel der Wanderung. Und wieder unzählige Fotos. Aber es sieht auch wirklich schön aus. Von dort machten wir uns im kalten Wind aber mit Sonnenschein auf dem Weg zum Abstieg. Ziel war der circa 4 Stunden entfernte Carpark im Norden des Nationalparks.

Der gesamte Park ist Risikogebiet. Der letzte Ausbruch des Mt. Tongariro war erst im August 2012 am Te Maari Krater. Es gibt ein Ampelsystem, welches das Betretes des Gebietes bei akuter Aktivität verbietet. Ebenso wird man mehrfach darauf hingewiesen, keine Pausen zu machen und schnell durchzugehen. Die Folgen des letzten Ausbruchs können an einer Hütte auf dem Weg betrachtet werden, die von Einschlägen sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die umherfliegenden Gesteinsbrocken können tödlich sein. Eine leicht unterschwellige Beklemmung machte sich in der Magengegend breit, wenn man das sieht und sich vorstellt, dass es gerade in dem Moment anfangen könnte.

Die angegebene Zeit ist nur einzuhalten, wenn man einen schnellen Schritt einhält und keine Pausen macht. Um 16 Uhr ging unser Bus zurück zum Hostel, den Parkplatz erreichten wir mit sehr viel Schmerzen um genau 15:55. Schwund gab es auch bei uns, es fehlten 6 Personen von der Gruppe. Vielleicht ist es ja doch kein Schulausflug :)

Im Nachhinein hätte man vielleicht auch oberhalb der Emerald Lakes wieder umdrehen und zum Ausgangspunkt zurückgehen können. Der Abstieg zum nördlichen Carpark ist mit 4 Stunden sehr eintönig bis langweilig und die Knie werden es einem auch danken. Außerdem spart man sich die $30 p.P. für die Bustour. Ansonsten eine wirklich sehr schöne Tour, die ich gerne bei guten Wetter noch einmal machen würde. Kathi definitiv nicht….

Mt. Taranaki & New Plymouth

Am 10.01. stand etwas großes auf dem Programm. Die Besteigung des 2518m hohen Mt. Taranaki. Dieser Berg befindet sich südlich von New Plymouth im Egmont National Park. 2003 diente er wegen der Ähnlichkeit zum Mt. Fuji als Kulisse des Films „The Last Samurai“ mit Tom Cruise. Diese Tageswanderung (8-10 Stunden für 12,6km) begann am North Egmont Visitor Center über die Tahurangi Lodge. Obwohl am Morgen der Berg wolkenfrei gewesen ist, war der obere Teil ab 9 Uhr bereits eingehüllt. Geröll, Schnee und Eis machten den Aufstieg für mich leider nicht bis zur Spitze möglich, sodass ich 2 Stunden vor erreichen des Gipfels umkehren musste. Vielleicht schaffe ich den Aufsteig ein anderes mal. Da die Sicht weniger als 20m betrug, war es auch gar nicht so schlimm.

New Plymouth ist eine Mischung aus zeitgenössichen Bauwerken und Gebäuden aus der Kolonialzeit. Kunst wird groß geschrieben, überall sind Skulpturen zu sehen. Kunstausstellungen finden ebenfalls regelmäßig statt. Den 7km langen coastal walkway kann man auch schön ablaufen (wenn man am Tag vorher nicht gerade den Mt. Taranaki bestiegen hat).

Screen Shot 2014-01-13 at 7.57.53 amAuf dem Weg zum Tongariro National Park Village (C) fuhren wir den 158km langen „Forgotten World Highway“ auf der SH 43 entlang.  Früher war die Gegend relativ gut bevölkert und führte den Namen „Valley of Plenty“. Die Flut 1924 ließ die Gemeinden fast aussterben. Der Bau einer Eisenbahnlinie brachte vielen wieder Arbeit, nach der Fertigstellung begann die Emigration erneut. Der Highway ist einer der 10 schlechtesten Straßen in Neuseeland. Aufgrund des minimalen Verkehrsaufkommens wird sich daran auch nicht viel ändern. Ansonsten ist der 3-stündige Weg ohne Tankstelle immer einen Besuch wert. Leider war das Wetter an diesem Tag erneut verbesserungswürdig. Es geht über viele Hügel, Täler und verlassene Städte. Der berühmteste Ort ist wohl Whangamomona (B). 1989 erklärte sich der Ort nach einem Disput mit dem Manawatu-Wanganui Distrikt zur eigentständigen Republik mit gewähltem Präsidenten. Alle zwei Jahre im Januar wird der Unabhänigkeitstag gefeiert, leider nicht in dem Jahr unseres Besuches. Wer hier durchfahren sollte, muss unbedingt den Muffins porbieren. Die schmecken wie bei Muttern. Und der Kaffee ist auch sehr gut. Der ideale Muttermache für die restlichen Fahrt, zurück in die Zivilisation.

Waitomo Caves

Screen Shot 2014-01-12 at 5.14.26 pmNachdem wir noch einen weiteren Tag bei Geli und Claudia bleiben konnten, um besseres Wetter abzuwarten, haben wir unsere Tour am 09.01.2014 fortgesetzt. Diese führte uns von den Waitomo Caves (B) über den SH 43 (den Surfhighway) nach New Plymouth (C).

Eigentlich wollten wir in Hamilton an einem Super-Classic-Diner anhalten und den BBQ Burger mit Speck, Käse und Curly Fries essen, also ich wollte ihn essen, jedoch waren wir etwas knapp in der Zeit und 40 Minuten Wartezeit konnten wir leider nicht mehr einholen. Wir hatten nämlich Tickets für die Waitomo Caves und mussten uns dann alternativ mit einer der besten Fast-Food-Ketten (Carl´s Junior) begnügen. Was für ein Pech aber auch.

Die Höhlen von Waitomo bestehen größtenteils aus Kalkstein und werden auf 2 Millionen Jahre geschätzt. Gebildet haben sie sich durch Meerestierchen, die abgestorben und zusammengepresst wurden. Durch Eruptionen ist Wasser eingedrungen und hat die Höhlen ausgewaschen. In der Gegend gibt es rund 200 Höhlen, von denen 12 für den Tourismus erschlossen sind. Größere und kleinere Firmen bieten Führungen an. Die bekanntesten drei Caves sind die Glowworm, Ruakuri und Aranui Cave.

Die Glowworm Cave war den lokalen Maori schon länger bekannt, bis sie 1887 ausführlicher von einem Häuptling und einem Engländer untersucht wurden, sodass um 1900 immer mehr Touristen kamen. 1906 nahm sich die Regierung das Land und bewirtschaftete die Höhle selber. 1989 gab sie das Land und die Rechte wieder zurück an die Nachfahren des Häuptling. Viele Maori, ansonsten sehr von Arbeitslosigkeit geprägt, finden in dem Tourismus eine Anstellung. Die Führung beginnt mit den Kalksteinhöhlen selbst, in der sich überall Stalatiten und Stalagmiten über Jahrtausende  gebildet haben. Sie brauche 200 Jahre, um einen Zentimeter zu wachsen. Da in dieser Höhle auch der Waitomo River durchfließt, gibt es Glühwürmchen. Nicht die fliegenden (fireflies), sondern diese hängen von der Decke. Durch den Fluss kommen Insekten in die Höhle, die an der Decke einen vermeintlichen Sternenhimmel vorfinden. Fliegen sie nach oben, verfangen sie sich in den klebrigen Würmchen. Nach einigen Erläuterungen geht die Tour in einem Boot über den Fluss weiter. Dabei ist die Höhle mit den Glowworms komplett dunkel gehalten, damit die Würmchen auch in ihrer vollen Anzahl bestaunen kann. Wirklich eine einmalige Sache. Die Sterne zum greifen nah sozusagen. Abertausende kleine floureszierende Punkte an der Decke. Der Guide zieht das Boot langsam an einem Seil durch die Höhle. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, lassen sich immer mehr Glühwürmchen erkennen. Am Ende des Tunnels erscheint langsam Tageslicht und die Tour ist damit abgeschlossen.

Die Ruakuri Höhle wurde vor 400-500 Jahren von einem jungen Maori entdeckt, als er von wilden Hunden angegriffen wurde und in die Höhle floh. Sie ist die längste begehbare der Caves und bringt dich hautnah an die Glühwürmchen heran. Das riesige Tunnelsystem ist wirklich beeindrucken und wirklich sehr gut ausgebaut.

Die Aranui Cave ist die jüngste Erschließung. 1910 von Ruruku Aranui entdeckt, als er auf Schweinejagd ging. Sie ist die kleinste, aber die schönste mit Stalagmiten, Stalagtiten und Steinformationen, ebenfalls aus Kalkstein. Hier gibt es keine Glühwürmchen zu sehen, da es keinen Wasserlauf mehr gibt. Die sogenannte Kathedrale bildet das Herzstück der Höhle und man glaubt es kaum, aber es gibt Menschen, die in dieser Höhle heiraten. Die Akkustik muss während der Zeremonie gigantisch sein.

Am Abend erreichten wir über den Surferhighway New Plymouth. Eingecheckt in die überraschend schlechte Jugendherberge, gingen wir noch an den Strand kurz nachdem die Sonne bereits untergegangen war.

Raglan und umzu…..

Der  2,4 Millionen Jahre alte Vulkanberg Mt. Karioi ist eine Besteigung wert. Es gibt zwei Wege zum Gipfel. Am ersten Tag haben wir es nur bis zum 2 Std. entfernten Lookout geschafft. An einen anderen Tag ging es dann komplett hinauf. Leider ist das Wetter sehr schnell umgeschlagen und hat den Berg in eine lange, weiße Wolke gehüllt.

Außerhalb von Raglan gibt es noch einen 55m hohen Wasserfall, den Bridal Veil Falls. Zu erreichen über eine leichte 15 Minuten Wanderung.

Wer hätte gedacht, dass Weihnachten schon wieder vor der Tür stand. Ist doch jedes Jahr wieder das Gleiche. Oskar (der Kater) hat einen kleinen Spielteddy mit Glöckchen bekommen. Wir bekamen einen Schokonikolaus von Lindt und natürlich diesen Neuseeland Trip.

Wir hoffen ihr hattet ebenso ein schönes Weihnachtsfest für euch und eure Familie.

Ja, ich habe Fisch gegessen. Normalerweise ess ich nur Thunfisch und Fischstäbchen. Aber der Bratfisch ist so lecker, dass selbst meine vegetarische Frau nicht wiederstehen konnte ;)  Die Pommes ist zwar nicht der Hit, aber nunja. Wer fischt, der darf für ein paar $ seinen Fang auch dort braten lassen und direkt am Hafen essen. Sonnenuntergänge lassen sich überall am Ort erleben. Besonders schön fanden wir ihn aber am Ngaranui Beach und etwa 20 Minuten außerhalb, wenn man die Whaanga Road entlang fängt zum Te Toto Carpark.

Welcome to Raglan

Über die Webseite Kiwihousesitters.co.nz haben wir eine Familie gefunden, die jemanden brauchte, der während ihres Urlaubs auf den Kater und das Haus aufzupasst – Weihnachtsurlaub in Norddeutschland. Das war natürlich genau das, was wir brauchten. Raus aus der Großstadt und rein in ein kleines entspanntes 2.500 Seelen Dörfchen. Raglan liegt ca. 2,5 Fahrstunden südlich von Auckland an der Westküste des Landes. Bekannt ist das Fleckchen vorallem durch die weltweit längste linksbrechende Pointbreak. Mit drei Surfspots und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden perfekt für Beginner und Profis.

Was macht man also in 3 Wochen an diesem Ort? Der Strand Ngarunui Beach ist entweder in 30 Minuten über ein einsamen Waldpfad mit Lookout oder innerhalb von 5 Minuten mit dem Auto von unserem Häuschen zu erreichen. Hier mal ein paar Bilder von Raglan und umzu:

Am 22.12.2013 ging es nach Hamilton. Das soweit einzig interessante waren die Hamilton Gardens. Besser allerdings als die botanischen Gärten in Auckland.

Was haben wir also die ganze Zeit über gemacht? Wir haben es einfach in vollen Zügen genossen; das schöne Wetter, die tolle Landschaft, das herrliche Meer, den atemberaubenden Sternenhimmel und die unendliche Stille. Grandios.

Treebeard lebt

Nach einem kurzen Frühstück haben wir die Jugendherberge & Campingplatz in Ahipara (F) verlassen und sind nach Süden zum Hokianga Harbour gefahren. In Maori Sprache (Te Reo): „Te Hokianga-nui-a-Kupe“ (Ort der großartigen Rückkehr des Kupe). Kupe war in der Mythologie der Māori mancher Stämme einer der Entdecker von Aotearoa/Neuseeland. Da Neuseeland von Norden nach Süden besiedelt wurde, ist Hokianga eine der ältesten Siedlungen der Maori. Mit der Fähre haben wir von Kohukohu nach Rawene übergesetzt. Diese fährt stündlich hin- und her und es war einiges los auf der Fähre. Vorher hatten wir noch etwas Zeit zum entspannen.

Auf der anderen Seite des Hokianga Harbour fuhren wir die SH12 in westlicher Richtung zur Mündung. Von dem Arai-Te-Uru Recreation Reserve hat man eine sehr schöne Rundumsicht auf das türkisfarbene und saubere Wasser. In den flachem Gewässer kann man bestimmt schön tauchen. Schön ist, dass diese Westküste noch nicht so stark touristisch erschlossen ist wie z. B. Paihia.

Über Hügel ging es weiter zm Waipoua Forest (G), einem geschützten Gebiet mit dem größten Kauri-Baum Bestand und der größten Kiwi Population in Neuseeland. Hier stehen zwei der größten und dicksten lebenden Kauri Bäume, Tane Mahuta (Lord of the forest) and Te Matua Ngahere (Father of the forest). Ihr Alter wird auf über 2000 Jahre geschätzt, haben also alle Epochen seit Christi Geburt mitgemacht.

 Details: Tane Mahuta Te Matua Ngahere
Stammumfang: 13,77 m 16,41 m
Stammhöhe: 17.68 m 10,21 m
Gesamthöhe: 51.2 m 29,9 m
Stammvolumen: 516,7 m3 208,1 m3

Leider wurde auch im Waipoua Forest das ‚Kauri-dieback‘ virus gefunden. Danach ging es geradewegs nach Auckland zurück, um uns auf das nächste Abendteuer vorzubereiten ;)

Eure Kiwis

 

Cape Reinga and the far north

Viele Kilometer lagen vor uns. Zuerst ging es von Paihia wenige km weiter nach Kerikeri zu den Rainbow Falls. Worher der Name wohl kommt? :) Danach ging es an der Doubtless Bay vorbei weiter in Richtung Norden. Die Bucht bekam übrigens den Namen von James Cook, als er 1769 in sein Logbuch schrieb: „doubtless a bay“ (zweifelsfrei eine Bucht). Angekommen an der anderen Seite der Halbinsel ging es über den 90 mile beach (D) einige Kilometer nach Norden. Der Abschnitt ist allerdings nur 55 miles lang. Der Grund in der Falschberechnung scheint darin zu liegen, dass man damals mit dem Pferd 30 Meilen pro Tag reinten konnte. Für den Trip brauchte man 3 Tage. Nur kamen die Pferde im Sand nicht so schnell voran, sodass man länger für die Strecke brauchte. Soviel zu den Theorien, zurück zu den Fakten. Es macht super viel Spaß auf der offiziellen Straße „Coast Road“ zu fahren.

Zurück auf dem State Highway 1 kamen wir an einigen Wildpferden vorbei. Auch etwas, was man selten sieht. Einer Kuhherde sind wir ja schon begegnet. Nun war eine Schafherde dran. Die Hunde mussten ganze Arbeit leisten, um die immer wieder ausbrechenden Schafe im Zaun zu halten. Nach weiteren 45 Minuten erreichten wir dann endlich das Nordkapp, Cape Reinga (E). Der Name des Kapps stammt vom Maori Wort „Reinga“ und bedeutet „Unterwelt“. An diesem Punkt verlassen die toten Seelen das Land und betreten die Nachwelt. Seit 2007 wartet Cape Reinga für die Aufnahme in die Liste als Weltkulturerbe. Am Kapp treffen sich die Tasman See und der Pazifische Ozean aufeinander und sorgen für viel Strudel und manchmal hohen Wellengang.

Tipp: Versucht nach 16:00 Uhr auf dem Cape zu sein. Dann sind die ganzen Busse aus Paihia und anderen Städten schon wieder weg und ihr müsst die Aussicht nicht mit hunderten anderen Touristen teilen. Außerdem steht die Sonne dann im richtigen Winkel für super Aufnahmen.

Nach einem ausgiebigem Fotoshooting ging es zum Youthhostel nach Ahipara (F), wo wir noch einen schönen Sonnenuntergang erleben konnten.

Schwimmen mit Flipper & Co

Voller Vorfreude auf den anstehenden Tag, konnten wir nicht lange schlafen. OK, der Wecker hat uns um 5:45 aufgeweckt, da wir uns auf der nach Osten zugewandten Seite befanden, so dass als erstes ein Sonnenaufgang auf dem Programm stand. Leider waren doch ein paar Hügel im Weg, aber dennoch war der Sonnenaufgang sehr schön. Das Meeresrauschen müsst ihr euch bei den Bildern jetzt hinzudenken. Auch hier waren wir nicht die Einzigen, wie in Napier kamen uns Jogger und Spaziergänger entgegen.

Wir sind noch kurz zu den Waitangi Treaty Grounds gefahren. Dort wurde 1840 der Friendensvertrag zwischen den Maori und der britischen Krone geschlossen. Allerdings fanden wir den Eintrittspreis für $80 etwas übertrieben, vorallem weil er für Neuseeländer kostenfrei ist. Die Führung hätte auch etwas länger gedauert und wir mussten um 12:30 am Kai sein.

Bei einer Buchung über der Jugendherberge bekommt man übrigens 10% Rabatt für den 4-stündigen Ausflug. Ansonsten kostet die Tour $109. Nicht gerade ein Schnapper, aber sowas macht man ja auch nicht alle Tage.  Auf der Tour von Fullers GreatSights bekommt man eine dolphin-view-guarantee. Sollte man keine Delphine zu sehen bekommen, gibt es ein Gutschein für einen anderen Tag. Mit 12 anderen Wasserratten sind wir in der Bucht herumgefahren, um Flipper & Friends zu finden. Es kann mal so und mal so laufen. Bei der Vormittagstour konnten die Teilnehmer nur 2 Minuten schwimmen und dann waren die Delfine weg :( Wir hatten mehr Glück und nach kurzer Zeit haben wir die ersten Tiere gesichtet.

Bisher hatten wir Delfine nur im Zoo gesehen, das hier ist aber schon etwas ganz anderes und viel, viel besser! 2x haben sie einen großen Sprung aus dem Wasser gemacht und nach einem Fotoshooting ging es dann auch für uns ins Wasser. Man sollte mit ihnen reden, damit sie Interesse zeigen. Auch abtauchen soll helfen, was wir natürlich alles probiert haben. Insgesamt war es eine Gruppe von 6 Delfinen und sie waren nur wenige Meter von uns entfernt. Abgetaucht kamen sie auf mich zu, zwinkerten kurz und drehten dann in einem Meter Entfernung ab. Einfach genial. Wir sind zu verschiedenen Spots hinterher gefahren und durften drei mal ins Wasser springen. Die Gesänge in Natura sind auch viel intensiver und es machte Spaß einfach nur zuzuhören. Arme angelegt, langsam paddeln und alles auf sich wirken lassen. Danach ging es zurück an Board. Dort haben wir uns umgezogen und es uns auf dem Vorderdeck gemütlich gemacht. Dann haben wir noch eine andere Gruppe gesehen, die ebenfalls mit athletischen Einlagen auf sich aufmerksam machte.

Zurück in Paihia waren wir von dem Tag sehr erschöpft und froh über eine gescheite Mahlzeit und eine Dusche.

Trip durch das Northland

Screen Shot 2013-12-13 at 7.50.51 amAm 09.12.2013 sind wir kurzfristig für ein paar Tage in den Norden gefahren. 2 Stunden von Auckland entfernt liegt Whangerei (B), die mit 53.000 Einwohnern größte Stadt in der Northland Region. Im Visitor Center kann man sich gute Ideen holen, was man so alles machen kann und nebenbei einen sehr leckeren iced chocolate trinken ;) Wir sind zuerst auf einen größeren Hügel gefahren, um die Stadt von oben zu besichtigen. Es sollte dort eigentlich auch ein altes Maori pa (Fort), das haben wir aber nicht gefunden. Ein Kriegerdenkmal ist das einzige militärische, was oben auf dem Hügel steht.

Dann ging es 2 km zu den Abbey Coves, eine nicht wirklich erschlossene Höhle mit Glühwürmchen. Die großen Steine in die dunkle Höhle herunterzuklettern, hatte schon etwas Abenteuerliches. Wir waren mit festem Schuhwerk und Taschenlampe aber gut darauf vorbereitet. Man muss ein kleines Stück durch einen flachen Bach waten bis man nach wenigen Metern hoch oben kleine Glühwürmchen sieht. Taschenlampe aus, Glühwürmchen an. Langsam weiten sich die Pupillen und immer mehr Pünktchen lassen sich erkennen. Ziemlich abgefahren.

Im Anschluss sind wir zu den Whangerei Falls gefahren, die angeblich meist fotografierten Wasserfälle Neuseelands. Mag wohl daran liegen, dass diese in 5 Minuten ohne große Anstrengung zu erreichen sind. Ganz nett, aber die schönsten waren es nicht. Da haben wir schon bessere gesehen und wir waren bislang noch nicht einmal auf der Südinsel.

Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel – Paihia (C) – wollten wir noch am Strand bei Matapouri an der Whale Bay eine kleine Wanderung machen. Leider fing es etwas an zu regnen. Da es nicht besser, sondern immer schlimmer wurde, sind wir nach wenigen Metern doch zurück zum Auto gegangen. Nach 1,5 Stunden haben wir Paihia erreicht uns uns wieder im Hostel  (YHA) einquartiert. Spontan haben wir uns für den darauf folgenden Tag für das Schwimmen mit Delphinen angemeldet!!! Yeah!