Time to say Goodbye

Nicht das ihr jetzt etwas Falsches denkt, wir bleiben natürlich in NZ. Aber heute werden wir unsere Freunde in Picton abliefern müssen. Sie verbringen die restlichen 10 Tage ihres Urlaubs auf der Nordinsel. So schnell vergeht die Zeit. Gerade noch am Flughafen abgeholt und schon wieder tschüss sagen müssen.

Wir haben viel gesehen: Christchurch und die Banks Peninsula (A), der wunderschöne türkisfarbene See Lake Pukaki und die weiten Ebenen des Mackenzie Country, die Regenwälder an der Westküste mit den beiden  Fox und Franz-Josef (D) Gletschern, die Pancake Rocks, die Golden Bay (F) im Norden der Südinsel und natürlich den beeindruckenden Abel Tasman National Park (G).

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Unser schönster Trip von allen….

Zunächst von Nelson (H) nach Picton ging es dann wieder zurück nach Geraldine (I), vorbei an die Marlborough Sounds, die wir damals bei unser Überfahrt leider nicht genießen konnten, da wir nachts übergesetzt sind. Noch ein gemeinsames Abschiedsfoto und dann hieß es 600km gen Süden.

Anstatt über die SH 1, die wir bereits Mitte Januar gefahren sind, ging es nun über den SH 63 vorbei an endlosen Weinfeldern. In Murchison noch einmal volltanken, die nächsten 300 km gibt es vielleicht nichts mehr. Dann die SH 7 zwischen Gebirgskettenn, über den Lewis Pass an Hamner Springs vorbei Richtung Christchurch. Leider haben die zwei Urlauber die Sonne mitgenommen (es sei ihnen auch gegönnt), denn kurz nach Murchison fing es für eine ganze Zeit an zu nieseln. Aber auch dem Regen lassen sich schöne Bilder abgewinnen, wenn dann doch nochmal die Sonne rauskommt.

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Von der Nord- zur Südinsel

Screen Shot 2014-01-16 at 1.13.25 pmEndlich! Wir sind auf der Südinsel angekommen. Augrund einer 2-wöchigen, sehr willkommen Verzögerung in Raglan sind wir nun Mitte Januar auf die  Südinsel „umgezogen“. Mit vollgepacktem Auto ging es vom National Park (A), nachts mit der Fähre von Wellington (B) nach Picton (C) und dann weitere 7 Stunden runter nach Geraldine (D).

Bis auf die östlich vom Tongariro Park verlaufende SH1 fanden wir die Strecke nach Wellington nicht so interessant. Von der Desert Road (die im Winter auch schonmal Glatteis haben kann) hatten wir nämlich noch eine schöne Aussicht auf den zuvor erklommenen Berg. Aber achtet auf eure Geschwindigkeit!! 22km/h zu schnell kosten $170 ;) – Ich weiß leider wovon ich rede.

Pünktlich zum Sonnenuntergang um 20:40 kamen wir in der Hauptstadt an. Schnell hoch zum Mount Victoria Lookout, um die Stadt im Abendlicht besichtigen zu können. Wellington hat wegen der Hügel, geschwungene Straßenzüge und der alten victorianischen Häuser ein bisschen was von San Francisco. Gleichsetzen kann man Wellington mit der schönsten Stadt der Welt allerdings nicht. Es gibt 2 Firmen, die Fährverbindungen über die Cook-Strait anbieten. Unsere Fähre ging um 2 Uhr morgens, wir hatten also noch ein bisschen Zeit den Beehive, das Parliament und den Bahnhof anzuschauen und sind über die hochgeklappten Bordsteine geschlendert.

Die Fähre hatten wir schon lange im voraus buchen müssen. Da bei einem Schiff mitten in der Hochsaison die Schraube abgefallen war. Dementsprechend knapp waren die Plätze geworden. Wir checkten ein, typisch deutsch waren wir die Ersten und standen mit unserem Silverfarn am Dock und warteten. Dann ging eigentlich alles sehr schnell und alles war sehr gut organisiert. Rauf aufs Schiff, parken und Platz nehmen in den überraschend großzügigen und gemütlichen Sitzen. Innerhalb einer dreiviertel Stunde legten wir auch schon ab. Viele machten diesen Trip wahrscheinlich öfter, denn jeder zweite hatte ein Schlafsack mit dabei um sich über alle Sitzplätze hinzulegen. Der Platz war da, denn es fehlten die „einfachen Touristen“ ohne Auto. Man kann sich auch ein Bett mieten und für $40 p.P. finde ich es preislich auch noch akzeptabel für ein Schiff.

Nachteil an der nächtlichen Überfahrt war ganz klar, dass wir von den schönen Marlborough Sounds bis zum morgengrauen nichts mitbekommen haben. Angelegt in Picton fuhren wir vom Schiff und den State Highway 1 weiter südlich an der Ostküste entlang. In Kaikoura wollten wir wegen der schönen Schneckenhäuser  (Paua genannt) etwas länger bleiben, fanden den Ort aber äußerst unatraktiv, zu touristisch und auch die Benzinpreise waren völlig übertäuert. Also schnell weiter. An der Küste kann man überall anhalten und Seehunde (seals) beobachten, wenn man sie denn findet. Oft regungslos sehen sie nämlich aus wie Steine.

Christchurch haben wir erstmal ausgelassen. Das wollen wir in Ruhe und vor allem ausgeschlafen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Aber warum überhaupt Geraldine. Der Hauptgund liegt darin, dass wir auch hier auf ein Haus eines NZ-Ehepaares aufpassen. Das Rentnerpaar ist nach Nelson gezogen, um auf ihren kranken Vater aufzupassen. Da sie das Haus nicht gerne über Monate alleine lassen, aber weiterhin flexibel sein wollen, haben sie eine Anzeige über kiwihousesitters geschaltet. Zum Glück haben wir den Zuschlag erhalten und können hier kostenlos wnen und müssen nur die Post nachschicken und den Rasen mähen. Geraldine liegt 140km südlich von Christchurch und hat 2200 Einwohner. Ein recht überschaulicher Ort also. Geographisch liegt es aber auch optimal, um die Südinsel intensiv bereisen zu können. Da wir hier auf keine Tiere aufpassen müssen, können wir gerne mehrere Tage unterwegs sein und das Haus als Basis nutzen. Genau, was wir gesucht haben! Da wir aber auch nicht ausschließlich zum Spaß hier sind, werden wir die nächsten Wochen dazu nutzen müssen, uns hier in der Gegend zu bewerben. Tourberichte gibt es dann nach und nach.

Eure Kiwis