Pancake Rocks

Screen Shot 2014-02-19 at 10.05.09 pmHeute Nacht hatten wir das erste Mal den Wecker gestellt, um uns gemeinsam die Sterne anzugucken. Es war erneut atemberaubend schön! So viele Sterne sieht man in Deutschland leider nicht. Morgens gab es dann ein herrliches Frühstück mit Rührei, Müsli, frischem Obst und echtem deutschen(!) Vollkornbrot. Gestärkt ging die Reise los in Richtung Norden, immer der Küste entlang.

Das Wetter war morgens bereits recht gut und bei unserem ersten Kaffeestopp brannte die Sonne sogar richtig.  Es ging 300km gen Norden nach Westport.

In Ross (B) haben wir zuerst angehalten und wollten ein Replika des größten gefundenen Goldnugget mit 2,7 kg anschauen. Vor dem wohl einzigen Gasthaus des Ortes hielt ein chinesischer Reisebus und lud eine ganze Horde seiner Landsleute ab. Schnell weiter…

In Hokitika (C) habe ich mehrfach versucht, meine Mitstreiter zu einer Pizza in der vom  Lonely Planet gekrönten Pipis Pizzeria zu überreden. Leider ohne Erfolg. Dafür gibt es in der Stadt eine ganze Menge Greenstone (Jade) Geschäfte und ein paar Schnapper waren auch für uns dabei. :) Ein Stopp an dem Glow Worm Dell war leider auch unnötig, da die Würmchen bei Tageslicht nicht zu erkennen waren.

Die größte Stadt an der Westküste, Greymouth, haben wir eigentlich links iegen gelassen, da wir mehr damit beschäftigt waren, eine Übernachtungsmöglichkeit in Westport zu finden. Zuerst ging es aber zum heutigen Highlight, den Pancake Rocks (D) …

Die 30 Millionen Jahre alten übereinander geschichtete Ablagerungen von Kalksedimenten und Tonmineralien erodierten unterschiedlich schnell. Seit diese Ablagerungen durch eine Landhebung an die Oberfläche gehoben wurden und Wellen, Wind und Regen ausgesetzt sind, schreitet die Abtragung stetig voran. (wikipedia.de) Es war wirklich sehr schön anzusehen.

Wenn nicht so ein Marathon dazwischen kommt, dann bekommt man eigentlich immer noch kurzfristig ein Zimmerchen. Diesmal mussten wir etwas länger suchen und haben in Granity (E), 30 Minuten nördlich von Westportal eine optimale Übernachtung gefunden. Von außen würde man wahrscheinlich niemals hier anhalte, dafür hat man viel zu viele Filme gesehen, die genauso anfingen und böse endeten. Aber die „Miners on Sea“ ist alles andere als hinterwäldlerisch. Neue, saubere Doppelzimmercabins, eine Kneipe mit gutem Essen und geschmackvollem Bier war alles was wir wollten und brauchten um die nächsten 3 Tage im Abel Tasman Park zu planen.

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Auf zur West Coast

Screen Shot 2014-02-16 at 9.22.21 pmMan sitzt viel und lange im Auto, wenn man Neuseeland erleben möchte. Und noch mehr auf der Südinsel. Nachdem wir zu touristischen Preisen (+ $0.20/l) vollgetankt haben, (angeblich sind Preisabsprache auch hier verboten, die Durchsetzung klappt aber anscheinend auch nicht), sind wir auf der SH 6 an den beiden Lakes Hawea und Lake Wanaka vorbei über die Passstraße in Richtigun Haast gefahren. Die Strecke ist nur tagsüber befahrbar und wird ab 6:30pm anscheinend aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch hier gab es ein paar Lookouts, an denen wir gerne angehalten sind und uns die Beine vertreten haben.

Haast (B) ist Weltnaturerbe und im Touristenzentrum gibt es anschauliche Informationen über die Region und das Land. Am Lake Moeraki haben wir eine 1,5 Stunden Wanderung zur Tasman Sea gemacht, in der Hoffnung hier eine Pinguinkolonie zu sehen. Leider brüten die Vögel bereits zum Jahresende und verlassen im Januar, nachdem der Nachwuchs flügge geworden ist, den Strandabschnitt. Bis auf viele störend stechende Sandfliegen haben wir aber zumindest einen sehr schönen Kiesstrand vorgefunden.

Bereits kurz nach Beginn der Passstraße änderte sich das Landschaftsbild von offenen Wiesen mit einer eher braunen Färbung hin zu dichtem Regenwald in einem satten Grün. Die vollgesaugten Wolken schaffen es nicht, die Südalpen zu überwinden und entladen sich an der Westküste. Entsprechend bewaldet und grün ist es hier.

An der Bruce Bay haben wir wieder angehalten. Erst dann bemerkten wir, dass überall am Straßenrand weiße Steine mit „nach-Hause-Grüßen“ und „wir-waren-hier“ Kommentare lagen. Selbstverständlich haben wir mitgemacht ;)

Vorbei am Fox Glacier (C), den wir morgen „bewandern“ wollten, bezogen wir unser Quartier in Franz-Josef (D), dem etwas größeren Ort der beiden bekannten Gletscher Orte.