Gute Neuigkeiten

Es gibt sehr gute Neuigkeiten. Wir haben einen Job gefunden!

Nachdem wir uns 3 Monate erfolglos auf der Nordinsel beworben haben, versuchten wir Mitte Januar unser Glück auf der Südinsel. Unsere Chancen sahen wir primär in der Region um Christchurch. Wegen den Erdbeben 2010 und 2011 sind dort 70,000 Menschen abgewandert. Entsprechend groß war unsere Hoffnung, dass dort Fachkräfte gesucht werden. Damit lagen wir anscheinend genau richtig.  Christchurch ist immer noch gezeichnet von vielen Baustellen und der Wohnungsmarkt ist angespannt. Aber die Aussicht auf eine Neugestaltung der Stadt mit der neusten Infrastruktur, Parks und Neubauten lässt viele Menschen positiv in die Zukunft blicken. Es kann jeden Tag nur besser werden.

Der Grund warum es in Auckland nicht geklappt hat, liegt darin, dass wir kein Arbeitsvisum vorweisen konnten. Uns wurde mehrmals gesagt, dass jemand zu sofort gesucht wird. Viele Arbeitgeber wollten nicht erst 4 Wochen warten bevor der Prozess mit Immigration abgeschlossen ist, obwohl die Qualifikationen sehr gut oder vielleicht sogar besser gepasst hätten. Nach über 100 Bewerbungen haben wir zwischenzeitlich oft an uns selbst gezweifelt. Die Mentalität ist eben anders als bei uns. In Christchurch bekam ich innerhalb von 4 Wochen nach zwei Gesprächen zwei Jobangebote. Eine Luxusentscheidung nach all dieser Zeit.

Wir sind nun seit 2 Monaten auf der Südinsel und finden diese sowieso viel schöner – die großen Weiten, die aufgeschlossenen Menschen, die Wandermöglichkeiten. Im Winter liegen die Skiresorts direkt vor der Haustür und im Sommer das Meer nur einen Steinwurf entfernt.

Ab April geht es los, das Arbeitsvisum ist in Bearbeitung und dann gibt es auch mal ein paar Infos über die Arbeitsmoral der Kiwis ;-)

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Wir haben ein Auto gefunden – endlich!

Nicht, dass wir die ersten 2 Wochen völlig aufgeschmissen waren, aber nun endlich ein eigenes Auto zu haben, ist schon etwas Feines. Unser „neuer Gebrauchter“ ist ein Mitsubishi Diamante von 2002, 156.000km auf der Uhr, 3497cc und hat mit 211 PS also einges an Power unter der Haube. Stark genug, um ein Caravan die neuseeländischen Hügel hinauf zu ziehen.

Nun stand der Wagen nicht direkt vor unser Haustür. In der Gegend gab es unter anderem das Auktionshaus Turners, von dem ich bereits berichtet habe. Dort waren wir drei mal, um uns potentiellen Wagen anzuschauen, um eine Auktion erstmal informativ mitzumachen und um dann ggf. mitzubieten. Hat leider nicht so ganz geklappt. Wir haben uns nicht so richtig getraut :/

IMG_0544Gestern haben wir uns dann ein Auto gemietet, um diverse Autohändler abzuklappern. Oh ja, Linksverkehr. Nach kleinen anfänglichen Schwierigkeiten, habe ich mich relativ  schnell daran gewöhnt. Auch wenn ich beim Abbiegen den  Scheibenwischer trotz Sonnenschein ab und zu angemacht habe. Jeder weiß dann aber sofort bescheid und hält Abstand :)

Wir hatten ein Budget von circa 4000,- $ und nach vielem Hin und Her verließ uns so langsam der Mut. Ein Autohändler hatte uns den Mund süß gemacht mit einem Wagen, der unseren Vorstellungen entsprochen hätte, der aber noch geliefert werden sollte. Er würde sich bei uns melden. Nach dreimaligem Nachfragen, haben wir uns doch ziemlich verarscht gefühlt und einen Haken dran gemacht.

IMG_0551Aus lauter Frust sind wir dann zu dem tollen deutschen Bäcker gefahren, der in der Nähe seine Backstube hat und von dem alle deutschen Kiwis schwären. Unser Besuch wurde mit leckeren Brezeln und festem, saftigem und eben nicht fluffigem Brot belohnt. Gerade mal zwei Wochen in NZ und schon Sehnsucht nach den deutschen Backwaren. Einfach herrlich und sicherlich nicht unser letzter Besuch. Diehl´s Bäckerei liegt in einem unscheinbaren Hinterhof. Ingo Diehl ist schon 69 und wollte vor Jahren bereits aufhören zu backen. Die deutschen Kiwis in Auckland haben ihn aber nicht gelassen und so macht er munter weiter Schwarzbrot und vernünftige Brötchen. Dazu hat er sich Verstärkung aus Deutschland geholt.

….Jeder der da rauskommt hat auch erstmal direkt ein Brezel im Mund….wirklich amüsant….

IMG_0563Dann sind wir doch noch an einen vielversprechenden Autohof (U-Sell) vorbeigekommen, wo private Verkäufer ihr Auto abstellen und über einen Zwischenhändler anbieten können. Auch mit diesem Händler haben wir uns sehr gut verstanden, weil er mal für 2 Jahre in den Niederlanden und Deutschland unterwegs gewesen ist. Recht schnell viel unser Auge auf den Mitsubishi und wir haben den Deal klar gemacht. Noch schnell einen neuen TÜV machen lassen und wir hatten endlich ein gescheites Auto gekauft. Dies hoffen wir zumindest. Ganz sicher kann man sich beim Autokauf ja nie sein. Auf jeden Fall freuen wir uns über unseren tollen Flitzer!

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Nachtrag 05.10.2013: Wir hatten eine Umfrage gemacht, wie unser Wagen heißen soll. Es gab viele witzige Vorschläge. Entschieden haben wir uns dann aber doch für „Silberfarn“, die Nationalpflanze von Neuseeland.