Waitomo Caves

Screen Shot 2014-01-12 at 5.14.26 pmNachdem wir noch einen weiteren Tag bei Geli und Claudia bleiben konnten, um besseres Wetter abzuwarten, haben wir unsere Tour am 09.01.2014 fortgesetzt. Diese führte uns von den Waitomo Caves (B) über den SH 43 (den Surfhighway) nach New Plymouth (C).

Eigentlich wollten wir in Hamilton an einem Super-Classic-Diner anhalten und den BBQ Burger mit Speck, Käse und Curly Fries essen, also ich wollte ihn essen, jedoch waren wir etwas knapp in der Zeit und 40 Minuten Wartezeit konnten wir leider nicht mehr einholen. Wir hatten nämlich Tickets für die Waitomo Caves und mussten uns dann alternativ mit einer der besten Fast-Food-Ketten (Carl´s Junior) begnügen. Was für ein Pech aber auch.

Die Höhlen von Waitomo bestehen größtenteils aus Kalkstein und werden auf 2 Millionen Jahre geschätzt. Gebildet haben sie sich durch Meerestierchen, die abgestorben und zusammengepresst wurden. Durch Eruptionen ist Wasser eingedrungen und hat die Höhlen ausgewaschen. In der Gegend gibt es rund 200 Höhlen, von denen 12 für den Tourismus erschlossen sind. Größere und kleinere Firmen bieten Führungen an. Die bekanntesten drei Caves sind die Glowworm, Ruakuri und Aranui Cave.

Die Glowworm Cave war den lokalen Maori schon länger bekannt, bis sie 1887 ausführlicher von einem Häuptling und einem Engländer untersucht wurden, sodass um 1900 immer mehr Touristen kamen. 1906 nahm sich die Regierung das Land und bewirtschaftete die Höhle selber. 1989 gab sie das Land und die Rechte wieder zurück an die Nachfahren des Häuptling. Viele Maori, ansonsten sehr von Arbeitslosigkeit geprägt, finden in dem Tourismus eine Anstellung. Die Führung beginnt mit den Kalksteinhöhlen selbst, in der sich überall Stalatiten und Stalagmiten über Jahrtausende  gebildet haben. Sie brauche 200 Jahre, um einen Zentimeter zu wachsen. Da in dieser Höhle auch der Waitomo River durchfließt, gibt es Glühwürmchen. Nicht die fliegenden (fireflies), sondern diese hängen von der Decke. Durch den Fluss kommen Insekten in die Höhle, die an der Decke einen vermeintlichen Sternenhimmel vorfinden. Fliegen sie nach oben, verfangen sie sich in den klebrigen Würmchen. Nach einigen Erläuterungen geht die Tour in einem Boot über den Fluss weiter. Dabei ist die Höhle mit den Glowworms komplett dunkel gehalten, damit die Würmchen auch in ihrer vollen Anzahl bestaunen kann. Wirklich eine einmalige Sache. Die Sterne zum greifen nah sozusagen. Abertausende kleine floureszierende Punkte an der Decke. Der Guide zieht das Boot langsam an einem Seil durch die Höhle. Sobald sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, lassen sich immer mehr Glühwürmchen erkennen. Am Ende des Tunnels erscheint langsam Tageslicht und die Tour ist damit abgeschlossen.

Die Ruakuri Höhle wurde vor 400-500 Jahren von einem jungen Maori entdeckt, als er von wilden Hunden angegriffen wurde und in die Höhle floh. Sie ist die längste begehbare der Caves und bringt dich hautnah an die Glühwürmchen heran. Das riesige Tunnelsystem ist wirklich beeindrucken und wirklich sehr gut ausgebaut.

Die Aranui Cave ist die jüngste Erschließung. 1910 von Ruruku Aranui entdeckt, als er auf Schweinejagd ging. Sie ist die kleinste, aber die schönste mit Stalagmiten, Stalagtiten und Steinformationen, ebenfalls aus Kalkstein. Hier gibt es keine Glühwürmchen zu sehen, da es keinen Wasserlauf mehr gibt. Die sogenannte Kathedrale bildet das Herzstück der Höhle und man glaubt es kaum, aber es gibt Menschen, die in dieser Höhle heiraten. Die Akkustik muss während der Zeremonie gigantisch sein.

Am Abend erreichten wir über den Surferhighway New Plymouth. Eingecheckt in die überraschend schlechte Jugendherberge, gingen wir noch an den Strand kurz nachdem die Sonne bereits untergegangen war.

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Trip durch das Northland

Screen Shot 2013-12-13 at 7.50.51 amAm 09.12.2013 sind wir kurzfristig für ein paar Tage in den Norden gefahren. 2 Stunden von Auckland entfernt liegt Whangerei (B), die mit 53.000 Einwohnern größte Stadt in der Northland Region. Im Visitor Center kann man sich gute Ideen holen, was man so alles machen kann und nebenbei einen sehr leckeren iced chocolate trinken ;) Wir sind zuerst auf einen größeren Hügel gefahren, um die Stadt von oben zu besichtigen. Es sollte dort eigentlich auch ein altes Maori pa (Fort), das haben wir aber nicht gefunden. Ein Kriegerdenkmal ist das einzige militärische, was oben auf dem Hügel steht.

Dann ging es 2 km zu den Abbey Coves, eine nicht wirklich erschlossene Höhle mit Glühwürmchen. Die großen Steine in die dunkle Höhle herunterzuklettern, hatte schon etwas Abenteuerliches. Wir waren mit festem Schuhwerk und Taschenlampe aber gut darauf vorbereitet. Man muss ein kleines Stück durch einen flachen Bach waten bis man nach wenigen Metern hoch oben kleine Glühwürmchen sieht. Taschenlampe aus, Glühwürmchen an. Langsam weiten sich die Pupillen und immer mehr Pünktchen lassen sich erkennen. Ziemlich abgefahren.

Im Anschluss sind wir zu den Whangerei Falls gefahren, die angeblich meist fotografierten Wasserfälle Neuseelands. Mag wohl daran liegen, dass diese in 5 Minuten ohne große Anstrengung zu erreichen sind. Ganz nett, aber die schönsten waren es nicht. Da haben wir schon bessere gesehen und wir waren bislang noch nicht einmal auf der Südinsel.

Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel – Paihia (C) – wollten wir noch am Strand bei Matapouri an der Whale Bay eine kleine Wanderung machen. Leider fing es etwas an zu regnen. Da es nicht besser, sondern immer schlimmer wurde, sind wir nach wenigen Metern doch zurück zum Auto gegangen. Nach 1,5 Stunden haben wir Paihia erreicht uns uns wieder im Hostel  (YHA) einquartiert. Spontan haben wir uns für den darauf folgenden Tag für das Schwimmen mit Delphinen angemeldet!!! Yeah!