Christchurch und Akaroa

Screen Shot 2014-02-13 at 2.50.14 pm(02. & 03. Februar 2014) – Herzlich Willkommen Deutschland. Unsere Freunde sind nach einem schlaflosen, 30-stündigen Flug über Syndey in Christchurch angekommen. Bevor wir sie um 17:00 Uhr vom Flughafen abgeholt haben, sind wir noch durch den Hagley Park gegangen und haben das kostenfreie Museum (Spende erbeten) besucht. Die Koffer kurz ins neu eröffnete und renovierte Hotel ‚Thomas‘ gebracht und dann zum mehrfach empfohlenen „Cassels & Sons Brewing Co.“ a.k.a. „The Tannery“ weiter gefahren. 13 verschiedene hausgebraute Biersorten gibt es zu probieren. Wir schwankten kurz zwischen Burger und Pizza, entschieden uns dann aber alle für Pizza. Eine sehr gute Wahl! Noch kurz am Strand und dem Pier vorbei geschaut und dann zurück im Hotel.

Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück und anschließender Fahrt mit der Tram durch die Stadt. Es gibt auch nach 3 Jahren noch einiges zu tun. Ungefähr 50.000 Menschen haben die Stadt nach dem Beben verlassen. Baustellen und Umleitungen säumen immer noch die Staßen. Die notwendige  Neugestaltung gibt die Möglichkeit für eine großzügigere und offenere Stadtentwicklung als es vor dem Beben der Fall war.  Die Kathedrale, das Wahrzeichen Christchurchs, bringt es trotzdem nie wieder so zurück. Trotz vieler Proteste gab das Gericht Anfang Dezember 2013 grünes Licht für den Abbris. Wie der Neubau aussehen wird, ist bislang noch nicht genau bekannt.

Die Banks Peninsula, von James Cook damals fälschlicherweise als Insel dokumentiert und erst 40 Jahre später als Halbinsel entdeckt, war bei unserem Besuch sehr trocken und gelb-grüne Farben überzogen die Hügel. Dennoch eine schöne Strecke mit vielen Aussichten. Es gibt ein paar kleine Orte auf der Halbinsel, die bekannteste ist wohl die französische Siedlung „Akaroa“ (B). Kurz vor der Ankunft französischer Siedler hat die britische Regierung 1840 ebenfalls ein Schiff losgeschickt, um die Souveranität für die gesamte Südinsel zu beanspruchen, ansonsten hätte sich die Südinsel wohl französisch entwickelt. Der Einfluss Frankreichs lässt sich aber überall in dem kleinen Örtchen bis heute erkennen. In der Hochsaison schwillt das 600 Seelen Dörfchen gerne mal auf 7000 Besucher an.

Am späten Nachmittag ging es dann hin- bzw. für uns zurück nach Geraldine, wo wir den Tag mit einem super Burger haben ausklingen lassen.

Advertisements

Südinsel-Tour Teil 1

Screen Shot 2014-01-31 at 4.33.14 pmWir finden, es ist mal wieder Zeit für eine längere Tour. Und weil es zu viert auch doppelt Spaß macht, bekommen wir Sonntag Besuch aus Deutschland :) Vorab hier eine kleine Übersicht der Tour, die wir in einer Woche machen wollen:

Wir beginnen in Christchurch (A) und die Halbinsel Akaroa. Mal schauen was sich nach den vielen Erdbeben (2010 & 2011) so getan hat und was aus der Stadt geworden ist.

Am nächsten Tag nochmal zum Drehort von Rohan und dann für ein BBQ und Übernachtung nach Hause in Geraldine (B/I), spart auch Geld :)

Nach der Besichtigung der beiden Lakes Tekapo und Pukaki geht es dann nach Wanaka (C). Es soll nach Queenstown eine ebenso große Abenteuer- und Erlebnisstadt sein.

An der Westküste entlang wird es uns zwei Tage am Fox Glacier (D) oder Franz Josef Glacier halten und wir hoffen nach einem super tollen Gletscherspaziergang unsere erkalteten Gliedmaßen in den Hot-Pools aufwärmen zu können.

Die Pancake Rocks (E) liegen auf dem Weg nach Norden, vielleicht bleibt sogar noch Zeit für eine vom Lonely Planet gekürte Top 5 Wanderung in Saint Arnaud (F) und dem Lake Rotoiti.

Ansonsten geht es zum Abel Tasman Nationalpark, wo wir uns irgendwo einquartieren und die lange Küstenstraße der Golden Bay (G) genießen werden. In Picton (H) besteigen unsere Freunde dann am Nachmittag die Fähre um die Nordinsel unsicher zu machen, für uns geht es die SH 1 zurück in den „Alltag“ nach Geraldine (I).

Wenn ihr irgendwelche Ideen oder Insidertipps habt, immer her damit! :)

Die einzelnen Tagesberichte folgen dann in 1-2 Wochen.

Eure Kiwis

Von der Nord- zur Südinsel

Screen Shot 2014-01-16 at 1.13.25 pmEndlich! Wir sind auf der Südinsel angekommen. Augrund einer 2-wöchigen, sehr willkommen Verzögerung in Raglan sind wir nun Mitte Januar auf die  Südinsel „umgezogen“. Mit vollgepacktem Auto ging es vom National Park (A), nachts mit der Fähre von Wellington (B) nach Picton (C) und dann weitere 7 Stunden runter nach Geraldine (D).

Bis auf die östlich vom Tongariro Park verlaufende SH1 fanden wir die Strecke nach Wellington nicht so interessant. Von der Desert Road (die im Winter auch schonmal Glatteis haben kann) hatten wir nämlich noch eine schöne Aussicht auf den zuvor erklommenen Berg. Aber achtet auf eure Geschwindigkeit!! 22km/h zu schnell kosten $170 ;) – Ich weiß leider wovon ich rede.

Pünktlich zum Sonnenuntergang um 20:40 kamen wir in der Hauptstadt an. Schnell hoch zum Mount Victoria Lookout, um die Stadt im Abendlicht besichtigen zu können. Wellington hat wegen der Hügel, geschwungene Straßenzüge und der alten victorianischen Häuser ein bisschen was von San Francisco. Gleichsetzen kann man Wellington mit der schönsten Stadt der Welt allerdings nicht. Es gibt 2 Firmen, die Fährverbindungen über die Cook-Strait anbieten. Unsere Fähre ging um 2 Uhr morgens, wir hatten also noch ein bisschen Zeit den Beehive, das Parliament und den Bahnhof anzuschauen und sind über die hochgeklappten Bordsteine geschlendert.

Die Fähre hatten wir schon lange im voraus buchen müssen. Da bei einem Schiff mitten in der Hochsaison die Schraube abgefallen war. Dementsprechend knapp waren die Plätze geworden. Wir checkten ein, typisch deutsch waren wir die Ersten und standen mit unserem Silverfarn am Dock und warteten. Dann ging eigentlich alles sehr schnell und alles war sehr gut organisiert. Rauf aufs Schiff, parken und Platz nehmen in den überraschend großzügigen und gemütlichen Sitzen. Innerhalb einer dreiviertel Stunde legten wir auch schon ab. Viele machten diesen Trip wahrscheinlich öfter, denn jeder zweite hatte ein Schlafsack mit dabei um sich über alle Sitzplätze hinzulegen. Der Platz war da, denn es fehlten die „einfachen Touristen“ ohne Auto. Man kann sich auch ein Bett mieten und für $40 p.P. finde ich es preislich auch noch akzeptabel für ein Schiff.

Nachteil an der nächtlichen Überfahrt war ganz klar, dass wir von den schönen Marlborough Sounds bis zum morgengrauen nichts mitbekommen haben. Angelegt in Picton fuhren wir vom Schiff und den State Highway 1 weiter südlich an der Ostküste entlang. In Kaikoura wollten wir wegen der schönen Schneckenhäuser  (Paua genannt) etwas länger bleiben, fanden den Ort aber äußerst unatraktiv, zu touristisch und auch die Benzinpreise waren völlig übertäuert. Also schnell weiter. An der Küste kann man überall anhalten und Seehunde (seals) beobachten, wenn man sie denn findet. Oft regungslos sehen sie nämlich aus wie Steine.

Christchurch haben wir erstmal ausgelassen. Das wollen wir in Ruhe und vor allem ausgeschlafen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Aber warum überhaupt Geraldine. Der Hauptgund liegt darin, dass wir auch hier auf ein Haus eines NZ-Ehepaares aufpassen. Das Rentnerpaar ist nach Nelson gezogen, um auf ihren kranken Vater aufzupassen. Da sie das Haus nicht gerne über Monate alleine lassen, aber weiterhin flexibel sein wollen, haben sie eine Anzeige über kiwihousesitters geschaltet. Zum Glück haben wir den Zuschlag erhalten und können hier kostenlos wnen und müssen nur die Post nachschicken und den Rasen mähen. Geraldine liegt 140km südlich von Christchurch und hat 2200 Einwohner. Ein recht überschaulicher Ort also. Geographisch liegt es aber auch optimal, um die Südinsel intensiv bereisen zu können. Da wir hier auf keine Tiere aufpassen müssen, können wir gerne mehrere Tage unterwegs sein und das Haus als Basis nutzen. Genau, was wir gesucht haben! Da wir aber auch nicht ausschließlich zum Spaß hier sind, werden wir die nächsten Wochen dazu nutzen müssen, uns hier in der Gegend zu bewerben. Tourberichte gibt es dann nach und nach.

Eure Kiwis