Tag 7: Kathi war in KatiKati

Am letztenScreen Shot 2013-10-26 at 6.26.16 pm Tag unserer einwöchigen Tour standen noch ein paar Wanderungen an. Zuerst ging es auf einer kurzen, einstündigen Wanderung zu den Kaiate Falls (A). Ein drei-stöckiger Wasserfall, der nach einem kurzen Bachlauf in einen kleinen See mündet. Schade, dass wir keine Badesachen dabei hatten :).

Danach ging es zurück zum Mount Maunganui (B), einer eigentständigen Stadt mit dem gleichnamigen Berg an der Nordspitze. Dass das Wetter innerhalb von kürzester Zeit umschlagen kann, haben wir hier erneut erfahren. Von  einer Minute auf die andere fing es wie aus Eimern an zu gießen. Schnell ins Auto verkrochen, haben wir noch zwei „gestrandete“ Niederländer Unterschlupf in unsem Wagen gewährt, die sich gerade mehr oder weniger unter einer Palme unterstellen wollten. Die beiden kamen aus Denekamp, 30km von unserem Heimatörtchen entfernt. Wieder mal ein Beispiel dafür, wie klein die Welt doch ist. Als Dank bekamen wir den meetup.com Tipp, eine online Plattform über die man sich zu gemeinschaftlichen Aktivitäten wie z. B. wandern, kochen, Filme schauen, etc. verabreden kann.

So schnell wie das Gewitter gekommen war, war es dann auch schon wieder vorbei und wir sind auf den Berg/Hügel gekrackselt. Man braucht ca. 45 Minuten für den Aufstieg. Der Abstieg geht logischerweise etwas schneller. Der Weg führt fast einmal um den ganzen Berg herum, sodass man nach und nach eine sehr schöne Aussicht über die ganze Bay of Plenty bekommt. Auch hier sind wieder einige Kiwis hochgejoggt. Man haben wir uns schlecht gefühlt. Hier muss man sich echt fit halten, will man dazu gehören. Und die Fotos zeigen, was für eine schöne Gegend es ist und warum die Bay ihren Namen zu recht trägt….Ach ja, dort eines Tages wohnen, das wäre doch was….

Nach dem Abstieg sind wir erneut zu unserem Dönermann gefahren. Nach dem leckeren Kebap ging es dann weiter zum Elms Mission Station House (C). Es ist das älteste Gebäude in der Bay of Plenty, erbaut vom englischen Missionar Archdeacon Brown (1803-1884). Er verbreitete das Christentum unter den Maori und lehrte ihnen das Lesen und Schreiben. Eine schön gepflegte Anlage, aber für den europäischen Touristen nichts Besonderes, da es für unseren Geschmack doch noch recht jung ist. Können wir doch auf eine weit in die Vergangenheit reichende Geschichte zurück blicken. Da die englischen Neuseeländer keine eigene alte Kultur und Gebäude haben, ist alles älter 150 Jahre anscheinend besonders erwähnenswert. Wir haben uns aber mit den Damen, die die Führung mit äußester Leidenschaft gemacht haben, sehr nett unterhalten. Um ehrlich zu sein, haben sie uns kaum wieder gehen lassen und immer wieder neue Geschichten über die Familie erzählt. War aber dennoch wirklich interessant.

Auf dem Weg nach Auckland sind wir an zwei interessanten Orten vorbei gekommen. Erstmal Bethlehem. Da haben Josef und Maria doch eine größere Strecke aus dem alten Palestina zurück gelegt, als bisher angenommen. Und dann waren wir noch in Katikati, was Katharina natürlich sehr schön fand. In der Nähe von Katikati gingen wir erneut auf eine ca. 40 minütige Wanderung zu einem großen alten Kauri Baum (D). Die Kauris sind in einigen Teilen von Northland von einem Virus befallen, dem sog. „Kauri dieback„. Daher immer schön die Schuhe säubern, wenn man Wandergebiete betritt oder verlässt, um den Virus nicht weiter zu verbreiten. Bisher gibt es noch keine Heilung für den Baum.

Der Waihi Beach (E) ist ein beliebtes Ausflugsziel nördlich von Tauranga, wo wir auch nochmal angehalten haben. Nach dem Sonnenuntergang ging es ohne Stopp zurück nach Auckland. Auf dem Mount Eden und unterhalb der Harbour Bridge konnten wir dann ein paar schöne Fotos von Auckland in der Nacht machen.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Urlaubstrip.

Eure Kiwis

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Tag 6: Dreams don´t work – unless you do

Wegen schlechtem Wetter konnten wir letzten Freitag nicht die geplante Tour durch Rotorua machen, sodass wir nun unseren Aufenthalt in Tauranga um einen Tag verlängert haben und nach Rotorua zurück gefahren sind, um die Geysirtour und Wanderung durch die Redwoods nachzuholen.

Das Wetter in Rotorua wurde erst ab dem frühen Nachmittag besser, sodass wir dem „historischen Dorf“ (A) einen Besuch abgestattet haben. Es ist eine Sammlung von historischen Orignal- und Nachbauten der ersten Tage von Tauranga an der 17th Ave, mit dem Charm von vorgestern. Der Spruch auf einem Schild eines kleinen Geschäfts passte zu uns und unseren Plänen:

Screen Shot 2013-10-22 at 10.16.21 PMRotorua (B) ist eine Abkürzung des maorischen Namen: Te Rotorua-nui-a-Kahumatamomoe und bedeutet der zweite große See von Kahumatamomoe. Kahumatamomoe war der Onkel eines Maori-Häuptling, der dort geherrscht hatte. Rotorua war bereits unter den Maori Stämmen wegen der geothermalen Aktivitäten sehr bliebt, und daher unter den Stämmen auch sehr umkämpft. Die Erdkruste ist an dieser Stelle nur 4km dick. Darunter befindet sich das erste flüssige Magma. Durch die Erwärmung tritt Wasser in Form von Geysiren oder heißen Quellen an die Oberfläche. Noch heute wird das 100°C heiße Wasser im Haushalt zum Kochen und Baden oder industriell zur Stomgewinnung eingesetzt.

Hier ein paar Bilder aus dem Whakarewarewa Valley mit dem Pohutu Geysir:

Whakarewarewa ist wieder eine Abkürzung und das komplette Wort bedeutet „Der Versammlungsplatz der Kriegszüge von Wahiao“. Der heiße Schlamm soll heilige Kräfte besitzen und die Wunden der Krieger heilen.

Der Whakarewarewa Forest liegt südöstlich der Stadt. In den 1880 Jahren wurden viele Wälder zum Bau neuer Städte abgeholzt. Da die endemischen Bäume mehrere hundert Jahre brauchen, um voll auszuwachsen, wurde 1901 der kalifornische Redwood Baum eingeführt. Da sich der Wald mit der Zeit in das Stadtbild von Rotorua eingegliedert hat, kaufte die Stadt das Gebiet ab, baute es zum Naherholungsgebiet aus und erweiterte es durch Wander- und Fahrradwege.

Im Anschluss ging es zu einem Aussichtspunkt westlich von Tauranga zurück (C), sodass wir noch einige Bilder von der Bay of Plenty machen konnten und rechtzeitig zum Sonnenuntergang an der Küste waren:

Panorama-of-Tauranga