Slice of Paradise

So lautete der Name der Tagestour im Abel Tasman National Park. Hört sich ja schonmal richtig toll an. Der Park ist nach dem ersten Europäer benannt, der Neuseeland entdeckt hat. Er ist zu einigen Teilen Privatgelände und die Besitzer haben sich dafür ausgesprochen keine Straßen durch den Park bzw. ihren Anteil zu bauen. Die ganzen Strände und die Küstenwanderwege lassen sich daher nur per Boot erreichen, mit den sog. Water Taxis.

Eine Attraktion für sich, denn man wird an der Hauptstation in verschiedene Boote aufgeteilt, schnallt sich Schwimmwesten um den Hals und wird dann erstmal samt Boot mit einem Traktor durch die Ortschaft kutschiert. Man kommt sich schon etwas bescheuert vor, Gattung Tourist eben. Rückwärts wird das Taxi die Wasserrampe runtergefahren und los geht’s.

Gebucht hatten wir das Maxipaket. Wir sind also von Marahau bis hoch nach Totaranui hochgefahren. Unterwegs hielten wir an diversen Sehenswürdigkeiten an und bekamen von unserem Skipper Eric interessante Infos über den Park, Flora, Fauna und nennenswerte Personen.

Nachdem wir alle Bays mit dem Taxi abgeklappert haben, stiegen wir in der Bark Bay aus, um dann an dem Torrent Bay und den Cleopatra Pools vorbei nach Anchorage zu wandern. Dieser 3,5 Std. Hike ist Teil des Abel Tasman Great Walk, welcher normalerweise 3 Tage dauert. Leider blieb uns nur Zeit für die schnelle Version.

Das Wasser war so schön türkis, dass wir eigentlich gar nicht losgehen, sondern einfach am Strand bleiben wollten. Das Wetter war abermals traumhaft. Leider hatten wir nur wenig Zeit, um die Strecke zu schaffen, da wir um 4 Uhr wieder abgeholt wurden. Nach einem anstrengenden Aufstieg ging es danach gemächlich weiter. Wir haben einige Male inne gehalten, um die atemberaubende Aussicht zwischen den Manuka- und Kanukabäumen auf das schillernde Wasser zu fotografieren.

Trotz Ebbe und einer dadurch möglichen Abkürzung haben wir uns für den längeren Weg entschieden und  machten einen kurzen Abstecher zu den Cleopatra Pools. Hier hat sich im Laufe der Jahrtausende eine kleine natürliche Wasserrutsche gebildet, die für aufregende Rutschpartien sorgt. Auch dafür blieb uns leider keine Zeit.

Schnell zurück zum Track, schafften wir es noch die geschundenen Füße  für zehn Minuten ins kühle Nass der Tasman Bay zu halten, bevor wir dann abgeholt wurden und es nach Marahau zurück ging, wo bereits der Trecker im Wasser auf uns wartete, uns an Land zog und zurückbrachte. Auch eine gute Alternative ist die Buchten mit dem Kajak abzufahren. Dann kommt man an wirklich verlassene Abschnitte und Strände, ganz für sich alleine.

Den schönen Tag ließen wie mir einem BBQ und einigen Gläschen Wein an der Jugendherberge ausklingen. So hab ich mir das Stückchen vom Paradies vorgestellt.

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Endloser Strand

Screen Shot 2014-02-21 at 10.31.01 pmGibt’s nicht? Gibt’s doch! Und zwar heißt es Farewell Spit (B) und ist ganz im Nordwesten der Südinsel. Da wollten wir unbedingt hin. Auf dem Weg dahin gibt es nicht viel, bis auf einige freie, saubere Unterkünfte, die wir gern gestern schon gefunden hätten.

Zu Beginn des Strandes gibt es ein schönes Café mit einem tollen Ausblick auf das Mees. Die  älteren Mitglieder der Gesellschaft genießen lieber den Blick bei einem Tässchen Tee oder Kaffee. Alle anderen wandern an der Küste entlang. Bei Ebbe sind es einige Meter bis das Wasser anfängt. Wir liefen circa eine halbe Stunde bis auf der linken Seite irgendwann die Dünen anfangen. In Erwartung einer kleiner Dünenlandschaft a lá Nordsee entpuppten sich die Dünen als eine reine Wüstenlandschaft.

Wir waren völlig überrascht und machten uns im heißen Sand auf zur anderen Seite des Spit.  Zeit für ein Outfit Wechsel. Schwimmen in der Abel Tasman See: „Check“. Alle anderen Vorhaben an diesem Tag wurden ersatzlos gestrichen. Baden, sonnen, relaxen stand nun auf dem Programm.

Nach einem Eiskaffee bzw. -schokoloade in dem bereits erwähnten Cafe machten wir uns auf dem Weg nach Marahau (C), unserem nächsten Stopp.

Der Abend ging entspannt mit Fish’N’Chips zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten Tag.

Auf zur Golden Bay

Screen Shot 2014-02-21 at 10.17.01 pmAbgesehen von zwei mit Kohle beladenen Güterzügen die mitten in der Nacht in nur 10m Entfernung an unserem Hotelzimmer vorbeidonnerten, haben wir entspannt geschlafen. In einer der letzten Regionen von Neuseelands wird hier nämlich noch Kohle abgebaut.

Wegen des Marathons in Westport haben wir nur noch außerhalb eine Übernachtung gefunden. Kurz nachdem wir uns schon gefreut hatten nicht irgendwo an einer Straßensperre stehen zu müssen, waren wir doch gezwungen, hinter der Ortsgrenze noch für gute 30 Minuten auf die Läufer zu warten. Der schottische Musikverein und einige Schaulustige feuerten die Läufer die letzten Kilometern kräftig an. Nachdem die Straße wieder freigeben wurde, konnten wir unsere Fahrt in den Norden der Südinsel fortsetzen.

Kurz vor Murchison haben wir die längste Swingbridge in NZ mit 110m überquert. Sogar ich mit meiner sub-optimalen Höhenfestigkeit. Aber es ging. Das Tal war 1929 Epizentrum eines Erdbebens und der Boden hatte sich in der „White-Creek-Faultline“ um 4,5m verschoben. Da staunt man sicherlich ganz schön, wenn plötzlich eine Wand aus dem Boden aufsteigt.

Auf der Strecke durchquerten wir viele Berge, Täler und Ebenen. Wie schon auf unser ersten Tour durch den Osten der Nordinsel, gab es hinter jedem Berg etwas Neues zu entdecken. Wir haben immer wieder kleine Hinweisschilder gesehen, auf denen verschiedene Obstsorten aufgeführt waren und diese natürlich auch verkauft wurden, wahrscheinlich aus dem eigenen Garten. Irgendwann konnten wir nicht anders und haben uns Pflaumen, Blaubeeren und mehrere selbstgemachte Marmeladen gekauft. Einfach yummy.

Wir wollten möglichst weit zum Farewell Spit und der Golden Bay hoch fahren und haben dann vom BBH das Ökö-Hostel Shambhala gefunden. Der erste Eindruck war gut und wir dachten schon „… Schade, dass wir nur eine Nacht hier sind.“ Bis wir unsere Wohnwagenkabinen gesehen haben. Es half alles nichts, es war spät abends, wir hatten Hunger und waren weit ab vom Schuss, um nach einer neuen Bleibe zu suchen. Nach einem ausgiebigen Borrito-Abendessen und einer kurzen Strandwanderung haben wir uns entschlossen neben dem noch akzebtablen Wohnwagen ein Zelt aufzubauen. Dieser stand auf einer Anhöhe im Freien und wir hatten einen direkten Blick aufs Mees. Der andere Wohnwagen stand mitten im Wald und war somit eine willkommene Bleibe für Spinnen und Käfer. Es sich darin gemütlich zu machen, fiel schwer. Da war das eigene Zelt dann doch die bessere Wahl. Somit hat das eine Paar in dem Wohnwagen geschlafen und das andere Paar im Vorgarten in einem Zelt. Bezahlen mussten wir dennoch für beide. Sehr ärgerlich. Der Besitzer kassiert das Geld auch direkt in Bar. Jetzt wissen wir auch warum.

Obwohl die anderen Wohnungseinheiten wohl besser sind, auf die Ökotoilette mit Holzstreu anstatt Wasser mussten theoretisch alle; wir haben uns möglichst zurückgehalten. Da geht man doch lieber fix ins Gebüsch.

Egal, da mussten wir durch und an anderen morgen sah die Welt auch schon wieder ganz anders aus…..

Pancake Rocks

Screen Shot 2014-02-19 at 10.05.09 pmHeute Nacht hatten wir das erste Mal den Wecker gestellt, um uns gemeinsam die Sterne anzugucken. Es war erneut atemberaubend schön! So viele Sterne sieht man in Deutschland leider nicht. Morgens gab es dann ein herrliches Frühstück mit Rührei, Müsli, frischem Obst und echtem deutschen(!) Vollkornbrot. Gestärkt ging die Reise los in Richtung Norden, immer der Küste entlang.

Das Wetter war morgens bereits recht gut und bei unserem ersten Kaffeestopp brannte die Sonne sogar richtig.  Es ging 300km gen Norden nach Westport.

In Ross (B) haben wir zuerst angehalten und wollten ein Replika des größten gefundenen Goldnugget mit 2,7 kg anschauen. Vor dem wohl einzigen Gasthaus des Ortes hielt ein chinesischer Reisebus und lud eine ganze Horde seiner Landsleute ab. Schnell weiter…

In Hokitika (C) habe ich mehrfach versucht, meine Mitstreiter zu einer Pizza in der vom  Lonely Planet gekrönten Pipis Pizzeria zu überreden. Leider ohne Erfolg. Dafür gibt es in der Stadt eine ganze Menge Greenstone (Jade) Geschäfte und ein paar Schnapper waren auch für uns dabei. :) Ein Stopp an dem Glow Worm Dell war leider auch unnötig, da die Würmchen bei Tageslicht nicht zu erkennen waren.

Die größte Stadt an der Westküste, Greymouth, haben wir eigentlich links iegen gelassen, da wir mehr damit beschäftigt waren, eine Übernachtungsmöglichkeit in Westport zu finden. Zuerst ging es aber zum heutigen Highlight, den Pancake Rocks (D) …

Die 30 Millionen Jahre alten übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien erodierten unterschiedlich schnell. Seit diese Ablagerungen durch eine Landhebung an die Oberfläche gehoben wurden und Wellen, Wind und Regen ausgesetzt sind, schreitet die Abtragung stetig voran. (wikipedia.de) Es war wirklich sehr schön anzusehen.

Wenn nicht so ein Marathon dazwischen kommt, dann bekommt man eigentlich immer noch kurzfristig ein Zimmerchen. Diesmal mussten wir etwas länger suchen und haben in Granity (E), 30 Minuten nördlich von Westportal eine optimale Übernachtung gefunden. Von außen würde man wahrscheinlich niemals hier anhalte, dafür hat man viel zu viele Filme gesehen, die genauso anfingen und böse endeten. Aber die „Miners on Sea“ ist alles andere als hinterwäldlerisch. Neue, saubere Doppelzimmercabins, eine Kneipe mit gutem Essen und geschmackvollem Bier war alles was wir wollten und brauchten um die nächsten 3 Tage im Abel Tasman Park zu planen.

Eiswanderung auf dem Fox Glacier

Bisher war der Franz-Josef Gletscher eigentlich der imposantere und bekanntere der beiden Westcoast Gletscher. Allerdings ist er seit 2008 soweit zurückgegangen, dass nun eine sichere Besteigung nur noch per Helicopter möglich ist. Entsprechend günstiger ist die Besteigung des Fox Glacier mit einer Führung. Ausgestattet mit guten Hikingboots und Steigeisen haben wir eine Tageswanderung mitgemacht.

Unser größter Dank gilt heute (mal wieder) dem Wettergott. Bei durchschnittlich 200 Regentagen im Jahr ist es nicht selbstverständlich, dass wir so ein Vorzeigewetter hatten. Das wurde uns von unserem argentinischem Guide Sofia mehrfach mitgeteilt.

Das diese beiden Gletscher so beliebt sind liegt wohl daran, dass sie weltweit einige der wenigen sind, die knapp bis an die Baumgrenze heranreichen, nur wenige hundert Höhenmeter über n.N. liegen und damit einfach zu erreichen sind.

Nach einer kurzen Wanderung vom Parkplatz haben wir unsere Steigeisen umgeschnallt und sind losgetigert. Die unbeschreiblichen Massen an Eis sind ein echtes Erlebnis. Anfangs war allerdings warten angesagt, bis die Guides ein paar Hilfsstufen in die Eiswände geschlagen haben. Der Normalo ist eben ein Touri und keine Berggams.

Trotz des warmen Tages viel die Temperatur doch ganz schön und der Wind fegte abwechselt in kühlen aber auch in warmen Briesen über das Eis, je nachdem wo man gerade stand. Nachdem wir zum Mittag unsere kleinen Snacks verdrückt hatten, gab es beim Abstieg doch noch den lang ersehnten „Tunneldurchgang durchs Eis“, sehr aufrengend :)

Der Fox Glacier wandert wie jeder Gletscher. Es gab zwischendurch immer wieder Infos und wo vor einigen Jahren der Parkplatz gestanden hatte, ist jetzt ein riesiger Geröllhaufen heruntergekommen. Da das Eis zurückgewichen ist, stürzen die Felswände nun nach und nach ein.

Eigentlich hatten wir vor nach einem Tag auf dem Eis in die Hot Pools zu gehen, bei den wüstentemperaturen war daran aber keineswegs zu denken. Stattdessen sind wir noch kurz zum Franz Josef Glacier gefahren und haben ihn uns von unten angeschaut. Ich war erschrocken, wie schnell sich dieser Gletscher seit 2008 zurückgezogen hat. Aber das er schmilzt und wächst ist normal und wiederholt sich alle paar Jahrzehnte.

Die Gletscherwanderung war ein Highlight unserer Reise und sehr empfehlenswert. Guter Service auch von dem Anbieter, alles was man selber mitbringen muss ist warme Kleidung und Essen, der Rest wird gestellt.

Auf zur West Coast

Screen Shot 2014-02-16 at 9.22.21 pmMan sitzt viel und lange im Auto, wenn man Neuseeland erleben möchte. Und noch mehr auf der Südinsel. Nachdem wir zu touristischen Preisen (+ $0.20/l) vollgetankt haben, (angeblich sind Preisabsprache auch hier verboten, die Durchsetzung klappt aber anscheinend auch nicht), sind wir auf der SH 6 an den beiden Lakes Hawea und Lake Wanaka vorbei über die Passstraße in Richtigun Haast gefahren. Die Strecke ist nur tagsüber befahrbar und wird ab 6:30pm anscheinend aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch hier gab es ein paar Lookouts, an denen wir gerne angehalten sind und uns die Beine vertreten haben.

Haast (B) ist Weltnaturerbe und im Touristenzentrum gibt es anschauliche Informationen über die Region und das Land. Am Lake Moeraki haben wir eine 1,5 Stunden Wanderung zur Tasman Sea gemacht, in der Hoffnung hier eine Pinguinkolonie zu sehen. Leider brüten die Vögel bereits zum Jahresende und verlassen im Januar, nachdem der Nachwuchs flügge geworden ist, den Strandabschnitt. Bis auf viele störend stechende Sandfliegen haben wir aber zumindest einen sehr schönen Kiesstrand vorgefunden.

Bereits kurz nach Beginn der Passstraße änderte sich das Landschaftsbild von offenen Wiesen mit einer eher braunen Färbung hin zu dichtem Regenwald in einem satten Grün. Die vollgesaugten Wolken schaffen es nicht, die Südalpen zu überwinden und entladen sich an der Westküste. Entsprechend bewaldet und grün ist es hier.

An der Bruce Bay haben wir wieder angehalten. Erst dann bemerkten wir, dass überall am Straßenrand weiße Steine mit „nach-Hause-Grüßen“ und „wir-waren-hier“ Kommentare lagen. Selbstverständlich haben wir mitgemacht ;)

Vorbei am Fox Glacier (C), den wir morgen „bewandern“ wollten, bezogen wir unser Quartier in Franz-Josef (D), dem etwas größeren Ort der beiden bekannten Gletscher Orte.

Lakes Tekapo, Pukaki & Wanaka

Heute, 04.02.2013 wurden die Sachen gepackt für die große Tour zur West Coast und die Region um Nelson. Auf der SH 79 und SH 8 ging es zu einem oder vielleicht auch dem spektakulärstem Trip unserer bisherigen Neuseeland-Tour. Die Schaf- und Kuhweiden sind auch hier an sich trocken, wenn man nicht mit großem technischen Gerät tagelang bewässert. Dann aber! Kurzer Exkurs vorab: Wir haben auf Mallorca ein Foto von einem Boot im Hafen gemacht, dieses dann am Computer bearbeitet, sodass das Bild nur noch grau war und haben das Wasser manuell türkis eingefärbt. Das wir einmal genau so eine Wasserfarbe in natura sehen würen, hätten wir nicht gedacht. Natürlich sind wir sehr dankbar für das wunderschöne Wetter, bei 32C war es aber auch für neuseeländische Verhältnisse sehr warm.

Screen Shot 2014-02-13 at 6.36.26 pm

Am ersten Lake Tekapo (B) gibt es noch die berühmte Kirche mit dem Schäferhunddenkmal „Church of the Good Shepard“. Ein Dankeschön an die tierischen Helfer, ohne die die Schafhaltung nicht möglich wäre. Der Abstecher hinauf zum Observatorium ist ein Muss!

Der Lake Pukaki (C) ist noch etwas besser, vor allem weil der Mt. Cook im Hintergrund, Neuseelands größter Berg mit 3754m, ein perfektes Bild abgibt. Die knapp 2 Std., die man benötigt, um die Tour links am See entlang zum Mt. Cook Village (D) und zurück zu fahre,  ist sehr lohnenswert. Wer nicht gerade einen straffen Zeitplan hat, sollte hier die Nacht verbringen. Der Sternenhimmel und die Berge im Sonnenaufgang, müssen wirklich sehr schön sein.

Unseren Sternenhimmel haben wir in Wanaka (E) erlebt, nachdem wir am gleichnamigen See leckeren Fisch und etwas zu gesalzene Pommes gegessen haben.

Christchurch und Akaroa

Screen Shot 2014-02-13 at 2.50.14 pm(02. & 03. Februar 2014) – Herzlich Willkommen Deutschland. Unsere Freunde sind nach einem schlaflosen, 30-stündigen Flug über Syndey in Christchurch angekommen. Bevor wir sie um 17:00 Uhr vom Flughafen abgeholt haben, sind wir noch durch den Hagley Park gegangen und haben das kostenfreie Museum (Spende erbeten) besucht. Die Koffer kurz ins neu eröffnete und renovierte Hotel ‚Thomas‘ gebracht und dann zum mehrfach empfohlenen „Cassels & Sons Brewing Co.“ a.k.a. „The Tannery“ weiter gefahren. 13 verschiedene hausgebraute Biersorten gibt es zu probieren. Wir schwankten kurz zwischen Burger und Pizza, entschieden uns dann aber alle für Pizza. Eine sehr gute Wahl! Noch kurz am Strand und dem Pier vorbei geschaut und dann zurück im Hotel.

Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück und anschließender Fahrt mit der Tram durch die Stadt. Es gibt auch nach 3 Jahren noch einiges zu tun. Ungefähr 50.000 Menschen haben die Stadt nach dem Beben verlassen. Baustellen und Umleitungen säumen immer noch die Staßen. Die notwendige  Neugestaltung gibt die Möglichkeit für eine großzügigere und offenere Stadtentwicklung als es vor dem Beben der Fall war.  Die Kathedrale, das Wahrzeichen Christchurchs, bringt es trotzdem nie wieder so zurück. Trotz vieler Proteste gab das Gericht Anfang Dezember 2013 grünes Licht für den Abbris. Wie der Neubau aussehen wird, ist bislang noch nicht genau bekannt.

Die Banks Peninsula, von James Cook damals fälschlicherweise als Insel dokumentiert und erst 40 Jahre später als Halbinsel entdeckt, war bei unserem Besuch sehr trocken und gelb-grüne Farben überzogen die Hügel. Dennoch eine schöne Strecke mit vielen Aussichten. Es gibt ein paar kleine Orte auf der Halbinsel, die bekannteste ist wohl die französische Siedlung „Akaroa“ (B). Kurz vor der Ankunft französischer Siedler hat die britische Regierung 1840 ebenfalls ein Schiff losgeschickt, um die Souveranität für die gesamte Südinsel zu beanspruchen, ansonsten hätte sich die Südinsel wohl französisch entwickelt. Der Einfluss Frankreichs lässt sich aber überall in dem kleinen Örtchen bis heute erkennen. In der Hochsaison schwillt das 600 Seelen Dörfchen gerne mal auf 7000 Besucher an.

Am späten Nachmittag ging es dann hin- bzw. für uns zurück nach Geraldine, wo wir den Tag mit einem super Burger haben ausklingen lassen.

Südinsel-Tour Teil 1

Screen Shot 2014-01-31 at 4.33.14 pmWir finden, es ist mal wieder Zeit für eine längere Tour. Und weil es zu viert auch doppelt Spaß macht, bekommen wir Sonntag Besuch aus Deutschland :) Vorab hier eine kleine Übersicht der Tour, die wir in einer Woche machen wollen:

Wir beginnen in Christchurch (A) und die Halbinsel Akaroa. Mal schauen was sich nach den vielen Erdbeben (2010 & 2011) so getan hat und was aus der Stadt geworden ist.

Am nächsten Tag nochmal zum Drehort von Rohan und dann für ein BBQ und Übernachtung nach Hause in Geraldine (B/I), spart auch Geld :)

Nach der Besichtigung der beiden Lakes Tekapo und Pukaki geht es dann nach Wanaka (C). Es soll nach Queenstown eine ebenso große Abenteuer- und Erlebnisstadt sein.

An der Westküste entlang wird es uns zwei Tage am Fox Glacier (D) oder Franz Josef Glacier halten und wir hoffen nach einem super tollen Gletscherspaziergang unsere erkalteten Gliedmaßen in den Hot-Pools aufwärmen zu können.

Die Pancake Rocks (E) liegen auf dem Weg nach Norden, vielleicht bleibt sogar noch Zeit für eine vom Lonely Planet gekürte Top 5 Wanderung in Saint Arnaud (F) und dem Lake Rotoiti.

Ansonsten geht es zum Abel Tasman Nationalpark, wo wir uns irgendwo einquartieren und die lange Küstenstraße der Golden Bay (G) genießen werden. In Picton (H) besteigen unsere Freunde dann am Nachmittag die Fähre um die Nordinsel unsicher zu machen, für uns geht es die SH 1 zurück in den „Alltag“ nach Geraldine (I).

Wenn ihr irgendwelche Ideen oder Insidertipps habt, immer her damit! :)

Die einzelnen Tagesberichte folgen dann in 1-2 Wochen.

Eure Kiwis

Mt. Somer´s Track

Screen Shot 2014-01-31 at 1.41.40 amWir mögen die frische Seeluft, allerdings mögen wir auch das Wandern. Wo man in Deutschland mehrere hundert km fahren muss, um entweder das eine oder das andere zu haben, reicht hier nur 1 Autostunde aus. Die einzigartige Topografie Neuseelands war auch ein Grund, warum wir uns für dieses Land entschieden haben.

Unser Nachbar hat bei einem Abendessen mal gesagt, wir sollen das Wetter hier so nehmen wie es kommt. Wenn es dann auch noch schön sonnig ist, dann ist es ein Bonus. An einem Sonnentag haben wir unsere Wanderschuhe angezogen und sind zum Mount Somers gefahren, dem „Canterbury walkers´ mecca“, wie es Mark Pickering in seinem Wanderbuch „202 Great Walks“ beschreibt. Es sollte Recht behalten. Die Strecke über den Scienic Highway 72 hat mich schon auf der Hinfahrt sehr beeindruckt. Um den Berg Somers gibt es mehrere Wanderwege, die aufgeteilt oder an 2 Tagen mit Übernachtungen in 2 möglichen „Huts“ abgelaufen werden können. Wir haben eine Tagestour von ca. 6 Stunden (7km) daraus gemacht.

Vom Parkplatz aus ging es den an sich einfachen, aber am Ende hin etwas anstrengenden 60 minütigen Miners Track zu einer verlassenen Kohlemine hoch. Die Mine wurde 1929 eröffnet, war aber schon 1 Jahr später bankrott. Einige ehemalige Arbeiter haben sich zusammen getan und die Schürfrechte an der Mine gekauft. 1955 musste sie wegen eines Feuers zeitweise bis 1963 geschlossen werden und eine zweite Mine wurde geöffnet. Fünf Jahre später im Jahre 1968 wurden dann beide Kohleminen stillgelegt. In dem unwegsamen Gelände wurden sogar Schinen verlegt, um die Kohle mithilfe von 4 Tonnen schweren Waggons abzutransportieren. Da der Abtransport mit den Schinenwagen zu lange dauerte und uneffizient war, wurde 1952 eine Straße gebaut.

Von der Mine aus geht es über freies Land mit sehr schönem Blick auf die Südalpen und den 3000m hohen Mt. Arrowsmith. Nach Südwesten hin der Blick auf Erewhon und den Rangitata River, bis man nach weiteren 2 Stunden die anscheinend neu gebaute Woolshed Creek Hut erreicht hat. Seinen Wasservorrat kann man entweder in der Hütte oder einfach in dem Woolshed Creek auffüllen. Zurück geht es dann über den etwas anstregenderen Mt. Somers Track. An dem „Bus Stop Overhang“ lässt sich der Kiwi-Humor erkennen, wer hier aber auf den Bus wartet, wartet allerdings sehr lange. Die Wolken zogen sich über den Südalpen immer mehr zu und die starken „Westerlies“ machten uns den 2 stündigen, steinigen und teilweise steilen Rückweg zum Parkplatz nicht gerade einfach. Alles in allem aber eine wirklich sehr schöne Tagestour. Hier könnt ihr euch die Broschüre von den Mt. Somers Tracks herunterladen.