Trip durch das Northland

Screen Shot 2013-12-13 at 7.50.51 amAm 09.12.2013 sind wir kurzfristig für ein paar Tage in den Norden gefahren. 2 Stunden von Auckland entfernt liegt Whangerei (B), die mit 53.000 Einwohnern größte Stadt in der Northland Region. Im Visitor Center kann man sich gute Ideen holen, was man so alles machen kann und nebenbei einen sehr leckeren iced chocolate trinken ;) Wir sind zuerst auf einen größeren Hügel gefahren, um die Stadt von oben zu besichtigen. Es sollte dort eigentlich auch ein altes Maori pa (Fort), das haben wir aber nicht gefunden. Ein Kriegerdenkmal ist das einzige militärische, was oben auf dem Hügel steht.

Dann ging es 2 km zu den Abbey Coves, eine nicht wirklich erschlossene Höhle mit Glühwürmchen. Die großen Steine in die dunkle Höhle herunterzuklettern, hatte schon etwas Abenteuerliches. Wir waren mit festem Schuhwerk und Taschenlampe aber gut darauf vorbereitet. Man muss ein kleines Stück durch einen flachen Bach waten bis man nach wenigen Metern hoch oben kleine Glühwürmchen sieht. Taschenlampe aus, Glühwürmchen an. Langsam weiten sich die Pupillen und immer mehr Pünktchen lassen sich erkennen. Ziemlich abgefahren.

Im Anschluss sind wir zu den Whangerei Falls gefahren, die angeblich meist fotografierten Wasserfälle Neuseelands. Mag wohl daran liegen, dass diese in 5 Minuten ohne große Anstrengung zu erreichen sind. Ganz nett, aber die schönsten waren es nicht. Da haben wir schon bessere gesehen und wir waren bislang noch nicht einmal auf der Südinsel.

Auf dem Weg zu unserem ersten Ziel – Paihia (C) – wollten wir noch am Strand bei Matapouri an der Whale Bay eine kleine Wanderung machen. Leider fing es etwas an zu regnen. Da es nicht besser, sondern immer schlimmer wurde, sind wir nach wenigen Metern doch zurück zum Auto gegangen. Nach 1,5 Stunden haben wir Paihia erreicht uns uns wieder im Hostel  (YHA) einquartiert. Spontan haben wir uns für den darauf folgenden Tag für das Schwimmen mit Delphinen angemeldet!!! Yeah!

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Tag 4: Auf dem Weg nach Gisborne

Screen Shot 2013-10-20 at 9.04.41 PMGeweckt wurden wir von warmen Sonnenstrahlen, die durch die Vorhänge unseres Meerblick-Zimmers blinzelten. Kurz noch auf dem Flohmarkt gegenüber vorbeigeschaut (in jeder Stadt gibt es am Wochenende irgendwo einen kleinen Markt) und dann weiter in das 2,5 Stunden entfernte Gisborne.

Im AA guide wurde ein Wasserfall beschrieben, die „Shine Falls“ (A). Erreicht werden konnte der höchste (58m) und beeindruckendste Wasserfall der Region nur durch eine kurze Wanderung von knapp 45 Minuten. Obwohl dort im Naturpark Kiwi’s leben sollen, haben wir keine gesehen, sind ja auch nachtaktive Tiere.

Weiter ging es den State Highway 2 die Küste entlang zur Halbinsel Mahia (B). Ein beschaulicher Ferienort für den geplagten Neuseeländer (falls es den überhaupt gibt). Kurze Exkursion 2 Wochen zurück: Wir mussten zum Baumarkt um einen Adapterstecker zurück zu bringen. Am Eingang stand ein Mitarbeiter, der fröhlich ein Frank Sinatra Lied gesungen hat und uns eine kleine Darbietung seiner Künste gab. Wir haben kurz zugehört, applaudiert und schon hat er uns den ganzen Tag versüßt. Am Mahia Beach haben wir die Beine im kühlen Meer baumeln lassen.

Zurück auf der Straße war es dann noch ca. 1 Stunde nach Gisborne, aufgrund der Ausflüge und Stopps kamen wir aber auch erst um 17:00 Uhr an. Wieder haben wir uns in der Jugendherberge einquartiert, uns den Sonnenuntergang über die Poverty Bay vom Kaiti Hill angeschaut und den Tag mit einem Beck’s Bier und einer netten Unterhaltung mit einigen deutschen Work & Travel Abiturienten ausklingen lassen.

Tag 3: Napier

Erstmalig sind wir in Neuseeland am Pazifik aufgewacht. Verrückt genug, um dem Sonnenaufgang um 06:27 zu sehen. Leider hat der Wettergott meine Reservierung für einen wolkenfreien Tag erneut verbummelt, dennoch konnte ich ein paar schöne Aufnahmen machen:

Einige sportbewusste Kiwis haben die warme Morgenbriese für ihren täglichen Lauf an der Strandpromenade genutzt. Ohne mich, ich hab mich lieber wieder ein paar Stündchen ins Bett gelegt.

Bildschirmfoto 2013-10-17 um 21.24.27Übernachtet haben wir in der Jugendherberge für $60/ Nacht. Die Küche ist sauber und es gibt alles was man braucht, um sich Mahlzeiten zuzubereiten. In Napier (A) gibt es in der ganzen Stadt Fahrradverleih Stationen. Seit nicht so dumm wie wir und leiht euch die Fahrräder von der Jugendherberge. Eine Qual diese Räder! Einige Abschnitte auf unserer 4-stündigen Tour haben uns landschaftlich sehr an die Emsland Route erinnert. Ansonsten war die vorgeschlagene Route leider nicht so lohnenswert. Eine kleine Weinprobe im ältesten Weingut der Hawke’s Bay „Mission Winery“ (B) durfte natürlich nicht fehlen.

Nach einer Dusche und kurzer Erholung haben wir uns wieder motorisiert auf dem Weg gemacht. Erste Station war der „Bluff Hill“ (A), Napier’s höchste Erhebung mit schönem Ausblick auf die See und etwas Stadt. Auch an dieser Stelle waren während des 2. Weltkrieges Geschütze zur Verteidigung stationiert. Gedenktafeln erinnern an die Zeit:

2013-10-12 um 16-45-42

Zu der eindrucksvollstem Aussicht an diesem Tag ging es dann zum „Te Mata Peak“ (C). Um auf den 399m hohen Berg hoch zu fahren, muss man selbst im Auto höhenfest sein. Die Straße wird zum Ende hin immer schmaler, sodass aus Platzgründen sogar auf sichernde Seitenpöhle verzichtet wurde. Zum Glück kam uns kein Auto entgegen. Beeindruckt haben uns einige Jogger, die den Berg hochgelaufen sind. Einfach verrückt diese Kiwis. Belohnt wird man dann aber mit einem 360 Grad Panorama, welches es so vermutllich selten gibt.

Eine Empfehlung zum Essen haben wir aus dem kostenlosen Guide der AA (Automobile Association) entnommen. In Havelock North (D) gibt es eine Pizzeria namens „Pipi’s“ und die ist echt Klasse. Beneidenswert gutes Knoblauch- und Pizzabrot mit ausgefallenen Belägen (z. B. mit Kartoffeln oder karamellisierte Zwiebeln) und einem wundervollem Ambiente. Der Ort war überraschend schick. Wahrscheinlich auch etwas für die gehobenere Klasse von Napier und Hastings. Klein aber fein! Die Pizzaria hat übrigens nur biologische Produkter verwendet. Das ist wirklich selten.

Zum Abschluss gingen wir noch ein wenig am Stand entlang, wo uns in einiger Entfernung indische Haare-Krishna Musik entgegenschallte. Auf einem Platz hat wohl die örtliche indische Gemeinde zu einem kulturellen come-together eingeladen, Bauchtänze vorgeführt und kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Die Pania ist ein ähnlicher Touristenmagnet wie die Meerjungfrau in Kopenhagen.