Nelson

Screen Shot 2014-02-24 at 4.22.39 pmHeute war wieder ein Tag ohne große Planung. So muss Urlaub auch sein, abwechselnde Unternehmungen und dann wieder schauen, was kommt. Nachdem wir die letzten waren, die aus dem Hostel ausgecheckt haben, sind wir zum Strand von Kaiteriteri gefahren. Er soll der schönste Strand von vielen sein, ist aber nicht besser oder schlechter als die anderen in der Tasman Bay. Ich bevorzuge lieber weniger Menschen.

Rabbit Island (B) dagegen schon eher. Die Insel westlich von Nelson ist bewaldet mit Kiefern, ausgestattet mit einigen Picknickplätzen und gesäumt von einem sehr feinen Sandstrand. Schwupps die Badehose an und rein ins Wasser. Nach einer aussreichenden Vimin D Syntesephase ging es weiter über Richmond nach Nelson. Nelson wurde 1841 gegründet und hat als Namensgeber den englischen Admiral Horatio Nelson. Die Stadt ist einerseits durch das Kunst- und Handwerk bekannt, andererseits durch seine Bierbrauereien und Weingüter. Mit 2400 Sonnenstunden im Jahr hat sie den Spitznamen „Sunny Nelson“ redlich verdient.

Nachdem wir das Wahrzeichen Nelsons, die Kathedrale, beschaut haben, ging es zum Abendessen in die, laut Lonely Planet, beste Pizzeria des, Achtung: Landes!!! Im Stefano’s gab es die größte Pizza, die ich je gesehen habe. 50cm Durchmesser. Wenn ich dagegen die normale Pizza unseres Dorfitalieners lege (20cm), dann ist das schon echter ein Witz. Die Atmosphäre, in einem alten Kino gelegen, passt natürlich ganz vollzüglich. Ich habe in Christchurch (The Brewery) und in Havelock North bei Hastings (Pipi’s) aber eine bessere Pizza gegessen, gut war Stefano´s aber dennoch.

Im bis jetzt besten Hostel haben wir die letzte Nacht unserer gemeinsamen Tour genächtigt. Einige Jugendliche hatten sich unter unserem Fenster zum reden versammelt, zumindest hat der Marihuana Qualm die Moskitos abgehalten und mich in einen schönen Schlaf fallen lassen.

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Slice of Paradise

So lautete der Name der Tagestour im Abel Tasman National Park. Hört sich ja schonmal richtig toll an. Der Park ist nach dem ersten Europäer benannt, der Neuseeland entdeckt hat. Er ist zu einigen Teilen Privatgelände und die Besitzer haben sich dafür ausgesprochen keine Straßen durch den Park bzw. ihren Anteil zu bauen. Die ganzen Strände und die Küstenwanderwege lassen sich daher nur per Boot erreichen, mit den sog. Water Taxis.

Eine Attraktion für sich, denn man wird an der Hauptstation in verschiedene Boote aufgeteilt, schnallt sich Schwimmwesten um den Hals und wird dann erstmal samt Boot mit einem Traktor durch die Ortschaft kutschiert. Man kommt sich schon etwas bescheuert vor, Gattung Tourist eben. Rückwärts wird das Taxi die Wasserrampe runtergefahren und los geht’s.

Gebucht hatten wir das Maxipaket. Wir sind also von Marahau bis hoch nach Totaranui hochgefahren. Unterwegs hielten wir an diversen Sehenswürdigkeiten an und bekamen von unserem Skipper Eric interessante Infos über den Park, Flora, Fauna und nennenswerte Personen.

Nachdem wir alle Bays mit dem Taxi abgeklappert haben, stiegen wir in der Bark Bay aus, um dann an dem Torrent Bay und den Cleopatra Pools vorbei nach Anchorage zu wandern. Dieser 3,5 Std. Hike ist Teil des Abel Tasman Great Walk, welcher normalerweise 3 Tage dauert. Leider blieb uns nur Zeit für die schnelle Version.

Das Wasser war so schön türkis, dass wir eigentlich gar nicht losgehen, sondern einfach am Strand bleiben wollten. Das Wetter war abermals traumhaft. Leider hatten wir nur wenig Zeit, um die Strecke zu schaffen, da wir um 4 Uhr wieder abgeholt wurden. Nach einem anstrengenden Aufstieg ging es danach gemächlich weiter. Wir haben einige Male inne gehalten, um die atemberaubende Aussicht zwischen den Manuka- und Kanukabäumen auf das schillernde Wasser zu fotografieren.

Trotz Ebbe und einer dadurch möglichen Abkürzung haben wir uns für den längeren Weg entschieden und  machten einen kurzen Abstecher zu den Cleopatra Pools. Hier hat sich im Laufe der Jahrtausende eine kleine natürliche Wasserrutsche gebildet, die für aufregende Rutschpartien sorgt. Auch dafür blieb uns leider keine Zeit.

Schnell zurück zum Track, schafften wir es noch die geschundenen Füße  für zehn Minuten ins kühle Nass der Tasman Bay zu halten, bevor wir dann abgeholt wurden und es nach Marahau zurück ging, wo bereits der Trecker im Wasser auf uns wartete, uns an Land zog und zurückbrachte. Auch eine gute Alternative ist die Buchten mit dem Kajak abzufahren. Dann kommt man an wirklich verlassene Abschnitte und Strände, ganz für sich alleine.

Den schönen Tag ließen wie mir einem BBQ und einigen Gläschen Wein an der Jugendherberge ausklingen. So hab ich mir das Stückchen vom Paradies vorgestellt.

Endloser Strand

Screen Shot 2014-02-21 at 10.31.01 pmGibt’s nicht? Gibt’s doch! Und zwar heißt es Farewell Spit (B) und ist ganz im Nordwesten der Südinsel. Da wollten wir unbedingt hin. Auf dem Weg dahin gibt es nicht viel, bis auf einige freie, saubere Unterkünfte, die wir gern gestern schon gefunden hätten.

Zu Beginn des Strandes gibt es ein schönes Café mit einem tollen Ausblick auf das Mees. Die  älteren Mitglieder der Gesellschaft genießen lieber den Blick bei einem Tässchen Tee oder Kaffee. Alle anderen wandern an der Küste entlang. Bei Ebbe sind es einige Meter bis das Wasser anfängt. Wir liefen circa eine halbe Stunde bis auf der linken Seite irgendwann die Dünen anfangen. In Erwartung einer kleiner Dünenlandschaft a lá Nordsee entpuppten sich die Dünen als eine reine Wüstenlandschaft.

Wir waren völlig überrascht und machten uns im heißen Sand auf zur anderen Seite des Spit.  Zeit für ein Outfit Wechsel. Schwimmen in der Abel Tasman See: „Check“. Alle anderen Vorhaben an diesem Tag wurden ersatzlos gestrichen. Baden, sonnen, relaxen stand nun auf dem Programm.

Nach einem Eiskaffee bzw. -schokoloade in dem bereits erwähnten Cafe machten wir uns auf dem Weg nach Marahau (C), unserem nächsten Stopp.

Der Abend ging entspannt mit Fish’N’Chips zu Ende und wir freuten uns auf den nächsten Tag.