Tag 3: Napier

Erstmalig sind wir in Neuseeland am Pazifik aufgewacht. Verrückt genug, um dem Sonnenaufgang um 06:27 zu sehen. Leider hat der Wettergott meine Reservierung für einen wolkenfreien Tag erneut verbummelt, dennoch konnte ich ein paar schöne Aufnahmen machen:

Einige sportbewusste Kiwis haben die warme Morgenbriese für ihren täglichen Lauf an der Strandpromenade genutzt. Ohne mich, ich hab mich lieber wieder ein paar Stündchen ins Bett gelegt.

Bildschirmfoto 2013-10-17 um 21.24.27Übernachtet haben wir in der Jugendherberge für $60/ Nacht. Die Küche ist sauber und es gibt alles was man braucht, um sich Mahlzeiten zuzubereiten. In Napier (A) gibt es in der ganzen Stadt Fahrradverleih Stationen. Seit nicht so dumm wie wir und leiht euch die Fahrräder von der Jugendherberge. Eine Qual diese Räder! Einige Abschnitte auf unserer 4-stündigen Tour haben uns landschaftlich sehr an die Emsland Route erinnert. Ansonsten war die vorgeschlagene Route leider nicht so lohnenswert. Eine kleine Weinprobe im ältesten Weingut der Hawke’s Bay „Mission Winery“ (B) durfte natürlich nicht fehlen.

Nach einer Dusche und kurzer Erholung haben wir uns wieder motorisiert auf dem Weg gemacht. Erste Station war der „Bluff Hill“ (A), Napier’s höchste Erhebung mit schönem Ausblick auf die See und etwas Stadt. Auch an dieser Stelle waren während des 2. Weltkrieges Geschütze zur Verteidigung stationiert. Gedenktafeln erinnern an die Zeit:

2013-10-12 um 16-45-42

Zu der eindrucksvollstem Aussicht an diesem Tag ging es dann zum „Te Mata Peak“ (C). Um auf den 399m hohen Berg hoch zu fahren, muss man selbst im Auto höhenfest sein. Die Straße wird zum Ende hin immer schmaler, sodass aus Platzgründen sogar auf sichernde Seitenpöhle verzichtet wurde. Zum Glück kam uns kein Auto entgegen. Beeindruckt haben uns einige Jogger, die den Berg hochgelaufen sind. Einfach verrückt diese Kiwis. Belohnt wird man dann aber mit einem 360 Grad Panorama, welches es so vermutllich selten gibt.

Eine Empfehlung zum Essen haben wir aus dem kostenlosen Guide der AA (Automobile Association) entnommen. In Havelock North (D) gibt es eine Pizzeria namens „Pipi’s“ und die ist echt Klasse. Beneidenswert gutes Knoblauch- und Pizzabrot mit ausgefallenen Belägen (z. B. mit Kartoffeln oder karamellisierte Zwiebeln) und einem wundervollem Ambiente. Der Ort war überraschend schick. Wahrscheinlich auch etwas für die gehobenere Klasse von Napier und Hastings. Klein aber fein! Die Pizzaria hat übrigens nur biologische Produkter verwendet. Das ist wirklich selten.

Zum Abschluss gingen wir noch ein wenig am Stand entlang, wo uns in einiger Entfernung indische Haare-Krishna Musik entgegenschallte. Auf einem Platz hat wohl die örtliche indische Gemeinde zu einem kulturellen come-together eingeladen, Bauchtänze vorgeführt und kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Die Pania ist ein ähnlicher Touristenmagnet wie die Meerjungfrau in Kopenhagen.

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Tag 2: Rotorua, Taupo und Napier

Bildschirmfoto 2013-10-17 um 21.02.39Der heutige Tag fing so an wie er gestern Abend aufgehört hatte. Regnerisch. Geweckt vom Duft von faulen Eiern, hatten wir nicht so richtig Hunger auf Frühstück. Da uns eine Wanderung durch Schwefelquellen bzw. dem Geysirpark bei Regen wenig vielversprechend erschien, haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind in südlicher Richtung nach Taupo gefahren. Auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp bei den heißen Quellen von den Waikite Valley Thermal Pools (A) eingelegt. Wir saßen in wohltemperierten Außenbecken, die eine Temperatur von ca. 40C hatten. Da lagen wir nun bei diesigem Wetter in diesem wohlig warmen Wasser, welches direkt aus dem Erdinneren kommt und sogar noch herunter gekühlt werden muss, da es normalerweise eine Temperatur von ca. 100°C hat. Über ein ausgeklügeltes System werden 10 Pools mit natürlichem Quellwasser befüllt. Im Hintergrund der Becken stiegen überall Nebelschwaden auf, die von der unglaublichen Energie zeugen, die dort im Erdreich schlummert. Einfach genial.

In der ganzen Gegend gibt es sog. „mud-pools“, heißer Schlamm, der gerne auch für Schönheitsmasken verwendet wird. Wer hineinspringen möchet, wird sich aber einige Verbrühungen zuziehen, denn auch die mud-pools sind bis zu 60°C heiß. (B)

Im Anschluss ging es nach Taupo (D), zum gleichnamigen See, dem Lake Taupo. Das trübe Wetter hat den Blick auf den Mt. Ngauruhoe so ziemlich versperrt. Wir haben noch einen Abstecher zu den Huka Falls (C) gemacht:

Dann ging es auch schon direkt weiter nach Napier. Die Landschaft auf dem Weg dorthin war einfach traumhaft. Wir hätten alle 2km und hinter jedem neuen Hügel anhalten können, denn immer hat sich uns eine neue, beeindruckende Kulisse geboten:

Nachdem wir uns für 2 Nächte in der Jugendherberge von Napier einquartiert haben (direkt an der Strandpromenade und Zimmer mit Meerblick), ging der Tag mit einem süffigem Mac’s Gold Lager und einem Cider im Emporium zu Ende.

Neuseeland im Nordosten

Ihr habt euch sicherlich schon gewundert, warum wir seit Tagen keine Beiträge mehr schreiben ;) Das lag an unserem ersten Road Trip, den wir vom 10. – 16.10.2013 durch den Nordosten der Nordinsel gemacht haben.

Unsere Reiseroute

Unsere Reiseroute

Hier eine kurze Vorinfo der Route. Zuerst ging es von Auckland über Matamata nach Rotorua. Am zweiten, bewölkten und verregneten Tag über Taupo nach Napier. Nach zwei Übernachtungen in der Jugendherberge führte uns die Route nach Gisborne und am darauffolgenden Tag nach Tauranga, wo wir ebenfalls 2 Tage geblieben sind.

Insgesamt haben wir mit unserem Silverfarn, (so haben wir unser Auto nun genannt) gute 1.500 km zurückgelegt. Viele Hügel und Berge überquert, beeindruckende Landschaften und schöne Sonnenuntergänge genossen, Wanderungen durch Wälder, über Wiesen und Berge und an Wasserfällen vorbei gemacht. Einzelheiten in den bald folgenden Berichten.

Eure Kiwi´s