Erdbeben auf der Nordinsel

Gestern, am Montag den 20.01.2014 gab es im südlichen Teil der Nordinsel ein Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala. Zu diesen Zeitpunkt waren wir bereits auf der Südinsel und haben nichts davon mitbekommen. Aber erst vor einer Woche sind wir durch das Gebiet gefahren.

Es ist zwar nichts Alltägliches für Neuseeländer, aber trotzdem geht man anscheinend schnell wieder zu dem normalen Geschehen über, wie der Reporter bei einem Hunderennen. Gerade noch gewackelt, gilt seine ganze Aufmerksamkeit und Berichterstattung schon wieder dem Rennen. Und die Hunde interessiert soweiso nur eins.

Was ein Erdbeben ist und was man in solch´ einem Fall machen muss, wird euch von Kindern erklärt:

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Mt. Taranaki & New Plymouth

Am 10.01. stand etwas großes auf dem Programm. Die Besteigung des 2518m hohen Mt. Taranaki. Dieser Berg befindet sich südlich von New Plymouth im Egmont National Park. 2003 diente er wegen der Ähnlichkeit zum Mt. Fuji als Kulisse des Films „The Last Samurai“ mit Tom Cruise. Diese Tageswanderung (8-10 Stunden für 12,6km) begann am North Egmont Visitor Center über die Tahurangi Lodge. Obwohl am Morgen der Berg wolkenfrei gewesen ist, war der obere Teil ab 9 Uhr bereits eingehüllt. Geröll, Schnee und Eis machten den Aufstieg für mich leider nicht bis zur Spitze möglich, sodass ich 2 Stunden vor erreichen des Gipfels umkehren musste. Vielleicht schaffe ich den Aufsteig ein anderes mal. Da die Sicht weniger als 20m betrug, war es auch gar nicht so schlimm.

New Plymouth ist eine Mischung aus zeitgenössichen Bauwerken und Gebäuden aus der Kolonialzeit. Kunst wird groß geschrieben, überall sind Skulpturen zu sehen. Kunstausstellungen finden ebenfalls regelmäßig statt. Den 7km langen coastal walkway kann man auch schön ablaufen (wenn man am Tag vorher nicht gerade den Mt. Taranaki bestiegen hat).

Screen Shot 2014-01-13 at 7.57.53 amAuf dem Weg zum Tongariro National Park Village (C) fuhren wir den 158km langen „Forgotten World Highway“ auf der SH 43 entlang.  Früher war die Gegend relativ gut bevölkert und führte den Namen „Valley of Plenty“. Die Flut 1924 ließ die Gemeinden fast aussterben. Der Bau einer Eisenbahnlinie brachte vielen wieder Arbeit, nach der Fertigstellung begann die Emigration erneut. Der Highway ist einer der 10 schlechtesten Straßen in Neuseeland. Aufgrund des minimalen Verkehrsaufkommens wird sich daran auch nicht viel ändern. Ansonsten ist der 3-stündige Weg ohne Tankstelle immer einen Besuch wert. Leider war das Wetter an diesem Tag erneut verbesserungswürdig. Es geht über viele Hügel, Täler und verlassene Städte. Der berühmteste Ort ist wohl Whangamomona (B). 1989 erklärte sich der Ort nach einem Disput mit dem Manawatu-Wanganui Distrikt zur eigentständigen Republik mit gewähltem Präsidenten. Alle zwei Jahre im Januar wird der Unabhänigkeitstag gefeiert, leider nicht in dem Jahr unseres Besuches. Wer hier durchfahren sollte, muss unbedingt den Muffins porbieren. Die schmecken wie bei Muttern. Und der Kaffee ist auch sehr gut. Der ideale Muttermache für die restlichen Fahrt, zurück in die Zivilisation.

Treebeard lebt

Nach einem kurzen Frühstück haben wir die Jugendherberge & Campingplatz in Ahipara (F) verlassen und sind nach Süden zum Hokianga Harbour gefahren. In Maori Sprache (Te Reo): „Te Hokianga-nui-a-Kupe“ (Ort der großartigen Rückkehr des Kupe). Kupe war in der Mythologie der Māori mancher Stämme einer der Entdecker von Aotearoa/Neuseeland. Da Neuseeland von Norden nach Süden besiedelt wurde, ist Hokianga eine der ältesten Siedlungen der Maori. Mit der Fähre haben wir von Kohukohu nach Rawene übergesetzt. Diese fährt stündlich hin- und her und es war einiges los auf der Fähre. Vorher hatten wir noch etwas Zeit zum entspannen.

Auf der anderen Seite des Hokianga Harbour fuhren wir die SH12 in westlicher Richtung zur Mündung. Von dem Arai-Te-Uru Recreation Reserve hat man eine sehr schöne Rundumsicht auf das türkisfarbene und saubere Wasser. In den flachem Gewässer kann man bestimmt schön tauchen. Schön ist, dass diese Westküste noch nicht so stark touristisch erschlossen ist wie z. B. Paihia.

Über Hügel ging es weiter zm Waipoua Forest (G), einem geschützten Gebiet mit dem größten Kauri-Baum Bestand und der größten Kiwi Population in Neuseeland. Hier stehen zwei der größten und dicksten lebenden Kauri Bäume, Tane Mahuta (Lord of the forest) and Te Matua Ngahere (Father of the forest). Ihr Alter wird auf über 2000 Jahre geschätzt, haben also alle Epochen seit Christi Geburt mitgemacht.

 Details: Tane Mahuta Te Matua Ngahere
Stammumfang: 13,77 m 16,41 m
Stammhöhe: 17.68 m 10,21 m
Gesamthöhe: 51.2 m 29,9 m
Stammvolumen: 516,7 m3 208,1 m3

Leider wurde auch im Waipoua Forest das ‚Kauri-dieback‘ virus gefunden. Danach ging es geradewegs nach Auckland zurück, um uns auf das nächste Abendteuer vorzubereiten ;)

Eure Kiwis

 

Cape Reinga and the far north

Viele Kilometer lagen vor uns. Zuerst ging es von Paihia wenige km weiter nach Kerikeri zu den Rainbow Falls. Worher der Name wohl kommt? :) Danach ging es an der Doubtless Bay vorbei weiter in Richtung Norden. Die Bucht bekam übrigens den Namen von James Cook, als er 1769 in sein Logbuch schrieb: „doubtless a bay“ (zweifelsfrei eine Bucht). Angekommen an der anderen Seite der Halbinsel ging es über den 90 mile beach (D) einige Kilometer nach Norden. Der Abschnitt ist allerdings nur 55 miles lang. Der Grund in der Falschberechnung scheint darin zu liegen, dass man damals mit dem Pferd 30 Meilen pro Tag reinten konnte. Für den Trip brauchte man 3 Tage. Nur kamen die Pferde im Sand nicht so schnell voran, sodass man länger für die Strecke brauchte. Soviel zu den Theorien, zurück zu den Fakten. Es macht super viel Spaß auf der offiziellen Straße „Coast Road“ zu fahren.

Zurück auf dem State Highway 1 kamen wir an einigen Wildpferden vorbei. Auch etwas, was man selten sieht. Einer Kuhherde sind wir ja schon begegnet. Nun war eine Schafherde dran. Die Hunde mussten ganze Arbeit leisten, um die immer wieder ausbrechenden Schafe im Zaun zu halten. Nach weiteren 45 Minuten erreichten wir dann endlich das Nordkapp, Cape Reinga (E). Der Name des Kapps stammt vom Maori Wort „Reinga“ und bedeutet „Unterwelt“. An diesem Punkt verlassen die toten Seelen das Land und betreten die Nachwelt. Seit 2007 wartet Cape Reinga für die Aufnahme in die Liste als Weltkulturerbe. Am Kapp treffen sich die Tasman See und der Pazifische Ozean aufeinander und sorgen für viel Strudel und manchmal hohen Wellengang.

Tipp: Versucht nach 16:00 Uhr auf dem Cape zu sein. Dann sind die ganzen Busse aus Paihia und anderen Städten schon wieder weg und ihr müsst die Aussicht nicht mit hunderten anderen Touristen teilen. Außerdem steht die Sonne dann im richtigen Winkel für super Aufnahmen.

Nach einem ausgiebigem Fotoshooting ging es zum Youthhostel nach Ahipara (F), wo wir noch einen schönen Sonnenuntergang erleben konnten.

PISA Studie 2013

Es ist mal wieder soweit. Die im Jahr 2000 von Deutschland so gefürchtete PISA Studie legte den Schwerpunkt dieses Jahr auf Mathematik. Urgh… Die Studie ist übrigens nicht nach der Stadt in Italien benannt, sondern steht für „Programm for International Student Assessment“.

Wer sich selbst mal testen möchte, 6 Beispielfragen welche den 15 jährigen SchülerInnen gestellt wurden. Zum Glück habe ich alle Fragen richtig beantwortet :)

In diesem Eintrag möchte ich, dem Blog entsprechend, nur die beiden Länder Deutschland und Neuseeland anhand des OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) Durchschnitts kurz vergleichen. Hier könnt ihr euch schnell einen Überblick über andere Länder verschaffen.

Fachgebiet Deutschland Neuseeland OECD
Mathe 514 500 494
Lesen 508 512 496
Naturwissenschaft 524 516 501
Quelle: gpseducation.oecd.org

Deutschland und Neuseeland liegen beide gleichermaßen etwas über dem OECD Durchschnitt.

Wem Durchschnitt nicht gug genug ist, der sollte sich ein Beispiel an Shanghei (China) nehmen; die SchülerInnen sind lt. Tagesschau.de 3 Schuljahre weiter als der Durchschnittsschüler. Überhaupt schneiden die südostasiatischen Länder in diesem Jahr sehr gut ab. Die Asiatischen Staaten holen also nicht nur wirtschaftlich auf. Oder vielleicht gerade deswegen?! Wirtschaftlicher Wohlstand und Bildung hängen nunmal doch zusammen. In 15 Jahren werden wir sehen, was die Saat von heute bringt.

Ein paar generelle Werte zu dem Bildungsstand der Gesamtbevölkerung: Obwohl Deutschland eines der Länder mit der höchsten Sekundarabschlussrate ist, liegt es bei tertiären Abschlüssen hinter dem Durchschnitt. In Neuseeland ist es genau anders herum.

Bildung/Wirtschaft
(25 – 64 jährige in 2011)
Deutschland Neuseeland OECD
Sekundarabschluss I 14% 26% 26%
Sekundarabschluss II 59% 35% 44%
Tertiärabschluss 28% 39% 31%
Arbeitslosenquote mit Sekundarabschluss I 14% 7% 13%
Arbeitslosenquote mit Sekundarabschluss II 6% 4% 7%
Arbeitslosenquote mit Tertiärabschluss 2% 4% 5%
Ausgaben für Bildung vom BIP in 2010  7%  7%  6%

Quelle: gpseducation.oecd.org

Herauslesen kann man aus dieser Tabelle, dass man auch mit einem Sekundarabschluss I in Neuseeland nicht arbeitslos sein muss. Allerdings auch nicht kann, weil die staatliche Arbeitslosenhilfe nicht sehr hoch ist. Wer ein Handwerk gelernt hat, wird aktuell in Christchurch für den Wiederaufbau dringend benötigt. Detaillierte Statistiken über das Bildungssystem in Neuseeland und andere Länder können hier abgerufen werden. Deutschland möchte lt. BMBF die Bildungsausgaben auf 10% erhöhen. Bis wann konnte ich aus dem Bericht allerdings nicht erkennen.

Bleibt zu hoffen, dass unsere Politiker in Zukunft die richtigen Entscheidungen in Bezug auf Bildung treffen. Denn „die Invenstition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ (Benjamin Franklin).

Dänen und Kiwis – am wenigsten korrupt

Der neue Korruptionswahrnehmungsreport 2013 von Transparancy International ist verfügbar. Dänemark und Neuseeland belegen mit 91 Punkten beide den ersten Platz und sind demnach am wenigsten von Korruption betroffen. Überhaupt haben die skandinavischen Staaten sehr gut abgeschnitten. Alle 4 Länder sind unter den Top 5. Vielleicht erklärt sich das gute Abschneiden von Neuseeland damit, dass hier nicht einmal Trinkgelder angenommen werden ;-)

Ich habe in meiner Tabelle nur ein paar Länder aufgenommen. Deutschland landet mit 78 Punkten auf Platz 12. Das Schlusslicht, in Bezug auf die EU,  bildet Griechenland mit 40 Punkten und landet somit auf dem 80. Platz. Italien kann sich mit seinem 69. Platz (43 Punkten) auch nicht mit Federn schmücken. Global gesehen, schneiden Afghanistan, Nordkorea und Somalia mit ganzen 8 Punkten (Platz 175) am schlechtesten ab. Es ist schade zu sehen, dass von 177 berücksichtigten Länder 122 weniger als 50 Punkte bekommen haben. Das heißt, dass 69% der Welt Korruption vor Ehrlichkeit bevorzugen. Betrüger kommen eben doch weiter.

korruptionswahrnehumungsindex2013

Das pdf mit allen Ländern kann hier heruntergeladen werden.

Anzumerken sei noch, dass die beiden großen Exportnationen Deutschland und Japan die einzigen G20 Staaten sind, welche die UN Convention against Corruption (UNCAC) nicht unterzeichnet haben. 168 von 193 Mitgliedsstaaten haben das Abkommen bereits ratifiziert.

In der Hoffnung, dass die Welt bald „gelblicher“ erscheinen mag, hier noch eine Übersicht:Korruptionswahrnehmungsindex2013-weltkarte

Gunpowder Plot

Am 5. November wird an das Gunpowder Plot (Pulververschwörung) von 1605 gedacht. Es war ein Versuch einiger britischer Katholiken, den König von England (Jakob I), seine Familie, die Regierung und alle Parlamentarier zu töten. Das Motiv war Rache am König, da dieser die katholische Bevölkerung unterdrückte und befahl, dass alle kath. Prister das Land verlassen mussten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAufgrund des ausführenden Soldaten und Sprengstoffexperten Guy (Guido) Fawkes wird es auch häufig „Guy Fawkes´ Night“ genannt. Bis heute ist das versuchte Attentat in Großbritannien (und natürlich auch in seinen „Kolonien“) nicht vergessen. Man feiert jedes Jahr am 5. November das Scheitern des Komplotts mit einem Straßenumzug, in dem eine Guy Fawkes Puppe verbrannt und Feuerwerk angezündet wird.

Die jährliche Parlamentseröffnung beginnt mit einer Inspektion der Kellergewölbe unterhalb des House of Lords durch den Regenten. Ein Kinderreim ruft dieses Ereignis in Erinnerung:

“Remember, remember the Fifth of November
Gunpowder, treason and plot;
I know of no reason why gunpowder treason
Should ever be forgot.”

Guy Fawkes und die Verantwortlichen wurden am 30/31. Januar 1606 erhängt. Die nach ihm benannte Maske wurde Symbol des Internetkollektivs Anonymous und der Occupy-Bewegung.

Und wäre heute (5.11.2013) nicht der ganze Tag so verregnet gewesen, hätten wir bestimmt ein schönes Feuerwerk miterleben können :)

Tag 7: Kathi war in KatiKati

Am letztenScreen Shot 2013-10-26 at 6.26.16 pm Tag unserer einwöchigen Tour standen noch ein paar Wanderungen an. Zuerst ging es auf einer kurzen, einstündigen Wanderung zu den Kaiate Falls (A). Ein drei-stöckiger Wasserfall, der nach einem kurzen Bachlauf in einen kleinen See mündet. Schade, dass wir keine Badesachen dabei hatten :).

Danach ging es zurück zum Mount Maunganui (B), einer eigentständigen Stadt mit dem gleichnamigen Berg an der Nordspitze. Dass das Wetter innerhalb von kürzester Zeit umschlagen kann, haben wir hier erneut erfahren. Von  einer Minute auf die andere fing es wie aus Eimern an zu gießen. Schnell ins Auto verkrochen, haben wir noch zwei „gestrandete“ Niederländer Unterschlupf in unsem Wagen gewährt, die sich gerade mehr oder weniger unter einer Palme unterstellen wollten. Die beiden kamen aus Denekamp, 30km von unserem Heimatörtchen entfernt. Wieder mal ein Beispiel dafür, wie klein die Welt doch ist. Als Dank bekamen wir den meetup.com Tipp, eine online Plattform über die man sich zu gemeinschaftlichen Aktivitäten wie z. B. wandern, kochen, Filme schauen, etc. verabreden kann.

So schnell wie das Gewitter gekommen war, war es dann auch schon wieder vorbei und wir sind auf den Berg/Hügel gekrackselt. Man braucht ca. 45 Minuten für den Aufstieg. Der Abstieg geht logischerweise etwas schneller. Der Weg führt fast einmal um den ganzen Berg herum, sodass man nach und nach eine sehr schöne Aussicht über die ganze Bay of Plenty bekommt. Auch hier sind wieder einige Kiwis hochgejoggt. Man haben wir uns schlecht gefühlt. Hier muss man sich echt fit halten, will man dazu gehören. Und die Fotos zeigen, was für eine schöne Gegend es ist und warum die Bay ihren Namen zu recht trägt….Ach ja, dort eines Tages wohnen, das wäre doch was….

Nach dem Abstieg sind wir erneut zu unserem Dönermann gefahren. Nach dem leckeren Kebap ging es dann weiter zum Elms Mission Station House (C). Es ist das älteste Gebäude in der Bay of Plenty, erbaut vom englischen Missionar Archdeacon Brown (1803-1884). Er verbreitete das Christentum unter den Maori und lehrte ihnen das Lesen und Schreiben. Eine schön gepflegte Anlage, aber für den europäischen Touristen nichts Besonderes, da es für unseren Geschmack doch noch recht jung ist. Können wir doch auf eine weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurück blicken. Da die englischen Neuseeländer keine eigene alte Kultur und Gebäude haben, ist alles älter 150 Jahre anscheinend besonders erwähnenswert. Wir haben uns aber mit den Damen, die die Führung mit äußester Leidenschaft gemacht haben, sehr nett unterhalten. Um ehrlich zu sein, haben sie uns kaum wieder gehen lassen und immer wieder neue Geschichten über die Familie erzählt. War aber dennoch wirklich interessant.

Auf dem Weg nach Auckland sind wir an zwei interessanten Orten vorbei gekommen. Erstmal Bethlehem. Da haben Josef und Maria doch eine größere Strecke aus dem alten Palestina zurück gelegt, als bisher angenommen. Und dann waren wir noch in Katikati, was Katharina natürlich sehr schön fand. In der Nähe von Katikati gingen wir erneut auf eine ca. 40 minütige Wanderung zu einem großen alten Kauri Baum (D). Die Kauris sind in einigen Teilen von Northland von einem Virus befallen, dem sog. „Kauri dieback„. Daher immer schön die Schuhe säubern, wenn man Wandergebiete betritt oder verlässt, um den Virus nicht weiter zu verbreiten. Bisher gibt es noch keine Heilung für den Baum.

Der Waihi Beach (E) ist ein beliebtes Ausflugsziel nördlich von Tauranga, wo wir auch nochmal angehalten haben. Nach dem Sonnenuntergang ging es ohne Stopp zurück nach Auckland. Auf dem Mount Eden und unterhalb der Harbour Bridge konnten wir dann ein paar schöne Fotos von Auckland in der Nacht machen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaubstrip.

Eure Kiwis

Tag 6: Dreams don´t work – unless you do

Wegen schlechtem Wetter konnten wir letzten Freitag nicht die geplante Tour durch Rotorua machen, sodass wir nun unseren Aufenthalt in Tauranga um einen Tag verlängert haben und nach Rotorua zurück gefahren sind, um die Geysirtour und Wanderung durch die Redwoods nachzuholen.

Das Wetter in Rotorua wurde erst ab dem frühen Nachmittag besser, sodass wir dem „historischen Dorf“ (A) einen Besuch abgestattet haben. Es ist eine Sammlung von historischen Orignal- und Nachbauten der ersten Tage von Tauranga an der 17th Ave, mit dem Charm von vorgestern. Der Spruch auf einem Schild eines kleinen Geschäfts passte zu uns und unseren Plänen:

Screen Shot 2013-10-22 at 10.16.21 PMRotorua (B) ist eine Abkürzung des maorischen Namen: Te Rotorua-nui-a-Kahumatamomoe und bedeutet der zweite große See von Kahumatamomoe. Kahumatamomoe war der Onkel eines Maori-Häuptling, der dort geherrscht hatte. Rotorua war bereits unter den Maori Stämmen wegen der geothermalen Aktivitäten sehr bliebt, und daher unter den Stämmen auch sehr umkämpft. Die Erdkruste ist an dieser Stelle nur 4km dick. Darunter befindet sich das erste flüssige Magma. Durch die Erwärmung tritt Wasser in Form von Geysiren oder heißen Quellen an die Oberfläche. Noch heute wird das 100°C heiße Wasser im Haushalt zum Kochen und Baden oder industriell zur Stomgewinnung eingesetzt.

Hier ein paar Bilder aus dem Whakarewarewa Valley mit dem Pohutu Geysir:

Whakarewarewa ist wieder eine Abkürzung und das komplette Wort bedeutet „Der Versammlungsplatz der Kriegszüge von Wahiao“. Der heiße Schlamm soll heilige Kräfte besitzen und die Wunden der Krieger heilen.

Der Whakarewarewa Forest liegt südöstlich der Stadt. In den 1880 Jahren wurden viele Wälder zum Bau neuer Städte abgeholzt. Da die endemischen Bäume mehrere hundert Jahre brauchen, um voll auszuwachsen, wurde 1901 der kalifornische Redwood Baum eingeführt. Da sich der Wald mit der Zeit in das Stadtbild von Rotorua eingegliedert hat, kaufte die Stadt das Gebiet ab, baute es zum Naherholungsgebiet aus und erweiterte es durch Wander- und Fahrradwege.

Im Anschluss ging es zu einem Aussichtspunkt westlich von Tauranga zurück (C), sodass wir noch einige Bilder von der Bay of Plenty machen konnten und rechtzeitig zum Sonnenuntergang an der Küste waren:

Panorama-of-Tauranga

Tag 1: Es war einmal im Auenland…

Bildschirmfoto 2013-10-17 um 20.47.39Vor nicht all zu langer Zeit, dachte Peter Jackson darüber nach, einen Film über einige Herren der Ringe zu drehen. Als Kulisse sollten ihm die großartigen Weiten von Neuseeland dienen. Ein kleines Dorf namens Hobbiton im Auenland (The Shire), fand seinen Ursprung in dem 7500 Seelen Städtchen Matamata (A), ca. 2 Autostunden von Auckland entfernt. Im Dezember 1999 begannen die Dreharbeiten. Niemand wusste genau, wo das Dorf lag, da alles sehr geheim gehalten wurde.

Eigentlich sollte nach dem Dreh der „Herr der Ringe“ -Trilogie das Set mit seinen Hobbithäusern zerstört werden. Glück im Unglück, ein harter Wintereinbruch machte es den Bulldozern schwer, sodass sie bei der Hälfte erst einmal aufhören mussten. Ein Bürgerbegehren führte letztendlich dazu, diesen Ort beizubehalten und für den Tourismus zugänglich zu machen.

Für die Dreharbeiten zur neuen Hobbit-Trilogie wurde das Auenland (B) wieder hergerichtet. Seitdem wird es gepflegt und bereichert nun mit sehr schönen Aufnahmen unser Fotoalbum:

Zum Ende der Tour gab es noch ein kostenloses Getränk (Beer oder Cider) im Green Dragon. Außerhalb der Touren steht das Etablisment auch Privat- oder Firmenveranstaltungen zur Verfügung. Das wäre sicherlich ein Spaß! Mit $75 p.P. ist die Tour zwar nicht sonderlich günstig, aber trotzdem hat es sich gelohnt. Von dem Touristenzentrum wird man per Bus von einem unterhaltsamen Busfahrer zu dem Ausgangspunkt gefahren und später auch wieder zurückgebracht.

Abends erreichten wir dann Rotorua (C) und haben nach einem kurzen Spaziergang in einem Backpacker Hostel übernachtet. Wenn man sich die Nase zuhält, ist die Stadt eigentlich ganz schön :)