Tag 6: Dreams don´t work – unless you do

Wegen schlechtem Wetter konnten wir letzten Freitag nicht die geplante Tour durch Rotorua machen, sodass wir nun unseren Aufenthalt in Tauranga um einen Tag verlängert haben und nach Rotorua zurück gefahren sind, um die Geysirtour und Wanderung durch die Redwoods nachzuholen.

Das Wetter in Rotorua wurde erst ab dem frühen Nachmittag besser, sodass wir dem „historischen Dorf“ (A) einen Besuch abgestattet haben. Es ist eine Sammlung von historischen Orignal- und Nachbauten der ersten Tage von Tauranga an der 17th Ave, mit dem Charm von vorgestern. Der Spruch auf einem Schild eines kleinen Geschäfts passte zu uns und unseren Plänen:

Screen Shot 2013-10-22 at 10.16.21 PMRotorua (B) ist eine Abkürzung des maorischen Namen: Te Rotorua-nui-a-Kahumatamomoe und bedeutet der zweite große See von Kahumatamomoe. Kahumatamomoe war der Onkel eines Maori-Häuptling, der dort geherrscht hatte. Rotorua war bereits unter den Maori Stämmen wegen der geothermalen Aktivitäten sehr bliebt, und daher unter den Stämmen auch sehr umkämpft. Die Erdkruste ist an dieser Stelle nur 4km dick. Darunter befindet sich das erste flüssige Magma. Durch die Erwärmung tritt Wasser in Form von Geysiren oder heißen Quellen an die Oberfläche. Noch heute wird das 100°C heiße Wasser im Haushalt zum Kochen und Baden oder industriell zur Stomgewinnung eingesetzt.

Hier ein paar Bilder aus dem Whakarewarewa Valley mit dem Pohutu Geysir:

Whakarewarewa ist wieder eine Abkürzung und das komplette Wort bedeutet „Der Versammlungsplatz der Kriegszüge von Wahiao“. Der heiße Schlamm soll heilige Kräfte besitzen und die Wunden der Krieger heilen.

Der Whakarewarewa Forest liegt südöstlich der Stadt. In den 1880 Jahren wurden viele Wälder zum Bau neuer Städte abgeholzt. Da die endemischen Bäume mehrere hundert Jahre brauchen, um voll auszuwachsen, wurde 1901 der kalifornische Redwood Baum eingeführt. Da sich der Wald mit der Zeit in das Stadtbild von Rotorua eingegliedert hat, kaufte die Stadt das Gebiet ab, baute es zum Naherholungsgebiet aus und erweiterte es durch Wander- und Fahrradwege.

Im Anschluss ging es zu einem Aussichtspunkt westlich von Tauranga zurück (C), sodass wir noch einige Bilder von der Bay of Plenty machen konnten und rechtzeitig zum Sonnenuntergang an der Küste waren:

Panorama-of-Tauranga

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Tag 2: Rotorua, Taupo und Napier

Bildschirmfoto 2013-10-17 um 21.02.39Der heutige Tag fing so an wie er gestern Abend aufgehört hatte. Regnerisch. Geweckt vom Duft von faulen Eiern, hatten wir nicht so richtig Hunger auf Frühstück. Da uns eine Wanderung durch Schwefelquellen bzw. dem Geysirpark bei Regen wenig vielversprechend erschien, haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind in südlicher Richtung nach Taupo gefahren. Auf dem Weg haben wir einen Zwischenstopp bei den heißen Quellen von den Waikite Valley Thermal Pools (A) eingelegt. Wir saßen in wohltemperierten Außenbecken, die eine Temperatur von ca. 40C hatten. Da lagen wir nun bei diesigem Wetter in diesem wohlig warmen Wasser, welches direkt aus dem Erdinneren kommt und sogar noch herunter gekühlt werden muss, da es normalerweise eine Temperatur von ca. 100°C hat. Über ein ausgeklügeltes System werden 10 Pools mit natürlichem Quellwasser befüllt. Im Hintergrund der Becken stiegen überall Nebelschwaden auf, die von der unglaublichen Energie zeugen, die dort im Erdreich schlummert. Einfach genial.

In der ganzen Gegend gibt es sog. „mud-pools“, heißer Schlamm, der gerne auch für Schönheitsmasken verwendet wird. Wer hineinspringen möchet, wird sich aber einige Verbrühungen zuziehen, denn auch die mud-pools sind bis zu 60°C heiß. (B)

Im Anschluss ging es nach Taupo (D), zum gleichnamigen See, dem Lake Taupo. Das trübe Wetter hat den Blick auf den Mt. Ngauruhoe so ziemlich versperrt. Wir haben noch einen Abstecher zu den Huka Falls (C) gemacht:

Dann ging es auch schon direkt weiter nach Napier. Die Landschaft auf dem Weg dorthin war einfach traumhaft. Wir hätten alle 2km und hinter jedem neuen Hügel anhalten können, denn immer hat sich uns eine neue, beeindruckende Kulisse geboten:

Nachdem wir uns für 2 Nächte in der Jugendherberge von Napier einquartiert haben (direkt an der Strandpromenade und Zimmer mit Meerblick), ging der Tag mit einem süffigem Mac’s Gold Lager und einem Cider im Emporium zu Ende.

Neuseeland im Nordosten

Ihr habt euch sicherlich schon gewundert, warum wir seit Tagen keine Beiträge mehr schreiben ;) Das lag an unserem ersten Road Trip, den wir vom 10. – 16.10.2013 durch den Nordosten der Nordinsel gemacht haben.

Unsere Reiseroute

Unsere Reiseroute

Hier eine kurze Vorinfo der Route. Zuerst ging es von Auckland über Matamata nach Rotorua. Am zweiten, bewölkten und verregneten Tag über Taupo nach Napier. Nach zwei Übernachtungen in der Jugendherberge führte uns die Route nach Gisborne und am darauffolgenden Tag nach Tauranga, wo wir ebenfalls 2 Tage geblieben sind.

Insgesamt haben wir mit unserem Silverfarn, (so haben wir unser Auto nun genannt) gute 1.500 km zurückgelegt. Viele Hügel und Berge überquert, beeindruckende Landschaften und schöne Sonnenuntergänge genossen, Wanderungen durch Wälder, über Wiesen und Berge und an Wasserfällen vorbei gemacht. Einzelheiten in den bald folgenden Berichten.

Eure Kiwi´s